2.11.2005, 11:43 Uhr
Attraktivität steigt mit Hormonspiegel
Mit dem Östrogenspiegel steigt auch die Attraktivität einer Frau. Das berichtet eine britische Psychologengruppe im Fachblatt "Proceedings of the Royal Society: Biological Sciences". Sowohl Männer als auch Frauen stuften eine Frau umso schöner, femininer und gesünder ein, je höher der Spiegel des Geschlechtshormons bei ihr war.
"Unsere Resultate demonstrieren, dass das weibliche Gesicht Hinweise auf ihren reproduktiven Status liefert, die von anderen Menschen als attraktiv eingestuft werden", schreiben Miriam Law Smith von der University of St Andrews in Fife und ihre Kollegen.
Über einen Zeitraum von sechs Wochen fotografierte die Gruppe einmal wöchentlich 59 Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren. Bei jedem Termin lieferten die Teilnehmerinnen zudem eine Urinprobe ab und gaben an, ob und wann bei ihnen die Menstruation eingesetzt hatte. Law Smith und Kollegen wählten dann jene Fotos aus, die in den Tagen um den Eisprung herum aufgenommen worden waren, und legten sie 14 Männern und 15 Frauen zur Begutachtung vor. Je höher der jeweils gemessene Östrogenspiegel war, desto positiver war Eindruck, den die Bilder hinterließen.
Law Smith und Kollegen führen diesen Effekt darauf zurück, dass Östrogen zumindest während der Pubertät das Wachstum von Knochen und Weichgewebe und damit auch die Gesichtszüge beeinflusst. Einen ähnlichen, wenngleich nur schwach ausgeprägten Zusammenhang fanden sie auch für Progesteron - ein weiteres Geschlechtshormon mit einer wichtigen Rolle im weiblichen Zyklus.
Forschung: Miriam J. Law Smith und David I. Perrett, School of Psychology, University of St Andrews, Fife; und andere
Vorab-Veröffentlichung Proceedings of the Royal Society: Biological Sciences, 1. November 2005, DOI 10.1098/rspb.2005.3296
WWW:
Perception Lab, University of St Andrews
Menstruationszyklus
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