4.4.2005, 11:49 Uhr
Gitter-Abdruck entlarvt Eier aus Legebatterien
Die Herkunft von Hühnereiern lässt sich anhand eines staubigen Fingerabdrucks erkennen. Das berichtet eine britisch-australische Forschergruppe im "Journal of the Science of Food and Agriculture". Auch ohne den jeweiligen Betrieb besuchen zu müssen, können Lebensmittelkontrolleure so erkennen, unter welchen Bedingungen die Legehennen gehalten wurden.
Der optische Fingerabdruck bestehe aus Staub und zeige sich bei Betrachtung im ultravioletten Licht, erläutert Neville Gregory vom Neville Gregory vom Royal Veterinary College in Hatfield. "Diese Methode erlaubt eine effektive Unterscheidung zwischen Eiern aus Freilandhaltung und aus Legebatterien", so der Tiermediziner. "Sie beschädigt die Eier nicht und kann an jedem Punkt der Vermarktungskette angewandt werden."
Gregory und seine Kollegen fahndeten nach unterschiedlichen Oberflächenmerkmalen auf 11.520 Eiern aus Legebatterien, Boden- und Freilandhaltung. Dabei stellten sie fest, dass erstere im UV-Licht häufig parallele Linien im Abstand von 2 bis 2,5 Zentimetern aufweisen. Diese Spuren entstehen, wenn Staub vom Käfiggitter an dem noch feuchten Ei haften bleibt. Eier aus den beiden anderen Haltungsformen zeigen keine derart klaren Muster.
Weisen in einer Probe von 90 Eiern mindestens fünf derartige parallele Linien auf, stammt mit 99,9-prozentiger Wahrscheinlichkeit zumindest ein Teil einer Charge aus Legebatterien, schätzen die Forscher. Beim Waschen der Eier gehe der staubige Fingerabdruck allerdings verloren, räumen sie ein.
Forschung: Neville G. Gregory, BBSRC und Royal Veterinary College, Hatfield; Mark J. Gepp und Peter J. Babidge, SARDI, Flaxley Agricultural Centre, South Australia
Online-Veröffentlichung Journal of the Science of Food & Agriculture, DOI 10.1002/jsfa.2152
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Royal Veterinary College
Eier aus dem Freiland
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