19.2.2004, 22:24 Uhr
Steifer Hals durch Kopfbälle
Wer beim Fußball gerne köpft, kann im Alter Probleme mit der Beweglichkeit seines Halses bekommen. Das haben türkische Sportmediziner nachgewiesen. Sie untersuchten 30 Amateur-Fußballer und diagnostizierten neben der eingeschränkten Beweglichkeit auch Schäden an den Halswirbeln.
Das Forscherteam um Feza Korkusuz von der Middle East Technical University in Ankara untersuchte 15 junge, aktive Spieler sowie 15 ehemalige Amateure. Die Teilnehmer unterzogen sich einer Röntgenaufnahme, einer Kernspintomografie sowie praktischen Übungen, die die Beweglichkeit der Halswirbel auf die Probe stellten. Die Ergebnisse wurden mit den Daten einer gleich großen Gruppe Nichtsportlern verglichen.
Im "European Spine Journal" schreiben die Forscher jetzt, dass besonders bei den älteren, ehemaligen Fußballern eine geringere Flexibilität des Halses, größere Schäden an den Halswirbeln sowie Stauchungen im Rückenmark nachweisbar seien.
Dies könne im Alter nicht nur Schmerzen bereiten, sondern führe auch zur Spondylose, einem chronischen Leiden der Wirbelsäule. Die Schäden seien zu vermeiden, wenn der Spieler seine Halsmuskeln gezielt trainiere und das richtige Köpfen erlerne.
Forschung: Alparslan Kartal, Çankaya University, Ankara; Feza Korkusuz, Middle East Technical University, Ankara, u.a., in "European Spine Journal" Vol 13, No. 1, Februar 2004, pp 76-82
Abstract im "European Spine Journal"
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