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Pupille reagiert auf eingebildetes Licht

Nahaufnahme eines menschlichen Auges mit grau-grüner Iris, deutlich erkennbar die radial um die Pupille angeordneten Fasern

In hellem Licht verengen sich ganz automatisch die Pupillen der Augen. Dieser Reflex ist weniger schablonenhaft als gemeinhin angenommen, demonstrieren Versuche schwedischer Psychologen. Die Pupillen ihrer Versuchsteilnehmer verengten sich unterschiedlich stark, obwohl die vermeintlichen Helligkeitsunterschiede nur eingebildet waren.

Körperhaltung beeinflusst Denken

Das spitz zulaufende Stahlgerüst des Eiffelturms, schräg aus der Froschperspektive vor tiefblauem Himmel gesehen

Menschen in körperlicher Schieflage sehen die Welt mit etwas anderen Augen. Entsprechende Resultate liefern Experimente niederländischer Psychologen. Wurden die Teilnehmer unbewusst nach links aus der aufrechten Stellung gekippt, schätzten sie den Eiffelturm kleiner ein als bei einer leichten Schieflage nach rechts.

Hirnstruktur beeinflusst Wahrnehmung

Grafik zeigt zwei aufgeschnittene Gehirne mit Balken, Informationsfluss durch gelbe Pfeile symbolisiert, und die beiden Zustände des Punktemusters

Leichte Variationen im Gehirnaufbau haben einen verblüffenden Einfluss auf die Wahrnehmung, hat eine Frankfurter Forschergruppe entdeckt. Je besser die Verbindung zwischen den beiden Gehirnhälften ausgebaut ist, umso eher schließt das Gehirn aus blinkenden Lichtpunkten auf eine horizontale Bewegung.

Musik beeinflusst Wahrnehmung

Grafik aus Graustufen-Pixeln, darin schemenhaft erkennbar ein Smiley aus helleren Pixeln

Über ihren Effekt auf die Stimmung kann Musik auch die Wahrnehmung beeinflussen. Das belegt ein Experiment zweier niederländischer Forscher. Indem ihre Versuchsteilnehmer fröhliche Musik hörten, sahen sie öfter lachende Gesichter, wo gar keine waren.

Hündinnen sehen anders

Nahaufnahme eines Hundeauges mit hellbrauner Iris, hellbraunes Fell

Frauen und Männer nehmen die Welt oft etwas unterschiedlich wahr. Das gilt auch bei Hunden, zeigen Versuche Wiener Forscher. Wenn ein Ball kurzzeitig aus dem Blickfeld verschwindet und währenddessen seine Größe ändert, reagieren Hündinnen mit Verblüffung. Rüden zeigen sich dagegen völlig unbeeindruckt.

Gehirn akzeptiert dritten Arm

Foto zeigt Gummihand neben echter Hand, ein Messer über beiden schwebend

Das Gehirn hat eine ungefähre Vorstellung von den verschiedenen Teilen des Körpers. Dieses Körperbild ist allerdings leicht beeinflussbar, belegt ein verblüffendes Experiment schwedischer Forscher. Dessen Teilnehmer ließen sich auf einfache Weise dazu bringen, eine Gummiattrappe ganz selbstverständlich als dritten Arm wahrzunehmen.

Freuden der Wahrnehmung

Foto zeigt Nahaufnahme eines Auges mit feiner, blau-brauner Faserstruktur der Iris

Bei manchen Menschen sind verschiedene Sinne so eng miteinander verknüpft, dass beispielsweise Buchstaben oder Töne eine Farbwahrnehmung auslösen. Diese Personen scheinen besonders zu kreativer Betätigung zu neigen, haben Schweizer Psychologen ermittelt. Unter den von ihnen getesteten Kunststudierenden fanden sich deutlich mehr Synästhetiker als in einer Kontrollgruppe.

Lächeln ist weiblich

androgyne_gesichter_300

Als wie männlich oder weiblich eine Person wahrgenommen wird, hängt auch von ihrem Gesichtsausdruck ab. Das zeigen Experimente einer Psychologin im kanadischen Montréal. Zorn wirkt demnach eher männlich, während Freude oder Angst die femininen Aspekte betonen.

Fühlen hilft Hören

Conversation

Auf einer gut besuchten Party muss man sich schon konzentrieren, wenn man die Worte eines Gegenübers verstehen will. Dabei verlässt sich das Gehirn nicht allein auf die Ohren, lässt eine Studie kanadischer Forscher vermuten. Von der Haut registrierte Luftstöße haben demnach merklichen Einfluss darauf, wie eine Silbe wahrgenommen wird.

Robustes Gespür für Geometrie

Foto zeigt Hütte mit rundem Grundriss, darauf ein spitzkegeliges Dach, in einer trockenen Landschaft, blauer Himmel

Wie gut Menschen verschiedene Formen unterscheiden können, hängt nicht davon ab, wie häufig sie damit in ihrem Alltag konfrontiert werden. Das haben amerikanische und englische Psychologen bei Versuchen mit Nomaden in Namibia ermittelt. Diese konnten geometrische Objekte ebenso gut auseinanderhalten wie kalifornische Großstädter.

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