19.1.2006, 11:11 Uhr
Erfolgreicher Fischzug für Kometensonde Stardust
Das Rendezvous der Sonde Stardust mit dem Kometen Wild 2 war ein voller Erfolg. Zu dieser Einschätzung sind die an der Mission beteiligten Wissenschaftler nach dem Öffnen der Probenkapsel gelangt. Die Sonde hat demnach reichlich Material von dem Kometen zur Erde gebracht - darunter auch mehrere großkalibrige Partikel.
"Der Anblick tausender Einschläge in dem Aerogel hat uns schlichtweg begeistert", freut sich Donald Brownlee von der University of Washington in Seattle, der leitende Wissenschaftler der Mission. "Das Sammeln von Kometenpartikeln ist besser verlaufen, als wir erwartet haben." Die Probenkapsel der Sonde war am Sonntag im US-Bundesstaat Utah niedergegangen und umgehend zum Johnson Space Center der NASA im texanischen Houston geschafft worden.
Die Einschlagtrichter einiger großer Teilchen sind mit bloßem Auge erkennbar. Foto: NASA
Der Probenkollektor enthält ein zu 99,8 Prozent aus Hohlräumen bestehendes Material, das auftreffende Partikel schonend abbremsen und sicher aufbewahren sollte. In diesem Aerogel haben die Teilchen regelrechte Einschlagstrichter erzeugt. Einer davon sei so groß, dass man beinahe einen Finger hindurchstecken könne, so Brownlee.
Anfang 1999 gestartet, war Stardust im Januar 2004 durch die Gas- und Staubhülle, die Koma, von Wild 2 geflogen. Instrumente an Bord der Sonde hatten dabei ein regelrechtes Partikel-Bombardement registriert. Bis zuletzt war jedoch unklar, wie gut der Kollektor der Sonde funktioniert hatte.
Als nächstes wollen Brownlee und seine Kollegen systematisch alle Partikel erfassen, bevor diese zur weiteren Untersuchung an Wissenschaftler in aller Welt geschickt werden.
Forschung: Donald E. Brownlee, Department of Astronomy, University of Washington, Seattle; und andere
WWW:
Stardust
Homepage Donald Brownlee
Stardust bringt Kometenstaub zur Erde
Wild 2: Komet zeigt Rückgrat
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