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Neue Gene für das Gehirn

Leicht eingefärbter MRI-Schnitt durch den menschlichen Schädel, entlang der Mittellinie, zeigt das Gehirn mit seinen verschiedenen Teilen

Der Mensch verdankt sein leistungsfähiges Gehirn unter anderem einer Vielzahl neuer Gene. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Forscher nach einem Vergleich von Mensch und Maus. Von jenen Genen, die erst nach der Trennung der beiden Linien im jeweiligen Erbgut aufgetaucht sind, ist beim Mensch demnach ein größerer Anteil im Gehirn aktiv als beim Nager.

Erbgut beeinflusst Kaffeedurst

Nahaufnahme gerösteter, tiefbrauner Kaffeebohnen auf einer Holzunterlage

Wie viel Kaffee ein Mensch trinkt, hängt auch von seinen Genen ab. Diese Vermutung bekräftigt eine Untersuchung niederländischer und australischer Forscherinnen. Zwei winzige Erbgutvarianten gehen demnach mit einem höheren Konsum einher – vermutlich, weil sie den Abbau des Koffeins und anderer Inhaltsstoffe und damit die Wirkung des Gebräus beeinflussen.

Genetische Basis für Rückenschmerzen

Foto zeigt Ansicht des unteren Rückens einer nackten Frau

Zumindest bei Frauen sind Rückenschmerzen auch eine Frage der Gene, hat eine internationale Forschergruppe im Rahmen einer Studie mit mehr als zweitausend Zwillingsschwestern ermittelt. Bei eineiigen Zwillingspaaren mit ihrem identischen Erbgut sind demnach häufiger beide Schwestern von Kreuzschmerzen betroffen als bei zweieiigen Paaren.

Gene werden rasch unentbehrlich

Mikroskopaufnahme zeigt grün fluoreszierende, fertig entwickelte Fliege in ihrer Puppenhülle

Junge Gene werden oft als schmückendes Beiwerk angesehen, das lediglich für Vielfalt im Stammbaum sorgt. Das Gegenteil ist der Fall, zeigen Experimente amerikanischer Genetiker mit Fliegen. Sehr junge, nur wenige Jahrmillionen alte Gene sind demnach nicht seltener überlebenswichtig als solche, die schon seit Urzeiten zum Erbgut gehören.

Familiäre Gesichtserkennung

Wie gut ein Mensch andere Personen wiedererkennt, hängt in erstaunlichem Maße von seinem Erbgut ab. Entsprechende Resultate hat ein Internet-Experiment erbracht, das eine internationale Forschergruppe durchgeführt hat. Eineiige Zwillinge schnitten dabei ähnlich gut ab, während sich bei zweieiigen Zwillingen teils deutliche Unterschiede zeigten.

Erbgutlücke macht dick

Messung des Bauchumfanges mit einem Maßband

Viele Erbgutvarianten bringen ein nur leicht erhöhtes Risiko für Übergewicht mit sich. Von erstaunlicher Durchschlagskraft ist dagegen eine Variante, die eine internationale Forschergruppe identifiziert hat. Der Wegfall eines DNA-Abschnitts mit etwa 30 Genen geht demnach praktisch immer mit Fettsucht im Erwachsenenalter einher.

Vögel sind kluge Architekten

Webervogel an seinem Nest

Wenn sich ein Vogel an den Nestbau macht, gibt ihm sein biologisches Erbe nur einen groben Bauplan vor. Zu diesem Schluss kommen schottische und botswanische Forscher nach einem systematischen Vergleich der kunstvollen Nester von Webervögeln. Faktoren wie Witterung und Baumaterial und nicht zuletzt die Erfahrung eines jeden Individuums spielen demnach ebenfalls eine wichtige Rolle.

Neue Gene im Mensch

SW-Foto zeigt Schimpanse an gedecktem Tisch, ein Glas haltend, ein Mann in weißem Tropenanzug schenkt ihm ein

Was genau den Menschen von seinen nächsten Verwandten unterscheidet, ist immer noch eine offene Frage. Hinweise zu ihrer Klärung liefert ein Genomvergleich, den irische Forscher angestellt haben. Sie konnten erstmals Gene identifizieren, die sehr wahrscheinlich erst nach der Trennung vom Schimpansen neu im menschlichen Erbgut entstanden sind.

Gen für weiblichen “Bauchspeck” gefunden

Messung des Bauchumfangs

Wie leicht ein Mensch durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel zu Übergewicht kommt, hängt auch von seinem Erbgut ab. Drei der beteiligten Gene hat ein internationales Forscherkonsortium nun identifiziert. Darunter ist das erste bekannte Gen, das offenbar nur bei Frauen die Ablagerung von Bauchfett beeinflusst.

Gene beeinflussen Partnerwahl

Gleich und Gleich gesellt sich nicht gern – zumindest in genetischer Hinsicht. Neue Belege für diese Vermutung präsentieren brasilianische Forscher auf einer Fachtagung in Wien. Für die Funktion des Immunsystems wichtige Gene unterscheiden sich bei Ehepartnern deutlich stärker als bei rein zufälliger Partnerwahl zu erwarten.

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