2.3.2006, 7:47 Uhr
Höheres Risiko für übergewichtige Fahrer

Stark übergewichtige Autofahrer weisen bei Verkehrsunfällen ein deutlich erhöhtes Sterberisiko auf. Das bestätigt eine neue Studie amerikanischer Wissenschaftler. Erstaunlicherweise gilt dieser Zusammenhang nicht für Frauen, berichtet die Gruppe im "American Journal of Public Health".

Frühere Untersuchungen hatten bereits vermuten lassen, dass Übergewichtige ein höheres Verletzungsrisiko aufweisen, da Sicherheitsgurte und Airbags eher auf durchschnittlich gebaute Insassen ausgelegt sind. Um mehr über dieses Phänomen zu erfahren, analysierten Shankuan Zhu und seine Kollegen vom Medical College of Wisconsin Daten über 22.000, an Unfällen beteiligte Fahrerinnen und Fahrern.

"Männer mit dem höchsten Body-Mass-Index wiesen das größte Risiko auf, infolge eines Frontal- oder Seitenaufpralls von links zu sterben", erklärt Zhu. Das niedrigste Risiko hätten leicht übergewichtige Männer aufgewiesen, während das Risiko zu normal- und untergewichtigen Männern hin wieder angestiegen sei. Warum das Risiko nicht auch bei Frauen mit der Körperfülle variiere, sei unklar. Möglicherweise spiele hier neben dem Körperbau auch eine unterschiedliche Körperhaltung hinter dem Lenkrad eine Rolle.

Die Resultate passten zu der Tatsache, dass die aktuellen nationalen Sicherheitsstandards von einem durchschnittlichen Body-Mass-Index von 24,3 Kilogramm pro Quadratmeter ausgingen, so Zhu weiter. Doch schon im Jahr 2000 seien gut 30 Prozent der männlichen US-Bürger mit einem BMI über 30 fettleibig gewesen, gibt der Forscher zu bedenken.


Forschung: Shankuan Zhu, Injury Research Center, Medical College of Wisconsin, Milwaukee; und andere

Veröffentlichung American Journal of Public Health

WWW:
Injury Research Center, Medical College of Wisconsin
BMI-Rechner
National Automotive Sampling System
Besser Autofahren dank Östrogen?
Fingerscan für schonendes Bremsen

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