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Kabeljau mit alternativer Abwehr

Grafik zeigt Seitenansicht eines Kabeljaus

Mit einer handfesten Überraschung kann das Erbgut des Kabeljaus aufwarten. Norwegische Forscher haben das Genom des wirtschaftlich bedeutsamen und vermeintlich wohlbekannten Fischs erstmals vollständig sequenziert. Es zeigte sich, dass das Abwehrsystem der Tiere gewissermaßen auf einem Auge blind ist. Dafür sieht das andere Auge umso besser.

Genetisches Erbe einer Hochkultur

Foto zeigt mittelgroße Schildkröte mit dunkelbraunem Panzer auf einer Wiese

Die Maya haben ihre Spuren nicht nur in Form imposanter Pyramiden hinterlassen, sondern auch im Erbgut einer Wasserschildkröte. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Forscher nach genetischen Untersuchungen. Obwohl verschiedene Populationen der Art durch Gebirgszüge und große Entfernungen voneinander getrennt sind, scheint in der Vergangenheit ein reger genetischer Austausch zwischen ihnen bestanden zu haben.

Revolutionärer Häuslebauer

Mikroskopaufnahme zeigt annähernd kaulquappenförmigen Organismus in großem geleeartigen Haus mit mehreren Filterwänden

Auch im Genom der Tiere können althergebrachte Traditionen über den Haufen geworfen werden. Das belegt ein kleiner Meeresbewohner, dessen Erbgut eine internationale Forschergruppe sequenziert hat. Die Gene des entfernt kaulquappenähnlichen Organismus sind sehr viel straffer organisiert und völlig anders angeordnet als bei irgendeinem anderen Tier.

Uralte Begleiter

EM-Aufnahme zeigt Parvoviren als helle Kugeln auf dunklerem Untergrund

Viele der heutigen Viren können auf eine überraschend lange Familiengeschichte zurückblicken. Diesen Schluss legen Untersuchungen amerikanischer Forscher nahe. Im Erbgut verschiedenster Wirbeltiere fanden sie Sequenzen heute noch zirkulierender Viren, die bereits vor Jahrmillionen in das Genom ihrer Wirte integriert wurden.

Pflanze hat größtes Genom

Foto zeigt Gruppe kleiner Pflanzen mit weißen, sternförmigen Blüten in breiten Blattrosetten

Eine in Japan wachsende Einbeere hat das größte Genom aller bislang studierten Organismen. Englische Pflanzengenetiker haben ermittelt, dass jede Keimzelle des Gewächses gut 152 Billionstel Gramm DNA enthält – rund 50 Mal mehr als der Wert beim Menschen und 2.400 Mal mehr als bei der Blütenpflanze mit dem kleinsten Genom.

Herkunftsstempel im Genom

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Noch vor einigen Jahrzehnten verbrachten Menschen meist ihr gesamtes Leben an einem Ort und fanden dort ihren Partner. Das Resultat ist eine sehr feine genetische Struktur, zeigt eine Untersuchung europäischer Forscher. Anhand zahlreicher kleiner Unterschiede im Erbgut konnten sie Insel- bzw. Gebirgsbewohner mit teils 100-prozentiger Trefferquote ihrem Herkunftsort zuordnen.

Mehr Ordnung im Säugergenom

Foto eines Orangutans mit langen rötlichen Haaren, großem dunklen Gesichtswulst

Der Niedergang der Dinosaurier wirkt sich noch heute auf das Erbgut der Säugetiere aus, glauben amerikanische Forscher. Ihrer Untersuchung zufolge, ist es für genetische Parasiten seit dem Ende der Kreidezeit immer schwieriger geworden, sich in den Genomen von Säugern festsetzen.

Neue Karte der Genom-Variation

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Mutationen können nicht nur einzelne Buchstaben, sondern auch ganze Absätze und Seiten im “Buch des Lebens” verändern. Wie häufig solche Varianten im menschlichen Genom sind, zeigt eine großangelegte Studie amerikanischer Forscher. Bei rund 2.000 gesunden Personen konnten sie nicht weniger als 54.000 Fälle nachweisen, in denen größere DNA-Abschnitte verloren gegangen oder vervielfacht worden waren.

Genetisches Flickwerk

Schema eines kleeblattartigen RNA-Moleküls vor und nach der Fehlerkorrektur, viele rote durch grüne Bausteine ersetzt

Auf genetisches Flickwerk in ungeahntem Ausmaß sind Bonner und Bielefelder Forscher gestoßen. In der Mitochondrien-DNA eines urtümlichen Brachsenkrauts fanden sie mehr als 1.400 Fehler, die nachträglich berichtigt werden – vermutlich mit einem Arsenal hochspezialisierter Werkzeuge, deren Bauanleitung wiederum in der DNA liegt.

Erstes Krebs-Genom sequenziert

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Von einer normalen Körperzelle bis zum Tumor ist es ein langer Weg. Welche genetischen Veränderungen er mit sich bringt, haben amerikanische Forscher nun erstmals umfassend erfasst. Sie sequenzierten das Erbgut sowohl in normalen als auch in entarteten Zellen einer Leukämiepatientin. Der Vergleich dieser Daten ergab, dass die Krebszellen Mutationen in 10 Genen aufwiesen.

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