26.2.2004, 20:06 Uhr
"Sport-Schnorchel" für die Innenstadt

Sportliche Städter können aufatmen. Zwei britische Forscher und Entwickler haben einen Luftfilter ersonnen, der im Mund getragen wird und die Atemwege vor Luftschadstoffen schützt. Das Gerät ist einfach in der Handhabung, kann recycelt werden und lässt auch optisch keine Wünsche offen, sind seine Erfinder überzeugt.

"Wer in der Stadt Rad fahren will, um fit und gesund zu bleiben und die Umwelt zu schonen, muss häufig doch wieder auf den PKW zurückkommen, weil ihm die Luftverschmutzung zusetzt", erläutert Alison McConnell, Sportwissenschaftlerin an der Brunel University, Uxbridge.

Foto: Sally Trussler/Brunel University

"...easy to use, recyclable and pleasing on the eye." Foto: Sally Trussler/Brunel University

Abhilfe schaffen soll "PUREbreathe", ein Filtergerät, das ähnlich dem Mundstück eines Atemgeräts getragen wird und über zwei seitlich abstehende Röhren Luft aufnimmt bzw. abgibt. Von McConnell und dem Designer Johannes Paul vom Londoner Royal College of Art entwickelt, soll es sportlichen Stadtbewohnern, speziell Asthmatikern, ein sicheres und angenehmes Absolvieren ihrer Übungen erlauben.

Herkömmliche Gesichtsmasken seien "unbequem und bewirken einen Wärmestau, so dass das Gesicht verschwitzt ist", so McConnell. Zudem würde das Filtermaterial schnell feucht, was nicht nur seine Effizienz, sondern auch seine Luftdurchlässigkeit senke. "Die Herausforderung war, ein Produkt zu entwickeln, das nicht nur diese Nachteile vermeidet, sondern auch noch gut aussieht", ergänzt Paul. Sollte sich ein industrieller Partner finden, könne PUREbreathe schon Ende des Jahres zu einem Preis von etwa 20 Pfund (30 Euro) auf den Markt kommen.


Forschung: Alison McConnell, Department of Sport Sciences, Brunel University, Uxbridge, und Johannes Paul, Industrial Design Engineering, Royal College of Art

WWW:
Sport Sciences, Brunel University
The Darth-Vader look?

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