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Computer übersetzt Gehirnsignale

Schema zeigt Körpersilhouette, darin Gehirn, Rückenmark, Nerven

Wenn die Nervenverbindung zwischen Gehirn und Muskeln unterbrochen ist, kann eine elektronische Umgehung zumindest einen Teil der Beweglichkeit wiederherstellen. Das zeigen Versuche an Affen, die amerikanische Mediziner durchgeführt haben. Die Tiere konnten mit einem Ball hantieren, indem die Steuersignale ihres Gehirns per Computer in Reizströme für die Armmuskeln übersetzt wurden.

Gips verändert Gehirn

Verletzung

Wenn der Arm nach einem Knochenbruch vorübergehend nicht bewegt werden kann, stellen sich bald auch Veränderungen im Gehirn ein. Das haben Zürcher Forscher bei einer Untersuchung mit zehn Teilnehmern ermittelt. Bei diesen schrumpften die für den gebrochenen Arm zuständigen Gehirnbereiche binnen zwei Wochen deutlich.

Viel Hirn, wenig Platz

Bläulich eingefärbter mikroskopischer Schnitt durch das Prosoma einer Spinne zeigt helle Masse, die sich bin in die Beine erstreckt

Kleine Spinnen sehen sich mit einem Platzproblem der besonderen Art konfrontiert. Forscher in Panama und Costa Rica haben ermittelt, dass das Spinnenhirn mit abnehmender Körpergröße immer mehr Raum beansprucht. Das geht so weit, dass bei kleinen Exemplaren Teile des Zentralnervensystems in die Beine ausgelagert werden.

Klub der Netzwerker

Grafik zeigt grün, gelb bzw. rot eingefärbte Punkte, die die Konturen des Gehirns nachzeichnen, zwischen ihnen Verbindungslinien der gleichen Farben

Einige Gehirnregionen besitzen besonders viele Verbindungen mit anderen Gehirnregionen. Diese Regionen bilden im Hirn eine Art Klub, haben zwei amerikanische und niederländische Forscher entdeckt. Ein unerwartet großer Anteil ihrer vielen Verbindungen führt demnach zu anderen gut verknüpften Regionen.

Menschen lesen mit Akzent

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Menschen lesen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Entsprechende Resultate liefert ein elegantes Experiment, das englische Psychologinnen mit Teilnehmern aus verschiedenen Landesteilen durchgeführt haben. Bekamen diese ein Gedicht zum stillen Lesen, dessen Reim in dem jeweiligen Akzent nicht passte, so sprang ihr Blick verwirrt zwischen den entsprechenden Zeilen hin und her.

Umleitung im Gehirn

Grafik zeigt zwei MRI-Schnitte durch das Gehirn, links mit im Querschnitt wurmförmigem Balken, rechts ohne

Das menschliche Gehirn kann den Wegfall eines seiner wichtigsten Datenkabel erstaunlich gut verkraften. Entsprechende Resultate liefert eine kleine Studie amerikanischer Neurowissenschaftler. Bei Personen, die ohne Balken als Hauptverbindung zwischen den beiden Gehirnhälften geboren wurden, scheinen die beiden Hemisphären problemlos miteinander zu kommunizieren – zumindest im Ruhezustand.

Neue Gene für das Gehirn

Leicht eingefärbter MRI-Schnitt durch den menschlichen Schädel, entlang der Mittellinie, zeigt das Gehirn mit seinen verschiedenen Teilen

Der Mensch verdankt sein leistungsfähiges Gehirn unter anderem einer Vielzahl neuer Gene. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Forscher nach einem Vergleich von Mensch und Maus. Von jenen Genen, die erst nach der Trennung der beiden Linien im jeweiligen Erbgut aufgetaucht sind, ist beim Mensch demnach ein größerer Anteil im Gehirn aktiv als beim Nager.

Eine Hand weiß, was die andere tut

Stich zeigt Ansicht des Gehirns von oben, zwei Gehirnhälften, zahlreiche Furchen und Windungen

Das Körpergefühl ist im Gehirn weniger einseitig angelegt als lange Zeit angenommen. Das belegt der Fall einer Patientin, die Tübinger Neurowissenschaftler untersucht haben. Nach einer Schädigung in der rechten Gehirnhälfte konnte die Frau die Position ihrer rechten Hand nur noch ungenau fühlen. Eigentlich sollte die Lageinformation über diese Hand aber in der linken Gehirnhälfte verarbeitet werden.

Muttersprache denkt mit

Im Gehirn zweisprachiger Menschen ist die Muttersprache stets aktiv. Diesen Schluss zieht eine englische Forschergruppe nach Versuchen mit in England lebenden Chinesen. Diese erkannten englische Wörter besonders schnell, wenn sie zuvor unbewusst einen Hinweis erhalten hatten, der nur in ihrer Muttersprache einen Sinn ergab.

Gelernte Riecher

Foto zeigt Blick vom Fußende auf einen liegenden Mann, den Kopf in einem mächtigen Torus, über ihn gebeugt eine junge Frau

Eine gute Nase ist auch eine Frage der Übung, zeigen Untersuchungen einer französischen Forschergruppe. Allein die Vorstellung eines Geruchs ruft demnach bei Parfümeuren eine ähnliche Gehirnaktivität hervor wie das tatsächliche Riechen. Und je größer die Erfahrung ist, umso leichter gelingt das Riechen durch die geistige Nase.

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