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Ein Virus-Universum im Abwasser

EM-Aufnahme zeigt Bakteriophagen mit ovalem Kopf und langem Schwanz

Ein großer Teil der biologischen Vielfalt ist noch völlig unbekannt. Ganz besonders gilt das für Viren, belegt eine Studie amerikanischer und spanischer Forscher. Im Abwasser dreier Großstädte fanden die Wissenschaftler Erbgut-Schnipsel, von denen sich nur ein Bruchteil bekannten Viren oder zumindest Virusfamilien zuordnen ließ.

Erfolgsfaktor Vielfalt

Foto zeigt eine kleine Ameise, den Kopf mit geöffneten Kiefern einer toten, zusammengekrümmten Artgenossin zugewandt

Vielfalt macht nicht nur Ökosysteme produktiver, sondern auch einzelne Ameisenvölker. Das haben Mainzer Forscher durch systematische Verhaltenstests an einzelnen Ameisen zeigen können. Je größer die Bandbreite der Aggressivität unter den Individuen einer Kolonie ist, umso mehr Nachkommen bringt diese hervor.

Vielfalt verwirrt

Collage zeigt sechs Münder, teils lachend, mit rot bis bläulich gefärbtem Lippenstift

Wer die Wahl hat, hat die Qual – nicht nur vor dem Supermarktregal, sondern auch bei der Partnersuche. Dieses Fazit ziehen zwei britische Forscher nach der Analyse von Speed-Dating-Veranstaltungen. Je stärker sich die teilnehmenden Männer bzw. Frauen unterschieden, umso seltener fanden die Teilnehmer des jeweils anderen Geschlechts einen potenziellen Traumpartner.

Vom Überleben der Goldigsten

Foto eines kurzhaarigen Chihuahuas, kleiner Hund mit großen Augen und Ohren, schiefgelegter Kopf

Je nach den momentanen “Sachzwängen”, kann die Evolution bemerkenswerte Wege einschlagen. Das beste Beispiel dafür ist der Haushund, zeigen Untersuchungen eines englisch-amerikanischen Forscherduos. Befreit von natürlichen Zwängen und gelenkt durch das ästhetische Empfinden der Züchter, hat die Schädelform bei den verschiedenen Hunderassen eine beispiellose Bandbreite erreicht.

Neue Arten aus dem Nebelwald

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Auf tropischen Berggipfeln harrt eine enorme biologische Vielfalt der Entdeckung. Den Beleg liefert eine Expedition in die Nebelwälder Ecuadors. Zu ihrer reichen Ausbeute zählen eine Schlangenart und nicht weniger als 30 Froscharten, die der Wissenschaft bislang unbekannt waren.

Gegensätze ziehen sich an

Portraitfoto eines männlichen Mandrills mit buschigem braunen Fell, kleinen eng stehenden Augen, farbenprächtiger Nase mit rotem Rücken und Nüstern und weiß-bläulichen Flanken

Gegensätze ziehen sich an – zumindest genetische. Das haben englische und französische Forscherinnen bei Untersuchungen an Mandrills ermittelt. Bei den Affen lassen die Weibchen bevorzugt solche Männchen zum Zuge kommen, von denen sie sich genetisch relativ stark unterscheiden.

Neue Karte der Genom-Variation

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Mutationen können nicht nur einzelne Buchstaben, sondern auch ganze Absätze und Seiten im “Buch des Lebens” verändern. Wie häufig solche Varianten im menschlichen Genom sind, zeigt eine großangelegte Studie amerikanischer Forscher. Bei rund 2.000 gesunden Personen konnten sie nicht weniger als 54.000 Fälle nachweisen, in denen größere DNA-Abschnitte verloren gegangen oder vervielfacht worden waren.

Alge streckt “Lichtfinger” aus

Foto zeigt Ceratium-Zelle als rundliches dunkles Gebilde mit drei langen Hörnern, an deren Spitzen fingerartige Fortsätze

Eine einzelliger Harlekin treibt sein verwirrendes Spiel mit der Forschung. Französische Biologen haben entdeckt, dass die dreizipfeligen Zellen einer Meeresalge tagsüber fingerartige Fortsätze ausstrecken, die zahlreiche Chloroplasten enthalten. Nach Einsetzen der Abenddämmerung werden diese Finger jedoch wieder eingezogen.

Gelegenheit macht Vielfalt

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Wo es eine Gelegenheit gibt, gibt es auch eine Spezies. Dank dieses Prinzips haben große Bäume keinen nennenswerten Effekt auf die Artenvielfalt in ihrer Umgebung, haben kanadische Biologen ermittelt. Vielmehr finden unter dem dichten Blätterdach kleine, spezialisierte Pflanzen ihr Auskommen.

Gene beeinflussen Partnerwahl

Gleich und Gleich gesellt sich nicht gern – zumindest in genetischer Hinsicht. Neue Belege für diese Vermutung präsentieren brasilianische Forscher auf einer Fachtagung in Wien. Für die Funktion des Immunsystems wichtige Gene unterscheiden sich bei Ehepartnern deutlich stärker als bei rein zufälliger Partnerwahl zu erwarten.

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