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Themenarchiv für: Medizin

Testosteron macht egozentrischer

Stab- und Kugelmodell des Testosterons mit Gerüst aus 3 Sechser- und 1 Fünferring aus Kohlenstoff

Testosteron wirkt nicht nur auf den Körper, sondern beeinflusst auch das Denken. Eine englisch-dänische Forschergruppe hat ermittelt, dass ein erhöhter Spiegel des Hormons die Neigung verstärkt, sich im Zweifelsfall auf das eigene Urteil zu verlassen. Als Folge sinkt der Nutzen, den Menschen aus einer Zusammenarbeit ziehen können.

Pupille reagiert auf eingebildetes Licht

Nahaufnahme eines menschlichen Auges mit grau-grüner Iris, deutlich erkennbar die radial um die Pupille angeordneten Fasern

In hellem Licht verengen sich ganz automatisch die Pupillen der Augen. Dieser Reflex ist weniger schablonenhaft als gemeinhin angenommen, demonstrieren Versuche schwedischer Psychologen. Die Pupillen ihrer Versuchsteilnehmer verengten sich unterschiedlich stark, obwohl die vermeintlichen Helligkeitsunterschiede nur eingebildet waren.

Gips verändert Gehirn

Verletzung

Wenn der Arm nach einem Knochenbruch vorübergehend nicht bewegt werden kann, stellen sich bald auch Veränderungen im Gehirn ein. Das haben Zürcher Forscher bei einer Untersuchung mit zehn Teilnehmern ermittelt. Bei diesen schrumpften die für den gebrochenen Arm zuständigen Gehirnbereiche binnen zwei Wochen deutlich.

Wie London das Gehirn verändert

Foto zeigt älteren Taxifahrer, an einer belebten Straße auf Kundschaft wartend und entspannt an ein schwarzes Taxi gelehnt

Das intensive Kennenlernen einer Stadt wirkt sich auf die Hirnstruktur aus. Diesen Prozess haben zwei englische Neurowissenschaftlerinnen bei angehenden Taxifahrern in London verfolgen können. Indem sich die Anwärter auf eine Taxilizenz Tausende Straßen und Sehenswürdigkeiten einpaukten, vergrößerte sich eine für die Navigation zuständige Struktur im Großhirn.

Klub der Netzwerker

Grafik zeigt grün, gelb bzw. rot eingefärbte Punkte, die die Konturen des Gehirns nachzeichnen, zwischen ihnen Verbindungslinien der gleichen Farben

Einige Gehirnregionen besitzen besonders viele Verbindungen mit anderen Gehirnregionen. Diese Regionen bilden im Hirn eine Art Klub, haben zwei amerikanische und niederländische Forscher entdeckt. Ein unerwartet großer Anteil ihrer vielen Verbindungen führt demnach zu anderen gut verknüpften Regionen.

Alte Zellen machen alt

Mikroskopaufnahme zeigt Strang rot angefärbter, lang gestreckter Muskelzellen mit typischem quer verlaufenden Bandenmuster

Zelluläre Rentner sind nicht bloß eine Begleiterscheinung des Alterns. Das belegen Experimente mit Mäusen, die eine amerikanisch-niederländische Forschergruppe im Magazin “Nature” vorstellt. Werden seneszente Zellen fortlaufend aus dem Gewebe entfernt, so stellen sich Alterserscheinungen wie Muskelschwund und Grauer Star mit deutlicher Verzögerung ein.

Für die Zähne wird es eng

Foto eines Gebissmodells

Mit den Jahren wird es eng für die Zähne. Das demonstriert eine ungewöhnliche Studie schwedischer Zahnmediziner. Anhand einer kleinen Gruppe von Zahnärzten konnten sie über vier Jahrzehnte verfolgen, wie der Kiefer schrumpfte und wie sich das Gebiss mit dem schwindenden Platzangebot arrangierte.

Python-Trick für kräftige Herzen

Nahaufnahme eines großen Python mit Fleckenmuster aus dunkelbraunen, grauen und gelben Schuppen

Im Blut zirkulierende Fettsäuren können eine verblüffende Wirkung entfalten. Das haben amerikanische Forscherinnen bei Untersuchungen an Pythons entdeckt. Ein Cocktail aus drei verschiedenen Fettsäuren genügt demnach, um den Schlangen nach einer reichhaltigen Mahlzeit ein regelrechtes Sportlerherz wachsen zu lassen. Dieser Trick funktioniert erstaunlicherweise auch bei Säugetieren.

Umleitung im Gehirn

Grafik zeigt zwei MRI-Schnitte durch das Gehirn, links mit im Querschnitt wurmförmigem Balken, rechts ohne

Das menschliche Gehirn kann den Wegfall eines seiner wichtigsten Datenkabel erstaunlich gut verkraften. Entsprechende Resultate liefert eine kleine Studie amerikanischer Neurowissenschaftler. Bei Personen, die ohne Balken als Hauptverbindung zwischen den beiden Gehirnhälften geboren wurden, scheinen die beiden Hemisphären problemlos miteinander zu kommunizieren – zumindest im Ruhezustand.

Schadstoffe begünstigen Atherosklerose

Grafik zeigt Silhouette eines Manns, darin eingezeichnet Herz, Gehirn und die großen Blutgefäße

Schadstoffe in der Umwelt können sich langfristig auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. Entsprechende Hinweise liefert eine groß angelegte Studie schwedischer Mediziner. Je höher die Konzentration langlebiger organischer Schadstoffe im Blut der Teilnehmer war, desto eher fanden sich Ablagerungen in deren Halsschlagadern.

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