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Parasiten stehlen Stallgeruch

Foto zeigt beinahe schwarze Ameisen, ein bräunliches Silberfischchen umgebend, mit ihren Kiefern packend

Manche Parasiten machen es sich leicht, demonstrieren Untersuchungen Münchner und Braunschweiger Forscher. Ein asiatisches Silberfischchen nistet sich bei aggressiven Ameisen ein, indem es sich als Mitglied des jeweiligen Ameisenstaats ausgibt. Den dafür nötigen Ausweis in Form flüchtiger Kohlenwasserstoffe produziert es nicht etwa selbst, sondern stiehlt ihn von den unfreiwilligen Gastgebern.

Erfolgsfaktor Vielfalt

Foto zeigt eine kleine Ameise, den Kopf mit geöffneten Kiefern einer toten, zusammengekrümmten Artgenossin zugewandt

Vielfalt macht nicht nur Ökosysteme produktiver, sondern auch einzelne Ameisenvölker. Das haben Mainzer Forscher durch systematische Verhaltenstests an einzelnen Ameisen zeigen können. Je größer die Bandbreite der Aggressivität unter den Individuen einer Kolonie ist, umso mehr Nachkommen bringt diese hervor.

Innovative Marienkäfer

Collage zeigt acht Marienkäfer mit unterschiedlichen Farben und Mustern

Der Umstieg auf weiche Kost hat den Marienkäfern die Aufspaltung in mehrere Tausend Arten ermöglicht. Diesen Schluss legt ein neuer Stammbaum der Käferfamilie nahe, den australische und amerikanische Forscher aufgestellt haben. Der Schlüssel zum Erfolg liegt demnach in der Entwicklung von Abwehrmaßnahmen gegen Ameisen, die wahre Herden von Blattläusen gegen Fressfeinde verteidigen.

Wespen räumen Konkurrenz aus dem Weg

Blick von oben auf eine Wespe mit typischer schwarz-gelber Zeichnung im Flug

Ein verblüffendes Verhalten haben neuseeländische Biologen bei eingeschleppten Wespen beobachtet. Wenn sich die Tiere an einem Leckerbissen mit Ameisen konfrontiert sehen, packen sie diese mit ihren Kiefern und lassen sie im Flug wieder fallen. Auf diese Weise räumen sie die Konkurrenten im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Weg.

Ameisen stumpfen ab

Nahaufnahme einer roten Ameisen mit kräftigen Kiefern, einen davon als Klinge durch ein Blatt ziehend

Auch bei Insekten geht emsige Arbeit an die Substanz. Amerikanische Forscher haben ermittelt, dass bei Blattschneiderameisen die Kiefer allmählich stumpf werden. Indem ihnen das Zurechtschneiden von Blättern immer schwerer fällt, verlegen sich ältere Tiere daher auf das Transportgeschäft.

Ameisenstaaten atmen wie Organismen

Foto zeigt einige leuchtend rote Ameisen auf hellem, körnigen Untergrund

Ameisen und ihre gut funktionierenden Staaten werden gerne als Superorganismen bezeichnet. Nicht zu Unrecht, belegen Messungen amerikanischer Biologen. Je größer Ameisenkolonien werden, desto effizienter scheint auch ihr kollektiver Stoffwechsel zu werden – und zwar in dem gleichen Maße, wie es bei unterschiedlich schweren Säugetieren beobachtet wird.

Katzenfutter gegen Kröten

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Katzenfutter könnte im Kampf gegen eine eingeschleppte Kröte helfen. Dieses Fazit ziehen australische Forscher nach ersten Feldversuchen. Durch das ölige Futter an den Rand eines Gewässers gelockt, können räuberische Ameisen den Nachwuchs der giftigen Agakröte wirksam dezimieren.

Pilz kontrolliert Ameise

Foto zeigt Ameise an Blattunterseite, aus dem 'Nacken' ein langer Stiel mit kugelförmigem Ende ragend

Parasiten haben im Laufe der Evolution gelernt, ihre Wirte zu manipulieren. Besonders weit treibt es ein Pilz, der baumbewohnende Ameisen in den Wäldern Südostasiens befällt, hat eine internationale Forschergruppe entdeckt. Die Infizierten verlassen ihre Nester in luftigen Höhen und beißen sich in den Blättern kleiner Schösslinge fest, bevor sie sterben.

Ameisen sind die besseren Autofahrer

Foto zeigt dunkle Ameisen, die um ein Blatt auf dem Boden herum laufen

Auf Ameisenstraßen gibt es keine Staus. Das belegen Freilandbeobachtungen, die Kölner Physiker in Indien angestellt haben. Ihren Analysen zufolge, fließt der Verkehr auf den Wegen der Insekten stets gleichmäßig schnell. Der Grund: Die Tiere überholen nicht.

Ameisen sind zielstrebige Gärtner

Blüten und Früchte sind eine kostspielige Angelegenheit. Das scheint auch eine baumbewohnende Ameisenart in Südamerika zu “wissen”. Experimente einer amerikanischen Biologin belegen, dass die Ameisen zusätzlichen Wohnraum gewinnen, indem sie die Blüten ihrer Wirtspflanze zerstören.

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