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Krähen lernen zu hassen

Foto zeigt Krähe am Ufer eines Gewässers

Krähen müssen eine unangenehme Erfahrung nicht am eigenen Leib machen, um künftig auf der Hut zu sein. Ein Langzeitexperiment amerikanischer Biologen zeigt, dass die Vögel den Argwohn gegenüber bestimmten Menschen von ihren Artgenossen lernen können und dass dieses Wissen über Jahre Bestand hat.

Libellen benötigen Partner-Training

Foto zeigt kleine, schlanke Libelle mit dunkelblauem Leib und dunkler Flügelbinde auf einem Blatt vor hellem Hintergrund

Insekten benötigen etwas Übung, um den richtigen Partner auch als solchen zu erkennen. Das haben schwedische Forscher bei Experimenten mit Libellen entdeckt. Dabei zeigten die Weibchen einer Art durchaus Interesse für die Männchen einer anderen Art, wenn sie ohne Kontakt zu dieser Spezies aufgewachsen waren.

“Kitt” hilft beim Lernen

Mikroskopaufnahme zeigt bräunlich angefärbte Nervenzellen mit dreieckigem Zellkörper und langen Ausläufern in grünlicher Matrix

Lernen und Erinnern sind keine Sache allein der Nervenzellen. Neue Belege für diese Ansicht präsentieren englische und französische Neurowissenschaftler im Magazin “Nature”. Ein im Gehirn häufiger und vermeintlich stummer Zelltyp beeinflusst demnach, wie gut Signale von einer Nervenzelle auf eine andere überspringen.

Gezieltes Gedächtnistraining im Schlaf

SW-Foto zeigt Blick auf Schuhe und übereinander geschlagene Beine eines Menschen, der auf einer Holzbank liegt

Im Schlaf ist das Gehirn alles andere als untätig, bestätigt ein Experiment amerikanischer Psychologen. Die Teilnehmer konnten sich besonders gut an die Positionen von Bildern erinnern, wenn sie während eines kurzen Nickerchens die zugehörigen Geräusche gehört hatten.

Gute Gene, gute Fahrer?

Foto zeigt Mann mit Hemd und Krawatte, die Hände an einem Autolenkrad, im Hintergrund leicht psychedelische Farbverläufe

Wer sich im Sport oder in der Fahrschule immer etwas ungeschickt angestellt hat, kann das vielleicht auf sein Erbgut schieben. Entsprechende Resultate hat eine kleine Studie amerikanischer Neurowissenschaftler erbracht. Menschen mit einer bestimmten Genvariante tun sich demnach relativ schwer beim Lernen von Bewegungsabläufen.

Kafka spornt das Hirn an

Eine Frau hält ein aufgeschlagenes Buch auf ihren Knien

Lehrer tun gut daran, ihre Schüler gelegentlich ins Schwimmen zu bringen. Diesen Schluss legen Versuche eines kanadisch-amerikanischen Forscherduos nahe. Nachdem die Teilnehmer einen verwirrenden Text von Franz Kafka gelesen hatten, suchte ihr Gehirn nach einem festen Halt – und fand ihn in den Regeln einer künstlichen Grammatik.

Kaltblütig aus dem Ei

froschlaich-kaulquappen

Schon im Ei lernen Frösche ihre künftigen Fressfeinde von harmlosen Zeitgenossen unterscheiden, haben kanadische Biologen entdeckt. Bei ihren Versuchen wurde Froschlaich dem “Geruch” räuberischer Salamander ausgesetzt, allerdings ohne zusätzliche Gefahrensignale. Selbst Wochen später waren die Kaulquappen nicht davon zu überzeugen, dass Salamander eine Bedrohung darstellen.

Wie das Gehirn Wörter findet

Wer eine Unterhaltung in einer fremden Sprache hört, nimmt meist nur einen steten Strom von Silben wahr. Wie gut das Gehirn diesen Strom bändigen lernt, lässt sich auf verblüffend einfache Weise verfolgen, haben japanische und chinesische Neurowissenschaftler entdeckt. Ein Ausschlag in den Gehirnstrommessungen zeigt an, ob die Grenze zwischen zwei Wörtern erkannt wird oder nicht.

Ab 12 machen Fehler klug

Teacher explaining to schoolchildren the task.

Um das 12. Lebensjahr herum entwickeln Kinder eine völlig neue Lernstrategie, demonstrieren Untersuchungen niederländischer Neurowissenschaftlerinnen. Waren die Kinder in jüngeren Jahren noch auf die Bestätigung richtigen Verhaltens angewiesen, können sie nun auch aus Fehlern lernen.

Säuglinge interpretieren gern

saeuglinge-interpretieren

Wer mit Säuglingen zu tun hat, muss auf Missverständnisse gefasst sein. Ungarische Forscher haben entdeckt, dass die Kinder bei einem klassischen Versuch nicht etwa deshalb versagen, weil sie die Welt nicht begreifen oder ihre Handlungen nicht unter Kontrolle haben. Vielmehr scheinen sie den Darbietungen eines Mitmenschen zu viel Bedeutung beizumessen.

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