TV-Tipps

Sonntag, 17.9.2017

ZDF, 16.30 Uhr
Ausgebrummt – Insektensterben in Deutschland

Film von Andreas Ewels und Norbert Porta, Sendereihe „planet e“, 30 Min.
Wer in den 80ern mit dem Auto auf Straßen zwischen Feldern und Wäldern fuhr, der hatte schnell ein Problem: Die Windschutzscheibe war voll mit toten Insekten, die Sicht schlecht. Heute ist dies nicht mehr so. Was sich erst mal wie eine positive Nachricht für Autofahrer anhört, ist in Wirklichkeit ein deutliches Zeichen für eine erschreckende Entwicklung: Insekten sterben aus. Für den Menschen ein Problem. Ohne „Bestäuber“ können zahlreiche Lebensmittel nicht mehr oder nur unter kostenintensiven Umständen produziert werden. Die Ernährung von Millionen Menschen ist in Gefahr. Es ist ein schleichender Prozess, aber die Entwicklung ist dramatisch.
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Montag, 18.9.2017

ARD, 23.45 Uhr
Atomstreit in Wackersdorf – Die Geschichte einer Eskalation

Dokumentation, D 2017, 45 Min.
Die Dokumentation rekonstruiert 30 Jahre nach dem „Blutigen Herbst“ von 1987 die dramatische und teilweise äußerst gewalttätige Zuspitzung rund um die Wiederaufbereitungsanlage und illustriert dabei auch die politisch-gesellschaftliche Gemengelage, aus der es zu einer solchen Radikalisierung kommen konnte. Es werden Verbindungen zu den Widerstandsbewegungen in Gorleben und an der Frankfurter Startbahn West aufgezeigt – und zur Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die der Anti-Atom-Bewegung viel Zulauf verschaffte.
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Dienstag, 19.9.2017

3SAT, 23.15 Uhr
Die Waldmenschen

Film von Gernot Lercher, 33 Min.
An den Rand der Gesellschaft gedrängt und gewaltsam ihrer Lebensgrundlage beraubt: Die Guarani, Brasiliens größte indigene Volksgruppe, ringen verzweifelt um ihren Grund und Boden. Agrokonzerne und Großgrundbesitzer teilen sich die Landflächen auf – während die Indios gegen ihren Willen in Reservaten ihr Dasein fristen müssen. Der Film zeigt nicht nur ihren schmerzhaften Kampf um ein Stück Erde, sondern schildert auch ihre tiefe, spirituelle Verbundenheit mit der Natur. Denn die Guarani sehen sich als Beschützer des Waldes und seiner Bäume und verstehen diese als beseelte Lebewesen.
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Mittwoch, 20.9.2017

NDR, 20.15 Uhr
Der Große Kaukasus – Russlands Dach der Welt

Film von Henry Mix, Sendereihe „Expeditionen ins Tierreich“, 44 Min.
Im unmittelbaren Hinterland von Sotschi, dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014, ist ein beeindruckender Naturfilm mit fesselnden Bildern, atemberaubenden Flugaufnahmen und nie zuvor dokumentiertem Verhalten seltener Tiere entstanden: die letzten Bergwisente, Kaukasische Steinböcke, schroffe Gipfel und extreme Wetterschwankungen. Die Bergwelten des Kaukasus markieren eine magische Grenze zwischen Europa und Asien. Über ein Jahr hat das Filmteam in Russlands höchstem Gebirge verbracht. Entstanden ist eine eindrucksvolle Dokumentation über die Naturwunder zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer.
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(Wiederholung am Donnerstag, 21.9. um 14.15 Uhr)

Donnerstag, 21.9.2017

3SAT, 21.00 Uhr
Die Macht der Deutung
Wie beeinflussen die verinnerlichten Deutungsrahmen unsere Wahrnehmung und Wissensstrukturen?

Sendereihe „scobel“, 59 Min.
Je nachdem, in welchen Rahmen Botschaften gesendet werden, desto unterschiedlicher können die Deutungen der Empfänger sein. Mit einer „Steuerlast“ assoziieren viele etwas anderes als mit einer „Steuerschuld“, obwohl es in beiden Fällen um finanzielle Abgaben an den Staat geht. Es sind vor allem die verinnerlichten Deutungsrahmen, die so genannten Frames, die das Denken, Fühlen und Handeln des Menschen beeinflussen. Fakten und Rationalität scheinen also für Entscheidungen im Alltag und in der Politik nur zweitrangig zu sein. Diskussionssendung mit Experten im Studio.
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Freitag, 22.9.2017

3SAT, 20.15 Uhr
Der Kampf gegen Fake-News

Film von Claus Hanischdörfer, 45 Min.
Die Dokumentation geht der Frage nach: Wie einfach lässt sich eine Falschmeldung im Internet verbreiten und damit politisch Stimmung machen? Das will ein Team von Kommunikationswissenschaftlern der Universität Hohenheim herausfinden. Die Forscher starten einen Versuch: Über einen Zeitraum von nur wenigen Wochen setzen sie eine Fake-News in die Welt. Dann läuft das Experiment. Die Wissenschaftler untersuchen: Wie schnell verbreitet sich die Falschmeldung im Netz? Wo und wie häufig wird sie geteilt? Wer fällt darauf rein?
Quelle: 3sat (Sendung nicht online verfügbar)

Samstag, 23.9.2017

ARTE, 20.15 Uhr
Der Vulkan, der die Welt veränderte
Cholera, Hungersnot, Eiszeit – die Spuren einer globalen Naturkatastrophe

Film von Florian Breier, D 2016, 53 Min.
Anfang April 1815 explodierte der Vulkan Tambora in Indonesion. Um die 100.000 Menschen starben bei der Eruption, doch die Folgen waren noch verheerender: Die Aschewolke bedeckte ein Jahr lang die Nordhalbkugel und führte zu Missernten, Epidemien und Bürgeraufständen. Nach 200 Jahren ist es Forschern gelungen, die wahre Dimension dieser Katastrophe zu rekonstruieren.
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Sonntag, 24.9.2017

ZDF, 15.00 Uhr
Dicke Luft in den Städten

Film von Michael Nieberg, Sendereihe „planet e“, 30 Min.
Es herrscht dicke Luft in Deutschlands Städten: Die zulässigen Grenzwerte werden nicht eingehalten. Mit drastischen Folgen: Stickoxide und Feinstaub gefährden unsere Gesundheit. Die Umweltzonen werden immer größer, doch die Stickoxide lassen sich nicht eindämmen. Viele Bürger sind verunsichert, wie es weitergeht. Neue Konzepte müssen her, neue Antriebe für unsere Autos.
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Montag, 25.9.2017

3SAT, 20.15 Uhr
Madagaskar

Dokumentation von Mike Gunton, 90 Min.
Diese Dokumentation führt uns auf eine geologisch „alte“ Insel, nahe dem afrikanischen Kontinent, deren Bestand an Fauna und Flora außergewöhnlich ist. Madagaskar ist ein Land mit tropischen Regenwäldern, in Nebel eingehüllten Gebirgen und Dornbuschsavannen. Bedingt durch die lange geographische Isolation beherbergt Madagaskar einzigartig bizarre Tiere. Es werden immer noch neue Arten entdeckt, während gleichzeitig ihr Lebensraum bedroht ist.
Mehr Infos bei 3sat
(Wiederholung am Dienstag, 26.9. um 16.55 Uhr)

ARD, 23.30 Uhr
Killer-Roboter – Dürfen Maschinen töten?

Film von Uri Schneider, 45 Min.
Nicht mehr Menschen, sondern Algorithmen und Softwares könnten bald auf den Schlachtfeldern der Zukunft über Leben und Tod entscheiden. Sogenannte Killer-Roboter fällen ohne menschliche Kontrolle die Entscheidung darüber, wann sie wo und wen töten. Der Film „Killer-Roboter – Dürfen Maschinen töten?“ fängt Stimmen leidenschaftlicher Gegner und kritischer Befürworter ein und zeigt ein moralisches Dilemma mit zahlreichen Facetten.
Mehr Infos bei der ARD

Dienstag, 26.9.2017

WDR, 20.15 Uhr
Die Tricks des Überlebens
Folge 3: Im Wald

Film von Paul Bradshaw, 45 Min.
Um zu überleben gilt für die Waldbewohner der Nordhalbkugel grundsätzlich eines: Beziehungen knüpfen – aber nicht nur in den eigenen Reihen. Es gibt Zusammenschlüsse von Individuen, die auf den ersten Blick fast abstrus wirken. Doch je kreativer die Überlebens-Tricks der Tiere und Pflanzen sind, desto größer ist auch ihre Chance, die extremen Klimabedingungen in Laufe eines Jahres zu überstehen und ihren Fortbestand zu sichern.
Mehr Infos beim WDR