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Themenarchiv für: Chemie

Chemie mit Zugkraft

Kalottenmodel von 1,2,3-Triazol mit Ring aus zwei grauen und drei blauen Kugeln

Sanfte Gewalt eröffnet neue Wege, um Moleküle zu größeren Einheiten zu verbinden und diese bei Bedarf wieder zu zerlegen. Entsprechende Resultate präsentieren amerikanische Chemiker im Magazin “Science”. Mithilfe mechanischer Kräfte konnten sie völlig problemlos eine molekulare Kopplung öffnen, die normalerweise auch hartnäckigen Angriffen trotzt.

Schaumschlagen für Fortgeschrittene

Foto zeigt Massen weißen Schaums

Ob in der Badewanne oder im Pilsglas – auch der schönste Schaum fällt binnen kurzer Zeit in sich zusammen. Nicht so eine Variante, die französische Chemiker hergestellt haben. Stabilisiert durch fettsäureartige Moleküle, bewahrt sich das Gemenge aus Wasser und Luft über Monate seine Bläschenstruktur.

Schneller organischer Energiespeicher

Nahaufnahme zeigt den Auflade-Anschluss, hinter aufgeklapptem Tankdeckel, eines schnittigen silbergrauen PKW

Künftige Elektrofahrzeuge könnten vielleicht mit einem organischen Tank fahren. Japanische Chemiker haben ein aromatisches Polymer entwickelt, das ähnliche Energiemengen speichern kann wie derzeitige Akkus. Das Aufladen des Superkondensators nimmt allerdings nur wenige Minuten in Anspruch.

Diamanten in der Kerzenflamme

Nahaufnahme von dünnen blauen, brennenden Kerzen auf einer mit Gummibärchen belegten Torte

Diamanten sind weder besonders selten noch unvergänglich, haben schottische Chemiker entdeckt. In einer vermeintlich schlichten Kerzenflamme entstehen demnach pro Sekunde mehr als eine Million winziger Diamantpartikel. Allerdings verbrennen die winzigen Schmuckstücke beinahe im gleichen Moment auch wieder.

Alte Sterne erzeugen Fullerene

Grafik zeigt Modelle flocken- und kugelförmiger Moleküle vor einem kreisrunden, farbenprächtigen Nebel

Wenn sich alternde Sterne ein letztes Mal aufplustern, kann in ihrer Umgebung ein wahrer Zoo von Molekülen entstehen. Diesen Schluss legen Beobachtungen europäischer und amerikanischer Astrophysiker nahe. In zwei Nachbargalaxien der Milchstraße konnten sie in den Nebelschleiern um ausgebrannte Sterne Kohlenstoffmoleküle nachweisen, deren Form unwillkürlich an Fußbälle und Honigmelonen denken lässt. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Astro

Flüssigkristall mit 3-Farben-Schalter

3-Farben-Fluessigkristall_515

Japanische Chemiker haben einen flüssigkristallinen Stoff entwickelt, der durch thermische und mechanische Reize zwischen drei verschiedenen Farben hin- und hergeschaltet werden kann. Das Material könnte zu neuen Speichermedien, Sensoren, Sicherheitseinrichtungen und Anzeigetafeln führen, hoffen die Forscher.

Wie Testosteron vor Entzündungen schützt

Mikroskopaufnahme zeigt blau angefärbte Zelle mit gelapptem Kern zwischen kleinere, rot angefärbten Zellen ohne Kern

Testosteron ist nicht nur für den Bartwuchs und die tiefe Stimme der Männer verantwortlich, haben Jenaer Forscher zeigen können. Das männliche Geschlechtshormon unterdrückt auch Entzündungsprozesse, indem es die Produktion entsprechender Signalstoffe von vornherein drosselt.

Wie das Adlerauge atmet

Frontalaufnahme eines Uhus mit grau-weißem Gefieder, eng stehenden Augen mit orangefarbener Iris, schwarzer Pupille, den Schnabel geöffnet

Das Adlerauge verdankt seine sprichwörtliche Schärfe auch einem biochemischen Trick, vermuten Hamburger Forscher. Ein im Auge von Vögeln in großen Mengen vorkommendes Protein dient wahrscheinlich dazu, ausreichend Sauerstoff in die leistungsfähige Netzhaut zu schaffen.

Wohltemperierte Riesen

Grafik zeigt Dinosaurier mit langem, aufgerichtetem Hals, aufgerissenem Maul, langem Schwanz

Dinosaurier waren nicht die kaltblütigen Echsen, für die sie lange gehalten wurden. Neue Belege für diese Ansicht liefert eine Bestimmung der Körpertemperatur, die amerikanische und deutsche Forscher im Magazin “Science” vorstellen. Ihren fossilen Zähnen nach zu urteilen, dürften es zumindest die langhalsigen Riesen aus der Gruppe der Sauropoden auf Werte zwischen 36 und 38 Grad Celsius gebracht haben.

Städtisches Tagebuch im Abwasser

Foto eines rund gemauerten Abwasserkanals mit fernem Licht hinter einer Biegung

Wohl und Wehe einer Stadt lassen sich auch an dem Abwasser ablesen, das ihre Einwohner produzieren. Norwegische Forscher haben am Beispiel Oslos ermittelt, dass feierfreudige Schulabgänger die Konzentration der Partydroge Ecstasy im Abwasser emporschnellen lassen. Bei starkem Pollenflug fließen dagegen vermehrt Antiallergika durch die Kanalisation.

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