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Themenarchiv für: Psychologie

Testosteron macht egozentrischer

Stab- und Kugelmodell des Testosterons mit Gerüst aus 3 Sechser- und 1 Fünferring aus Kohlenstoff

Testosteron wirkt nicht nur auf den Körper, sondern beeinflusst auch das Denken. Eine englisch-dänische Forschergruppe hat ermittelt, dass ein erhöhter Spiegel des Hormons die Neigung verstärkt, sich im Zweifelsfall auf das eigene Urteil zu verlassen. Als Folge sinkt der Nutzen, den Menschen aus einer Zusammenarbeit ziehen können.

Pupille reagiert auf eingebildetes Licht

Nahaufnahme eines menschlichen Auges mit grau-grüner Iris, deutlich erkennbar die radial um die Pupille angeordneten Fasern

In hellem Licht verengen sich ganz automatisch die Pupillen der Augen. Dieser Reflex ist weniger schablonenhaft als gemeinhin angenommen, demonstrieren Versuche schwedischer Psychologen. Die Pupillen ihrer Versuchsteilnehmer verengten sich unterschiedlich stark, obwohl die vermeintlichen Helligkeitsunterschiede nur eingebildet waren.

Gips verändert Gehirn

Verletzung

Wenn der Arm nach einem Knochenbruch vorübergehend nicht bewegt werden kann, stellen sich bald auch Veränderungen im Gehirn ein. Das haben Zürcher Forscher bei einer Untersuchung mit zehn Teilnehmern ermittelt. Bei diesen schrumpften die für den gebrochenen Arm zuständigen Gehirnbereiche binnen zwei Wochen deutlich.

Überleben – auch eine Frage der Persönlichkeit

Foto zeigt lilafarbenen Seestern mit stämmigen Armen an trockengefallenem Felsstrand

Besonders ängstliche Tiere haben nicht automatisch bessere Überlebenschancen. Das belegt ein Experiment, das amerikanische Biologen mit Schnecken und räuberischen Seesternen durchgeführt haben. Ein gewisses Maß an Ignoranz kann demnach sehr wohl von Vorteil sein – je nach Persönlichkeitstyp des Räubers.

Tauben haben Zahlengespür

Foto zeigt mehrere Flachbildschirme vor dunklem Hintergrund, auf jedem verschiedene bunte Symbole, auf den Monitoren Tauben hockend

Wenn es um das Gespür für Zahlen geht, können Vögel durchaus mit Primaten mithalten. Dieses Fazit ziehen neuseeländische Psychologen nach Experimenten mit Tauben. Die Tiere konnten Mengen mit unterschiedlich vielen Objekten nicht nur unterscheiden, sondern auch in die richtige Reihenfolge bringen.

Wie London das Gehirn verändert

Foto zeigt älteren Taxifahrer, an einer belebten Straße auf Kundschaft wartend und entspannt an ein schwarzes Taxi gelehnt

Das intensive Kennenlernen einer Stadt wirkt sich auf die Hirnstruktur aus. Diesen Prozess haben zwei englische Neurowissenschaftlerinnen bei angehenden Taxifahrern in London verfolgen können. Indem sich die Anwärter auf eine Taxilizenz Tausende Straßen und Sehenswürdigkeiten einpaukten, vergrößerte sich eine für die Navigation zuständige Struktur im Großhirn.

Hohe Töne sind hell – auch für Schimpansen

Fotolia_ Eric Isselee_Schimpanse_feat

Nicht nur Menschen bringen Klänge automatisch mit unterschiedlich hellen Farben in Verbindung. Das haben deutsche und japanische Forscher erstmals zeigen können. Wenn Schimpansen helle Farben erkennen sollen und dabei tiefe Töne hören, kommen sie demnach ähnlich ins Schleudern wie menschliche Testpersonen.

Forscher finden Gedächtnismolekül

Grafik zeigt Schnitt durch das Gehirn, einige Bereiche farbig markiert, über alles gelegt ein Punktraster

Wenn das Gehirn lernt und sich erinnert, sind daran zahlreiche Gene und zugehörige Proteine beteiligt. Eines dieser „Gedächtnisgene“ haben Schweizer Forscher gemeinsam mit serbischen und deutschen Kollegen identifiziert. Menschen, die eine seltene Variante des Gens besitzen, können sich Wörter sowie Details aus Geschichten etwas besser merken als solche mit der herkömmlichen Variante.

Robben haben Persönlichkeit

Foto zeigt ältere Robbe mit grau geschecktem Fell Schnauze an Schnauze mit einer jüngeren, helleren

Auch bei Robben gibt es unterschiedliche Persönlichkeiten. Das haben britische Meeresbiologen bei Versuchen auf einer Insel vor Schottland herausgefunden. Fuhren sie ein ferngesteuertes Auto an Robbenbabys heran, rief dies bei einigen Muttertieren nur einen müden Blick hervor, während andere sichtlich nervös wurden und immer wieder nach ihrem Jungen schauten.

Guter Blick für nackte Tatsachen

Grafik zeigt zwei farbcodierte, auf Schädel projizierte Potenzialmessungen, eine am Hinterkopf tiefrot, die andere mit dunkelblauen Seiten

Seit mehr als 35.000 Jahren hüllen sich Menschen in Kleidung. Teile des Großhirns arbeiten aber noch immer mit dem Bild eines haarlosen Affen, vermuten zwei finnische Neurowissenschaftler. Bei ihren Versuchen riefen Bilder von Menschen eine umso stärkere Reaktion der Hirnströme hervor, je weniger Kleidung die abgelichteten Personen trugen.

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