12.6.2006, 22:03 Uhr
Mehr Hüftspeck durch Trans-Fettsäuren

Für eine gesunde Ernährung ist neben der Menge auch die Art der Kalorien entscheidend. Das bestätigt eine Untersuchung amerikanischer Mediziner. Nehmen Meerkatzen mit der Nahrung reichlich Trans-Fettsäuren auf, setzen sie deutlich mehr Hüftspeck an als Artgenossen, deren Futter die gleiche Menge "Fett-Kalorien" in anderer Form enthält.

"Dies zeigt uns, dass Trans-Fette noch schlechter sind als angenommen", erklärt Lawrence Rudel von der Wake Forest University. "Eine an Trans-Fetten reiche Ernährung führt zur Umlagerung von Fettgewebe in den Bauch und zu einem höheren Körpergewicht - selbst dann, wenn die Kalorienmenge insgesamt gleich ist." Rudel und Kollegen präsentieren ihre Resultate auf einer Tagung der American Diabetes Association in Washington.

Fünf Jahre lang verfolgten die Forscher den Werdegang von 51 männlichen Meerkatzen (Cercopithecus aethiops). Das Futter der Tiere war so zusammengestellt, dass acht Prozent der täglichen Energiezufuhr in Form von einfach ungesättigten Cis- oder aber Trans-Fettsäuren erfolgten. Beide Typen von Fettsäuren unterscheiden sich chemisch allein darin, wie die Doppelbindung im Fettsäure-Schwanz ausgerichtet ist. Frühere Studien hatten vermuten lassen, dass Trans-Fettsäuren einen eher ungünstigen Einfluss auf den Fettstoffwechsel haben.

Tatsächlich nahmen jene Affen, die reichlich Trans-Fettsäuren erhielten, im Studienzeitraum um 7,2 Prozent zu - verglichen mit nur 1,8 Prozent bei ihren Artgenossen. Zudem ergab die Kartierung des Fettgewebes per Computertomographie, dass diese Tiere 30 Prozent mehr Bauchfett besaßen. Der Unterschied erklärte sich nicht nur durch die stärkere Gewichtszunahme, sondern auch durch eine Umlagerung von Fett aus anderen Körperregionen, fanden Rudel und Kollegen.


Forschung: Kylie Kavanagh und Lawrence L. Rudel, Department of Biochemistry und Pathology, Wake Forest University Baptist Medical Center, Winston-Salem, North Carolina; und andere

Präsentation auf den 66th Scientific Sessions der American Diabetes Association, Washington, D.C.; #328-OR

WWW:
Pathology Department, Wake Forest University
Trans-Fettsäuren
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Aufnahme und gesundheitliche Auswirkungen

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