24.5.2005, 17:04 Uhr
Straßennähe steigert Asthma-Risiko

In Familien, die nahe einer viel befahrenen Straße wohnen, weisen die Kinder deutlich häufiger Asthma-Symptome auf. Das berichten amerikanische Mediziner auf einer Fachkonferenz in San Diego, Kalifornien. Verglichen mit Altersgenossen mit mehr Abstand zum Straßenverkehr steigt die Symptomhäufigkeit demnach um beinahe 50 Prozent.

Dieser Befund stehe im Einklang mit früheren Forschungsergebnissen zu den möglichen Folgen des Schadstoffaustoßes aus dem Straßenverkehr, so Rob McConnell von der University of Southern California in Los Angeles. "Da sehr viele Kinder nahe Hauptverkehrsstraßen wohnen, haben wir es hier möglicherweise mit einem bedeutsamen Problem für die öffentliche Gesundheit zu tun."

McConnell und seine Kollegen analysierten die Daten von über 5.000 Kindern im Alter von 5 und 6 Jahren, die an der kalifornischen Children's Health Study teilnahmen. Wohnten die Kinder höchstens 75 Meter von einer viel befahrenen Straße, einer Schnellstraße oder einem Zubringer entfernt, berichteten ihre Eltern 44 Prozent häufiger über Asthma-Symptome als die Eltern von Kindern, bei denen der Abstand mindestens 300 Meter betrug.

"Der nächste Schritt wird sein, diese Resultate mit Messungen der Luftverschmutzung vor Ort zu überprüfen", so McConnell. Sollte sich die Verbindung zwischen Asthma und Verkehrsdichte bestätigen, könne es auf lange Sicht angebracht erscheinen, Wohngebiete, Schulen und Spielplätze einerseits und den Straßenverkehr andererseits bei der Städteplanung noch stärker zu trennen.


Forschung: Rob McConnell, Department of Preventice Medicine, Keck School of Medicine, University of Southern California, Los Angeles; und andere

Präsentation auf der American Thoracic Society International Conference 2005, San Diego, #B85

WWW:
Children's Health Study
Preventive Medicine, USC
Asthma
12.000 Milchzähne gegen Asthma

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