23.9.2005, 14:49 Uhr
Monogramme ohne gesundheitliche Folgen

Ob man mit dem eigenen Namen glücklich ist oder nicht - zumindest die Initialen scheinen keine gesundheitlichen Auswirkungen zu haben. Das berichtet ein amerikanisches Forscherduo im Fachblatt "Psychosomatic Medicine". Personen mit eher negativ anmutenden Monogrammen leben demnach nicht weniger lang als solche mit eher positiv behafteten.

Die Resultate widersprächen einer früheren Studie, der zufolge Männer und Frauen mit "guten" Initialen 4,5 bzw. 2,8 Jahre länger leben als Geschlechtsgenossen und -genossinnen mit "schlechten", schreiben die Linguistin Stilian Morrison und der Wirtschaftswissenschaftler Gary Smith vom Pomona College in Claremont, Kalifornien.

Morrison und Smith erstellten Listen begehrter und ungeliebter Monogramme, gebildet aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen und des Nachnamens. Als besonders "gut" wurden Monogramme wie ACE, JOY oder GEM ("Ass", "Freude" und "Juwel") angesehen, beispielsweise DIE, PIG oder RAT ("stirb", "Schwein" und "Ratte") schnitten dagegen besonders schlecht ab. Mit diesen Listen bewaffnet, analysierte das Forscherduo zwischen 1905 und 2005 ausgestellte Todesurkunden von 10.686 männlichen und 7.331 weiblichen Einwohnern Kaliforniens.

Gruppiert nach dem Geburtsjahr, wurden Männer mit negativen Monogrammen demnach im Schnitt etwas älter als solche mit positiven, bei den Frauen war es umgekehrt. Diese Unterschiede waren statistisch jedoch nicht eindeutig, betonen Morrison und Smith. Bei der früheren Studie seien die Personen dagegen nach dem Todesjahr gruppiert worden. Dies könne zu falschen Ergebnissen führen, da Namen im Laufe der Zeit an Beliebtheit gewönnen und verlören.


Forschung: Stilian Morrison und Gary Smith, Romance Languages & Literatures Department und Department of Economics, Pomona College, Claremont, Kalifornien

Veröffentlicht in Psychosomatic Medicine

WWW:
Homepage Gary Smith
Baby's Named a Bad, Bad Thing
Middle name
4 keine "tödliche" Zahl für Chinesen

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