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Überleben – auch eine Frage der Persönlichkeit

Foto zeigt lilafarbenen Seestern mit stämmigen Armen an trockengefallenem Felsstrand

Besonders ängstliche Tiere haben nicht automatisch bessere Überlebenschancen. Das belegt ein Experiment, das amerikanische Biologen mit Schnecken und räuberischen Seesternen durchgeführt haben. Ein gewisses Maß an Ignoranz kann demnach sehr wohl von Vorteil sein – je nach Persönlichkeitstyp des Räubers.

Wenn Raben wie kleine Kinder handeln

Ein Rabe zeigt Artgenossen ein Spielzeugauto

Kleinkinder zeigen gerne Dinge her, indem sie darauf deuten oder diese in die Höhe halten. Genau jene Art von Gesten beobachteten Wiener Biologen auch an frei lebenden Raben: “Die Vögel nehmen Objekte aus ihrer unmittelbaren Umgebung, etwa einen Stein, ein Hölzchen oder einen Fichtenzapfen in den Schnabel, bauen sich damit vor Artgenossen auf und halten ihnen den Gegenstand vor den Schnabel”, sagt Thomas Bugnyar vom Department für Kognitionsbiologie der Universität Wien.

Robben haben Persönlichkeit

Foto zeigt ältere Robbe mit grau geschecktem Fell Schnauze an Schnauze mit einer jüngeren, helleren

Auch bei Robben gibt es unterschiedliche Persönlichkeiten. Das haben britische Meeresbiologen bei Versuchen auf einer Insel vor Schottland herausgefunden. Fuhren sie ein ferngesteuertes Auto an Robbenbabys heran, rief dies bei einigen Muttertieren nur einen müden Blick hervor, während andere sichtlich nervös wurden und immer wieder nach ihrem Jungen schauten.

Spendable Schimpansen

Portraitfoto eines Schimpansen mit graubraunem Fell, hohen Überaugenwülsten, Mittelscheitel

Schimpansen sind nicht die Egoisten, für die sie lange gehalten wurden. Das haben amerikanische Forscher erstmals mit Verhaltenstests zeigen können. Vor die Wahl gestellt, ob sie einen Leckerbissen nur für sich erhalten möchten oder ob zusätzlich auch eine Artgenossin bedacht werden soll, entscheiden sich Schimpansinnen überwiegend für die generöse Option.

Erfolgsfaktor Vielfalt

Foto zeigt eine kleine Ameise, den Kopf mit geöffneten Kiefern einer toten, zusammengekrümmten Artgenossin zugewandt

Vielfalt macht nicht nur Ökosysteme produktiver, sondern auch einzelne Ameisenvölker. Das haben Mainzer Forscher durch systematische Verhaltenstests an einzelnen Ameisen zeigen können. Je größer die Bandbreite der Aggressivität unter den Individuen einer Kolonie ist, umso mehr Nachkommen bringt diese hervor.

Warten auf den helfenden Rüssel

Elefanten sind nicht nur gesellig, sie können auch gut zusammenarbeiten. Dieses Fazit ziehen amerikanische und thailändische Verhaltensforscher nach Versuchen mit Asiatischen Elefanten. Die Dickhäuter lernten rasch, eine Aufgabe gemeinschaftlich zu lösen und im Zweifelsfall eine Weile auf den Partner zu warten.

Forscherinnen finden “Balzgene”

Zeichnung zeigt nebeneinander zwei, etwas unterschiedlich große Fliegen mit roten Augen und einem schwarzen Hinterleib

Wenn Taufliegen sich mit ihresgleichen beschäftigen, ändert sich die Aktivität von einigen Hundert Genen. Das haben zwei amerikanische Forscherinnen ermittelt. Darunter sind auch einige wenige Gene, die lediglich auf die Begegnung eines Männchens mit einem jungfräulichen Weibchen ansprechen.

Raben haben Konkurrenten im Blick

Zwei Raben in von einander getrennten Käfigen

Raben können die Sichtweise ihrer Artgenossen beurteilen und so deren mögliche Handlungen vorhersagen. Das belegen Versuche mit den Vögeln an der Universität Wien.

Uralte Manipulation

Makroaufnahme einer verpilzten Ameise, in ein Blatt verbissen, aus der ein keulenförmiger Fruchtkörper wächst, Einschub zeigt zwei Löcher beiderseits einer Blattader

Schon vor knapp 50 Millionen Jahren verstanden es Pilze, Ameisen unter ihre Kontrolle zu bringen. Entsprechende Hinweise hat ein amerikanisch-deutsches Forschertrio gefunden. An einem fossilen Blatt aus der Grube Messel entdeckten die Wissenschaftler hantelförmige Bissspuren, wie sie auch heutige Ameisen hinterlassen, wenn sie von einem parasitischen Pilz gesteuert werden.

Smarte Meerschweinchen

Nahaufnahme vom Gesicht eines braun-weißen Meerschweinchens

Hausmeerschweinchen haben ein deutlich kleineres Gehirn als ihre wilden Verwandten. Auf ihre geistigen Fähigkeiten scheint sich das jedoch nicht negativ auszuwirken, haben Münsteraner Verhaltensforscher ermittelt. Bei ihren Tests schnitten domestizierte Meerschweinchen sogar etwas besser ab als wilde Vettern.

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