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Farbstichige Linse, schlechter Schlaf

Nahaufnahme eines Auges, beleuchtet von einem schmalen Lichtband, das die verschiedenen Oberflächen im optischen Apparat sichtbar macht

Wenn insbesondere ältere Menschen nur noch schlecht schlafen, könnte das auch an ihren Augen liegen. Entsprechende Hinweise haben dänische Mediziner bei einer Studie mit knapp eintausend Teilnehmern erhalten. Diese litten umso eher unter Schlafstörungen, je stärker ihre Augenlinsen im Laufe der Jahre gelbstichig geworden waren.

Das Gehirn in den Schlaf wiegen

Foto zeigt Baby, fest schlafend in einer grob geknüpften Hängematte

Wiegen und Hängematten sind bewährte Einschlafhilfen. Warum das so ist, haben Genfer Neurowissenschafter untersucht. Sanfte Schaukelbewegungen haben demnach einen deutlichen Effekt auf das Muster der Gehirnströme und beschleunigen den Übergang in tiefere Schlafphasen.

Höhlenfische verlernen das Schlafen

Foto zeigt zwei kleine fahlweiße und augenlose Fische in schwarzem Wasser

Indem sich eine Fischart an das Leben in einer Höhle anpasst, verliert sie üblicherweise ihre Färbung und ihre Augen, während andere Sinne schärfer werden. Amerikanische Biologen haben nun eine weitere typische Eigenart der Höhlenbewohner entdeckt: Sie schlafen sehr viel weniger als ihre Verwandtschaft in lichtdurchfluteten Gewässern.

Fische schlafen im Moskitonetz

Foto zeigt rötlichen Papageifisch mit blauem Auge, eingehüllt in einen durchsichtigen, mit Sand verklebten Schleimkokon im Wasser schwebend

Manche Fische schlafen in einer Hülle aus Schleim. Eine Funktion dieses Schlafsacks haben australische Forscherinnen nun erstmals durch Versuche nachweisen können. Der Schleim verhindert demnach, dass die Schläfer von blutsaugenden Krebsen attackiert werden.

Blaumeisen haben unterschiedliche Schlafbedürfnisse

Blaumeise auf einem Baum

Blaumeisen schlafen im Winter länger als im Sommer, wobei sie an helleren Standorten früher aufwachen. Weibchen schlafen länger als Männchen, haben in der Nacht längere Wachphasen und bleiben am Morgen länger in ihrem Nistkasten. Dabei zeigten sich auch ausgeprägte individuelle Unterschiede im Schlafverhalten. Das belegt eine Studie, für die Max-Planck-Forscher eine High-Tech-Überwachung einsetzten.

Graue Morgenstunde

Panoramafoto zeigt schmalen Streifen ferner Hügel, darüber tiefblauer Himmel mit Schäfchenwolken, die von der aufgehenden Sonne rosa gefärbt werden

Nach einer Mütze Schlaf sieht die Welt gleich ganz anders aus. Diese Aussage kann man durchaus wörtlich nehmen, lässt ein kleines Experiment amerikanischer Forscher vermuten. Die Teilnehmer nahmen leicht farbstichige Grautöne am Ende eines Tages als etwas grüner wahr als nach einer durchschlafenen Nacht.

Nachsitzen im Traum

Schlafendes Mädchen

Schlafen hilft dem Gehirn, neues Wissen und neue Erfahrungen zu verarbeiten. Besonders effektiv ist dieser Prozess während des Träumens, lässt ein Experiment amerikanischer Forscher vermuten. Ihre Versuchsteilnehmer fanden sich besonders gut in einem Irrgarten zurecht, wenn sie nach dem ersten Besuch darin ein Nickerchen gehalten und entsprechende Träume durchlebt hatten.

Demenz im Schlaf ermittelt

schlafende Frau

Aus der Lage eines Patient in seinem Bett kann auf die Schwere einer Demenz geschlossen werden. Damit genügt die bloße Beobachtung des spontanen Verhaltens, um Hinweise auf die kognitive Leistungsfähigkeit eines Patienten zu erhalten. Diese Möglichkeit entdeckten Wissenschaftler der Universität Leipzig und der Universität Würzburg bei Versuchen mit 110 Patienten einer Klinik für Neurologie.

Fische für Pharmaka

Foto zeigt beinahe vollständig transparente Fischlarve mit dunklen Augen und Magen

Schlafen und Wachen werden bei Mensch und Fisch sehr ähnlich reguliert. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Forscher nach Versuchen mit wahren Schwärmen winziger Fischlarven. Eine ganze Reihe von Wirkstoffen, die beim Menschen beispielsweise aktivierend oder dämpfend wirken, zeitigte bei den Tieren vergleichbare Effekte.

Gezieltes Gedächtnistraining im Schlaf

SW-Foto zeigt Blick auf Schuhe und übereinander geschlagene Beine eines Menschen, der auf einer Holzbank liegt

Im Schlaf ist das Gehirn alles andere als untätig, bestätigt ein Experiment amerikanischer Psychologen. Die Teilnehmer konnten sich besonders gut an die Positionen von Bildern erinnern, wenn sie während eines kurzen Nickerchens die zugehörigen Geräusche gehört hatten.

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