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Federevolution in Bernstein

Nahaufnahme einer kleinen Feder mit typischem verzweigtem Aufbau aus feinen Ästen, eingebettet in goldgelben Bernstein

Auf ein Familienalbum der Federevolution sind kanadische Forscher gestoßen. In mehr als 70 Millionen Jahre altem Bernstein fanden sie Federn in den unterschiedlichsten Evolutionsstadien – von haarförmigen Filamenten bis hin zu modern anmutenden, komplizierten Gebilden. Neben der Struktur der kreidezeitlichen Federn ist auch ihre Pigmentierung in allen Einzelheiten erhalten.

Beherrschte Vögel

Foto zeigt Seitenansicht eines großen schwarzen Vogels mit geöffnetem Schnabel

Manche Vögel sind zu erstaunlicher Selbstbeherrschung fähig, haben französische und österreichische Forscherinnen ermittelt. Bei ihren Experimenten konnten Raben und Krähen es sich minutenlang verkneifen, einen Leckerbissen zu verspeisen, um diesen später gegen einen besseren einzutauschen. Dabei half ihnen ein Trick, den auch Menschen und andere Primaten anwenden: Sie lenkten sich ab.

Kreidezeitlicher Kropf

Grafik zeigt Vogel mit braunem Gefieder, hell-dunklen Flügelbinden, Krallen an den Flügeln, eine runde Frucht im Schnabel, auf einem Stein in einem Ginkgo-Wald hockend

Der Kropf der Vögel ist eine uralte Entwicklung, sind chinesische und amerikanische Paläontologen überzeugt. Bei mehreren, rund 120 Millionen Jahre alten Vogelfossilien fanden sie Hinweise auf eine geräumige Aussackung der Speiseröhre, in der Pflanzensamen vor der eigentlichen Verdauung zwischengelagert und eingeweicht wurden.

Frühstart für große Vögel

Foto der breiten Füße eines Straußes mit großen Schuppen, stämmigen Krallen

Große Vögel konnten sich bereits im Schatten der klassischen Dinosaurier und Flugsaurier entwickeln. Das belegt ein fast 30 Zentimeter langer Unterkiefer, der in Kasachstan in rund 80 Millionen Jahre altem Gestein entdeckt worden war. Laut einer Analyse europäischer Forscher stammt das Fossil von einem Tier, das es problemlos mit den heutigen Rekordhaltern unter den Vögeln aufnehmen konnte.

Ein Schnabel für heiße Tage

Foto zeigt kleinen Vogel mit hellbraun-dunkelbraun geschecktem Gefieder neben einem gelb blühenden Kraut

Wer nicht schwitzen kann, muss an heißen Tagen auf andere Weise für Kühlung sorgen. Vögel nutzen dafür ihren Schnabel, folgern amerikanische Forscher nach Messungen an knapp 1.400 Ammern. Je höher die Temperaturen im Brutgebiet der Vögel steigen, desto größer ist demnach die Oberfläche ihres Schnabels. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

Attraktiver Körpergeruch bei Singvögeln

Foto zeigt zwei kleine Ammernvögel mit braunem Rücken und Schwingen, hellgrauem Bauch und Brust und schwarzem Kopf

Gerüche spielen im Leben der Vögel eine größere Rolle als lange Zeit angenommen. Amerikanische Biologinnen haben am Beispiel eines kleinen Singvogels ermittelt, dass die Tiere ihre Artgenossen am Duft des Bürzelfetts erkennen können. Besonders attraktiv ist demnach der Geruch der Männchen.

Fehlende Farben bei Vögeln

Portraitaufnahme eines Stockenten-Erpels mit metallisch blaugrün schimmerndem Kopfgefieder, gelb-orangefarbenem Schnabel

Die schiere Farbenpracht der Vögel ist im wahrsten Sinne des Wortes Ansichtssache. Das hat ein englisch-amerikanisches Forscherduo bei der Analyse von beinahe eintausend Gefiederproben ermittelt. Die in den Federn vorkommenden Farben decken demnach nicht einmal ein Drittel jenes Farbraums ab, den das hochentwickelte Vogelauge zu erfassen vermag.

Wie das Adlerauge atmet

Frontalaufnahme eines Uhus mit grau-weißem Gefieder, eng stehenden Augen mit orangefarbener Iris, schwarzer Pupille, den Schnabel geöffnet

Das Adlerauge verdankt seine sprichwörtliche Schärfe auch einem biochemischen Trick, vermuten Hamburger Forscher. Ein im Auge von Vögeln in großen Mengen vorkommendes Protein dient wahrscheinlich dazu, ausreichend Sauerstoff in die leistungsfähige Netzhaut zu schaffen.

Papageien können folgern

Seitliche Nahaufnahme eines großen Papageis mit hellgrauem Gefieder, hellgelber Iris, dunkelgrauem Schnabel

Graupapageien gelten nicht umsonst als besonders intelligente Vögel, demonstrieren Experimente österreichischer Verhaltensforscher. Einer ihrer gefiederten Versuchsteilnehmer war in der Lage, sich durch logisches Schließen einen Leckerbissen zu sichern.

Kreidezeitliches Jucken

Foto zeigt dunkelbraun-schwarzes Fossil einer Laus in sandfarbenem Gestein

Als die großen Dinosaurier von der Bühne der Evolution abtraten, war die Entwicklung der Vögel und Säugetiere bereits in vollem Gang. Diese Ansicht bekräftigt eine neue Untersuchung des Läuse-Stammbaums durch eine internationale Forschergruppe. Die Parasiten hatten sich demnach schon weit vor dem Massensterben vor 65 Millionen Jahren in zahlreiche spezialisierte Linien aufgespalten.

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