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Großer Raubsaurier mit Federn

Grafik zeigt zweibeinigen Dinosaurier mit kurzen Armen, lang gestrecktem Körper, gelbem Knochenkamm auf der Schnauze, kleinen gelben Augen, bräunlichem Gefieder

Nicht nur kleine, auch sehr große Dinosaurier trugen mitunter ein Federkleid. Diesen Schluss legen in China gefundene Fossilien aus der Kreidezeit nahe. Sie stammen von einem urtümlichen Verwandten des Tyrannosaurus rex, der es auf gut 1,4 Tonnen Körpermasse brachte. Die Schuppenhaut des Räubers war offenbar großflächig mit primitiven Federn bedeckt.

Microraptor trug schillerndes Federkleid

Rekonstruktion des Gefieders eines Microraptor

Der Microraptor, ein gefiederter Raubsaurier der Kreidezeit, war von eher unscheinbarer Gestalt. Gerade mal so groß wie eine Taube trug er ein schlichtes schwarzes Federkleid. Unter Lichteinfall konnte dieses aber bläulich schillern, sagen US-amerikanische und chinesische Forscher. Sie identifizierten fossile Federn, die den Microraptor mit heute lebenden Vögeln vergleichbar machen.

Federevolution in Bernstein

Nahaufnahme einer kleinen Feder mit typischem verzweigtem Aufbau aus feinen Ästen, eingebettet in goldgelben Bernstein

Auf ein Familienalbum der Federevolution sind kanadische Forscher gestoßen. In mehr als 70 Millionen Jahre altem Bernstein fanden sie Federn in den unterschiedlichsten Evolutionsstadien – von haarförmigen Filamenten bis hin zu modern anmutenden, komplizierten Gebilden. Neben der Struktur der kreidezeitlichen Federn ist auch ihre Pigmentierung in allen Einzelheiten erhalten.

Frühstart für große Vögel

Foto der breiten Füße eines Straußes mit großen Schuppen, stämmigen Krallen

Große Vögel konnten sich bereits im Schatten der klassischen Dinosaurier und Flugsaurier entwickeln. Das belegt ein fast 30 Zentimeter langer Unterkiefer, der in Kasachstan in rund 80 Millionen Jahre altem Gestein entdeckt worden war. Laut einer Analyse europäischer Forscher stammt das Fossil von einem Tier, das es problemlos mit den heutigen Rekordhaltern unter den Vögeln aufnehmen konnte.

Großes Fressen am Dinosaurier-Ei

Foto zeigt untere Hälfte eines großen Eis in grauem Gestein, darin mehrere wurstförmige Objekte und eine Messingmünze zum Größenvergleich

Schon in der Kreidezeit war Eidotter eine willkommene Nahrungsquelle. Das zeigen beinahe fingerdicke Insektenkokons, die argentinische Forscher im fossilen Gelege eines großen Dinosauriers gefunden haben. Die Puppenhüllen stammen vermutlich von Wespen, die von einem zerbrochenen Ei angelockte Gliederfüßer als Brutstätte für ihren eigenen Nachwuchs nutzten.

Raubsaurier aus dem Sauerland

Nahaufnahme des dunkelbraunen schlanken Zahns mit gesägten Kanten

Im Sauerland waren einst Raubsaurier unterwegs, die man dort nicht vermutet hätte. Das hat ein Münsteraner Forscher anhand eines fossilen Zahns ermittelt, der in aller Eile aus einem Steinbruch geborgen worden war. Das kreidezeitliche Relikt stammt demnach von einem Dromaeosaurus – einer Dinosauriergattung, die man lange Zeit nur in Nordamerika wähnte.

Hochtourige Dinosaurier

Dinosaur Giganotosaurus

Lange Zeit als behäbige Echsen angesehen, könnten die Dinosaurier durchaus zu körperlichen Höchstleistungen fähig gewesen sein. Neue Belege für diese Sichtweise haben australische, kanadische und deutsche Forscher gefunden. Gemessen an den Öffnungen, durch die das Knochengewebe mit Blut versorgt wurde, könnten die urzeitlichen Reptilien ihren Stoffwechsel bei Bedarf ähnlich stark beschleunigt haben wie heutige Säugetiere.

Wohltemperierte Riesen

Grafik zeigt Dinosaurier mit langem, aufgerichtetem Hals, aufgerissenem Maul, langem Schwanz

Dinosaurier waren nicht die kaltblütigen Echsen, für die sie lange gehalten wurden. Neue Belege für diese Ansicht liefert eine Bestimmung der Körpertemperatur, die amerikanische und deutsche Forscher im Magazin “Science” vorstellen. Ihren fossilen Zähnen nach zu urteilen, dürften es zumindest die langhalsigen Riesen aus der Gruppe der Sauropoden auf Werte zwischen 36 und 38 Grad Celsius gebracht haben.

Mini-Dinosaurier entdeckt

Grafik zeigt vogelartiges Tier, braunes Gefieder mit schwarzen Flügelbinden und weißem Bauch, Federkamm

Auf das Fossil eines ungewöhnlich kleinen Dinosauriers sind englische Forscher gestoßen. Der wenige Millimeter große Wirbel war in einer Tongrube bei der südenglischen Stadt Bexhill-on-Sea entdeckt worden. Wahrscheinlich gehört er zu einem zweibeinigen Räuber oder Allesfresser, der nicht größer war als eine Elster.

Kreidezeitliches Jucken

Foto zeigt dunkelbraun-schwarzes Fossil einer Laus in sandfarbenem Gestein

Als die großen Dinosaurier von der Bühne der Evolution abtraten, war die Entwicklung der Vögel und Säugetiere bereits in vollem Gang. Diese Ansicht bekräftigt eine neue Untersuchung des Läuse-Stammbaums durch eine internationale Forschergruppe. Die Parasiten hatten sich demnach schon weit vor dem Massensterben vor 65 Millionen Jahren in zahlreiche spezialisierte Linien aufgespalten.

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