16.2.2006, 19:18 Uhr
Mögliche Verbindung zwischen Multipler Sklerose und Aluminium
Hinweise auf eine Verbindung zwischen Multipler Sklerose und Aluminium haben britische Chemiker und Mediziner gefunden. Der Urin von MS-Patienten enthält demnach um ein Vielfaches erhöhte Mengen des Elements.
Vor allem bei Patienten mit der schubweise verlaufenden Form der entzündlichen Nervenerkrankung seien die Spiegel stark erhöht gewesen, nämlich bis zum 40fachen des üblichen Werts, berichten Christopher Exley und seine Kollegen von der Keele University demnächst im Fachblatt "Multiple Sclerosis". Die Spiegel von Silizium, dem Gegenspieler von Aluminium im Körper, seien bei diesen Personen wiederum besonders niedrig gewesen.
Nach Ansicht der Forscher stehen diese Befunde im Einklang mit der Hypothese, dass der Körper von MS-Patienten erhöhte Mengen von Aluminium enthält und dass die Ausscheidung des Elements mit dem Krankheitsverlauf in Verbindung steht. Bei der Multiplen Sklerose greift das Immunsystem die "Isolierschicht" der Nervenfasern an. Die Ursachen dafür sind immer noch unklar.
"Derzeit geht man davon aus, dass MS aus dem Wechselspiel von Umwelt und einer genetisch bestimmten Anfälligkeit resultiert", so Exley. Möglicherweise handle es sich beim Aluminium um einen der lang gesuchten Umweltfaktoren.
Aluminium ist das dritthäufigste Element in der Erdkruste, normalerweise jedoch im Gestein gebunden. Exley und seine Gruppe studieren bereits seit längerem die Frage, ob und wie sich die Exposition gegenüber dem Element - etwa in Form von Folien, Büchsen oder Antitranspiranzien - auf den menschlichen Körper auswirkt.
Forschung: Christopher Exley, Olga Korchazhkina und Stanislav Strekopytov, Department of Chemistry, Keele University; und andere
Veröffentlichung in Multiple Sclerosis
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Homepage der Arbeitsgruppe
Aluminium
Deutsche Multiple-Sklerose-Gesellschaft
Geburtsfolge ohne Einfluss auf MS-Risiko
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