19.1.2004, 16:16 Uhr
Wieder mehr Berggorillas

Bürgerkriegen und Wilderei zum Trotz tragen die Bemühungen um den Schutz der Berggorillas Früchte. Im Gebiet der zentralafrikanischen Virunga-Vulkane lebt heute gut ein Sechstel mehr Tiere als noch vor 15 Jahren, hat eine neue Zählung ergeben. Mit 380 Individuen ist die Population im Dreiländereck zwischen Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo aber immer noch klein.

"Ohne effektive und gemeinsame Bemühungen über internationale Grenzen hinweg wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen", freut sich Bill Weber von der Wildlife Conservation Society, New York. Der Zoologe hatte die letzte Erfassung im Jahr 1989 geleitet, die eine Zahl von 324 Tieren ergeben hatte. Dieses Ergebnis bedeutete bereits eine Verbesserung, hatte man den Berggorilla (Gorilla gorilla beringei) zehn Jahre zuvor fast schon verloren geglaubt.

In den 90er-Jahren wurde die Region von Bürgerkriegen und Kriegen heimgesucht, so dass Naturschützer erneut um die Zukunft der Tiere fürchteten. Laut der im Herbst 2003 durchgeführten Zählung hat sich der intensive Schutz im Mgahinga Gorilla National Park in Uganda, im Parc National des Volcans in Ruanda und im Parc National des Virunga in der DR Kongo jedoch ausgezahlt.

Bereits im Jahr 1925 war in der Region das erste Schutzgebiet für Berggorillas eingerichtet worden. Zu weltweiter Popularität gelangten die Tiere durch die Langzeitstudien Dian Fosseys. Eine zweite Population lebt im ugandischen Bwindi Impenetrable National Park. Ihre Größe wird auf 320 Tiere geschätzt.


Forschung: Uganda Wildlife Authority (UWA); Office Rwandais de Tourisme et Parc Nationaux (ORTPN), Ruanda; Institut Congolais pour la Conservation de la Nature (ICCN), Demokratische Republik Kongo; Wildlife Conservation Society, Bronx, New York; und andere

WWW:
International Gorilla Conservation Programme
The Story of the Virungas
The Impact of War on Protected Areas in Central Africa
Wildlife Conservation Society

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