7.11.2005, 10:56 Uhr
Riesiger Eisberg lässt Federn

Nach einer mehrjährigen Reise scheint es einem riesigen Eisberg im Südpolarmeer nun endlich an den Kragen zu gehen. Entsprechende Satellitenaufnahmen haben amerikanische Forscher veröffentlicht. Binnen kurzer Zeit hat der Gigant demnach rund ein Viertel seiner Fläche eingebüßt, indem gleich drei Eisberge von ihm abbrachen.

Satellitenaufnahme: B-15A und seine drei Sprösslinge vor der Küste

Bild: NOAA

Einst 160 Kilometer lang und 25 Kilometer breit, handelt es sich bei B-15A um das erste Bruchstück von B-15 - einem noch größeren Eisberg, der sich bereits im März 2000 vom Ross-Schelfeis gelöst hatte. In der Folge war der "Splitter" die Küste des Viktorialands entlanggetrieben und hatte für einige Unruhe gesorgt: So war er mit kleineren Vettern kollidiert, hatte zwischenzeitlich den Eingang zum McMurdo-Sund blockiert und schließlich auch eine auf dem Meer schwimmende Gletscherzunge gerammt.

Die bewegte Reise könnte sich nun ihrem Ende nähern: Laut Mitteilung der National Oceanic and Atmospheric Administration ließen am 30. Oktober aufgenommene Satellitenbilder vermuten, dass B-15A gekalbt hatte. Einen Tag später angefertigte Bilder hätten diese Vermutung bestätigt. Demnach habe der Riese gleich drei neue Eisberge freigesetzt. Der größte davon, B-15N, ist 61 Kilometer lang und gut 13 Kilometer breit.


Forschung: National Ice Center, Suitland, Maryland

WWW:
National Ice Center
Ein Eisberg wird geboren
Eisberg kollidiert mit Gletscherzunge

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