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Antarktis: Pflanzliche Passagiere reisen mit Menschen ein

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Menschliche Hilfe erleichtert die Ansiedlung ortsfremder Pflanzen in der Antarktis, denn Touristen und Wissenschaftler tragen ungewollt zahlreiche Pflanzensamen mit sich. Im Durchschnitt reisen mit jedem Besucher 9,5 Pflanzensamen in die Antartkis ein, ergab eine Untersuchung südafrikanischer Forscher. Lesen Sie weiter bei Scienceticker Umwelt.

Warme Oasen im Eismeer

Foto zeigt von weißen Krabben dicht an dicht bedeckten Meeresgrund mit dunklem Gestein

Am Grund des Südpolarmeers gibt es Oasen, in denen es von exotischem Leben nur so wimmelt. Das haben europäische und amerikanische Forscher entdeckt. Mithilfe von druckfesten Kameras und Tauchrobotern fanden sie untermeerische Quellen, aus denen mehr als 380 Grad Celsius heißes Wasser voller Schwefelwasserstoff austritt und in deren Umgebung fremdartige Tiergemeinschaften gedeihen. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

Ein Sauropode aus dem Eis

Luftaufnahme zeigt teils von Eis und Schnee bedeckte Insel mit dunklen Bergen, am Horizont eine langgestreckte Halbinsel

So bizarr die massigen und langhalsigen Dinosaurier aus der Gruppe der Sauropoden heute anmuten, so erfolgreich waren sie einst. Das demonstriert eine Entdeckung argentinischer Forscher. Auf einer Insel der Antarktis fanden sie einen Wirbel, der von einem der kreidezeitlichen Riesen stammt.

Antarktische Flora reagiert auf Klimawandel

Foto: Sharon Robinson

Der Klimawandel macht sich in der Antarktis stärker bemerkbar als bislang angenommen. Entsprechende Resultate liefern Untersuchungen australischer Biologen und Kernphysiker. Anhand von Kohlenstoff aus Kernwaffentests konnten sie nachweisen, dass sich die Wachstumsgeschwindigkeit antarktischer Moose in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert hat. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

Schwertwale machen Urlaub

Foto zeigt schwarz-weiß gezeichneten Schwertwal, zwischen Eisschollen senkrecht bis zu den Flippern aus dem Wasser ragend

Auch ein Meeresräuber vom Format eines LKW braucht ab und an etwas Erholung in wärmeren Gefilden. Das vermuten zwei amerikanische Meeresbiologen nach Beobachtungen von Schwertwalen im Südpolarmeer. Die Tiere schwimmen gelegentlich mit hoher Geschwindigkeit einige Tausend Kilometer weit bis in die Gewässer vor Brasilien und Uruguay und kurz darauf wieder zurück gen Antarktis.

Schlüsselinnovation Frostschutz

Foto zeigt hellgrau-dunkelgrau getigerten Fisch mit spitz zulaufender Schnauze und zerfetzt wirkender Rückenflosse

Dampfmaschine und Transistor haben die rasante Entwicklung neuer Industriezweige angestoßen. Ähnliche Schlüsselinnovationen gab es auch in der Biologe, zeigt eine Untersuchung Basler und Hamburger Forscher. Eine Gruppe von Fischen, deren Markenzeichen ein Gefrierschutzprotein ist, erlebte demnach eine rasante Auffächerung in neue Familien, als das irdische Klima kühler wurde und das Südpolarmeer sich zunehmend mit Eis überzog.

Krill: 12 Sekunden Romantik

Foto zeigt langgestreckten Krill mit Schwimmbeinen, Fangkorb, im schwarzen Wasser schwebend

Das Liebesleben des Krills ist hektisch, aber nicht oberflächlich. Australischen Forschern ist es erstmals gelungen, die Paarung der kleinen Krebse im Südpolarmeer zu filmen. Überraschenderweise stellen die Männchen den Weibchen selbst noch in 700 Metern Tiefe nach.

Moostierchen verknüpfen Ozon und Kohlendioxid

Grafik der Antarktis mit umgebendem Schelfeis

In den Gewässern der Antarktis scheint das Plankton seit einiger Zeit besonders gut zu gedeihen. Darauf deuten Kolonien von Moostierchen hin, die teils während der Expeditionen des britischen Polarforschers Scott vor gut einhundert Jahren gesammelt worden waren. Eine internationale Forschergruppe hat ermittelt, dass sich das Wachstum der Planktonfresser seit etwa zwei Jahrzehnten beschleunigt.

Pinguine: Erfolgsmodell mit alten Wurzeln

Foto zeigt Pinguin mit dunklem Bruststreifen unter Wasser

Pinguine sind berühmt dafür, den eisigen Temperaturen der Antarktis trotzen zu können. Die Grundlage für diese Fähigkeit wurde jedoch in einer tropischen Welt gelegt, zeigt eine Untersuchung neuseeländischer und amerikanischer Forscher. Ein raffinierter Wärmeaustauscher in den Flügeln der Tiere tauchte demnach in einer ausgeprägten Warmphase der Erdgeschichte auf.

Frostiges Potenzial

Grafik der Antarktis mit umgebendem Schelfeis

Auch ohne technische Hilfe werden auf der Erde extrem tiefe Temperaturen erreicht – der tiefste, jemals gemessene Wert liegt bei fast minus 90 Grad Celsius. Damit ist das Kältepotenzial aber nicht ausgeschöpft, vermuten englische und russische Forscher. Ihrer Analyse zufolge, könnten unter “idealen” Bedingungen dreistellige Minusgrade möglich sein.

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