Die Entdeckung zweier untergegangener Inseln vermelden australische Geowissenschaftler. Die beiden Erhebungen am Meeresgrund liegen einige Hundert Kilometer vor der Westküste Australiens. Nach Ansicht der Forscher handelt es sich um Bruchstücke des einstigen Superkontinents Gondwana.
Tief im Meer, an der Grenze zur ewigen Dunkelheit, wechseln mit den Lichtverhältnissen auch die Anforderungen an die Tarnung. Kleine Kopffüßer meistern diese Herausforderung mit einem bemerkenswerten Trick, haben zwei amerikanische Biologen entdeckt. Werden die Tiere von einem engen Lichtkegel erfasst, wie ihn manche Tiefseefische als Suchscheinwerfer einsetzen, verfinstern sie sich von einem Moment auf den nächsten.
Das Tiefsee-Tauchboot “Jiaolong” hat einen Landesrekord geknackt: Erstmals tauchte ein bemanntes chinesisches U-Boot im Pazifischen Ozean mehr als 5000 Meter tief. Über derartige Fahrzeuge verfügten bisher nur Frankreich, die USA, Russland und Japan.
Die Tiefsee ist sehr viel wetterfühliger als gemeinhin angenommen. Entsprechende Beobachtungen präsentieren amerikanische und französische Forscherinnen im Magazin “Science”. Große Wirbel an der Meeresoberfläche können demnach selbst in mehr als zwei Kilometern Wassertiefe starke Strömungen hervorrufen – und so für eine rasche Verteilung von Wärme, Mineralien und Lebewesen sorgen.
Das Liebesleben des Krills ist hektisch, aber nicht oberflächlich. Australischen Forschern ist es erstmals gelungen, die Paarung der kleinen Krebse im Südpolarmeer zu filmen. Überraschenderweise stellen die Männchen den Weibchen selbst noch in 700 Metern Tiefe nach.
Eine neue Fischart haben Forscher im Meer vor Chile entdeckt. Der bislang unbekannte Vertreter der Scheibenbäuche schwamm den Wissenschaftlern in einer Tiefe von gut sieben Kilometern vor die Kamera – in einer Etage des Ozeans, die bis vor einigen Jahren noch als praktisch unbelebt galt.
Der Klimawandel wirkt sich auch auf das Mittelmeer aus. Das haben spanische Ozeanografen anhand eines besonders umfangreichen Datensatzes belegen können. Seit dem letzten Jahrhundert haben sich die oberen “Stockwerke” des westlichen Mittelmeers demnach in einem Maße erwärmt, wie es gut zu den steigenden Temperaturen der Atmosphäre und des einströmenden Atlantikwassers passt.
Wo es etwas zu holen gibt, werden die Kleinen von den Großen verdrängt. Das gilt zumindest am Grund der Tiefsee, haben amerikanische Meeresbiologen beobachtet. In jenen Bereichen eines untermeerischen Canyons, in denen besonders viel organisches Material herabregnet, machen sich Seesterne und andere größere Tiere breit – auf Kosten kleiner Sedimentbewohner.
Wer in lichtlosen Tiefen lebt, muss fressen, was ihm vor das Maul kommt. Diesen Schluss legt ein Fütterungsexperiment nahe, das niederländische und schottische Forscher am Meeresgrund in 3.000 Metern Tiefe durchgeführt haben. Zu ihrer Verblüffung wurde der angebotene Spinat hauptsächlich von Grenadieren verspeist – bislang als Raubfische und Aasfresser betrachtet.
Am Meeresgrund geht ein wahrer Schnee abgestorbener Organismen aus lichtdurchfluteten Wasserschichten nieder. In fast elf Kilometern Tiefe im Marianengraben stellt das kostbare Material nicht nur die Nahrungsgrundlage dar, haben englische und japanische Forscher entdeckt. Dort heimische Einzeller verwenden es auch als Baumaterial für eine stabile Hülle.
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