30.3.2004, 17:25 Uhr
Gleich und gleich: Hunde ähneln ihren Besitzern

Hund und Herrchen sind einander tatsächlich ähnlich, glauben amerikanische Psychologen. Ihren Experimenten zufolge wird die Ähnlichkeit mit der Zeit aber nicht stärker. Vielmehr scheinen sich angehende Hundebesitzer von vornherein für solche Tiere zu entscheiden, die ihnen am ehesten entsprechen.

Allerdings lässt sich nur bei reinrassigen Hunden eine Ähnlichkeit mit den Besitzern nachweisen, berichten Nicholas Christenfeld und Michael Roy von der University of California, San Diego, im Fachblatt "Psychological Science". Die Ursache sehen sie darin, dass die Eigenschaften reinrassiger Tiere besser vorhersagbar sind, so dass die künftigen Besitzer eine verlässlichere Kaufentscheidung treffen können.

Das Forscherduo stützt seine Behauptung auf ein Experiment mit 28 Studenten. Diese bekamen jeweils drei Fotografien von Hundebesitzern, deren Hunden und fremden Hunden gezeigt und sollten das Hund-Herrchen-Paar identifizieren. Bei 16 von 25 reinrassigen Hunden tippte die Mehrzahl der Studenten richtig. Die Forscher fanden keine Belege dafür, dass ein längeres Zusammenleben von Hund und Mensch die Ähnlichkeit verstärkt.

Welche Art von Ähnlichkeit den Ausschlag gibt - das Erscheinungsbild oder Persönlichkeitszüge - lassen Christenfeld und Roy offen. Merkmale wie Haarwuchs oder Körpergröße scheinen jedoch nicht den Ausschlag zu geben, so die Forscher. In jedem Falle "scheint es so, dass Menschen ein ihnen ähnliches Lebewesen haben möchten."


Forschung: Nicholas Christenfeld und Michael Roy, Department of Psychology, Division of Social Sciences, University of California, San Diego

Veröffentlichung in Psychological Science, Mai 2004

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