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Themenarchiv für: Soziales

Städtisches Tagebuch im Abwasser

Foto eines rund gemauerten Abwasserkanals mit fernem Licht hinter einer Biegung

Wohl und Wehe einer Stadt lassen sich auch an dem Abwasser ablesen, das ihre Einwohner produzieren. Norwegische Forscher haben am Beispiel Oslos ermittelt, dass feierfreudige Schulabgänger die Konzentration der Partydroge Ecstasy im Abwasser emporschnellen lassen. Bei starkem Pollenflug fließen dagegen vermehrt Antiallergika durch die Kanalisation.

Rot macht Affen vorsichtig

Foto zeigt typisches achteckiges rotes Stoppschild, allerdings mit thailändischer Aufschrift

Rot ist nicht nur für Menschen eine ganz besondere Farbe. Entsprechende Resultate haben amerikanische Forscher bei einem Experiment mit Rhesusaffen erhalten. Personen in roter Kleidung flößen den Tieren demnach mehr Respekt ein als solche in Blau oder Grün.

Lebenserwartung variiert mit Geburtsmonat

Blick auf einen Jahreskalender

Die Lebenserwartung eines Menschen hängt auch davon ab, in welchem Monat er das Licht der Welt erblickt hat. Das haben Greifswalder Mediziner bei der Analyse von mehr als sechs Millionen Sterbefällen in Deutschland ermittelt. Statistisch gesehen bedeutet der Geburtsmonat Mai demnach ein neun Monate kürzeres Leben als der Geburtsmonat November.

Erfolg durch Entspannung

Foto zeigt weitgehend unbekleidete dunkelhäutige Menschen, vor der Kulisse eines Regenwaldes unter einem Schutzdach sitzend

Dass sich der Mensch über die Erde ausbreiten konnte, hatte er möglicherweise auch seiner Sozialstruktur zu verdanken. Zu diesem Schluss kommen amerikanische und englische Forscher nach einem systematischen Vergleich von Gruppen heutiger Jäger und Sammler. Darin wird ein vergleichsweise entspannter Umgang miteinander gepflegt, zudem sind die einzelnen Gruppen durch Heiraten zu einem großen Netzwerk verknüpft.

Frau ohne Furcht

Tomographischer Schnitt durch den Schädel in Höhe der Augäpfel, schraffiert die Lage von rechtem und linkem Mandelkern

Vom Sehen einer Tarantel bis zum Fürchten ist es nur ein kleiner Schritt. Eben diese Verbindung ist bei einer Patienten unterbrochen, die amerikanische Neurowissenschaftler untersucht haben. Aufgrund einer eng umgrenzten Gehirnschädigung kann die Frau keine Angst empfinden. Giftigen Tieren oder gruseligen Situationen gegenüber legt sie stattdessen eine ungezügelte Neugier an den Tag.

Prägende Mutter-Sprache

Foto zeigt schlafendes Neugeborenes mit EEG-Elektrodenkappe

Kaum auf der Welt, können Kinder die Stimme der Mutter von anderen Frauenstimmen unterscheiden. Das demonstriert eine Studie kanadischer und kubanischer Forscherinnen. Schon ein einziger, von der Mutter artikulierter Laut reicht demnach aus, um bei schlafenden Neugeborenen besondere Gehirnaktivität hervorzurufen.

Kleine Kinder sind gähn-resistent

gähnendes Baby

Jugendliche und Erwachsene und sogar Affen lassen sich durch ein herzhaftes Gähnen anstecken. Ausgerechnet Säuglinge und Kleinkinder, die normalerweise stark zum Nachahmen neigen, sind in dieser Hinsicht jedoch resistent, belegt eine Studie schottischer Psychologen. Selbst das Gähnen der eigenen Mutter lässt die Kleinen völlig kalt.

Mehr Hirn bei Müttern

Mutter mit Baby

Junge Mütter wirken in den ersten Wochen nach der Entbindung nicht selten niedergeschlagen und erschöpft. Tatsächlich herrscht in ihrem Gehirn gerade jetzt rege Aktivität, haben amerikanische Forscherinnen entdeckt. In gleich mehreren Hirnregionen stellten sie zwischen erstem und viertem Monat nach der Geburt einen Zuwachs an grauer Substanz fest.

Hilfsbereitschaft könnte in den Genen stecken

Hilfsbereitschaft hat womöglich einige Ähnlichkeit mit Pfauenfedern. Diesen Schluss legt eine Zwillingsstudie englischer Forscher nahe. Die Bereitschaft, sich für wildfremde Menschen aufzuopfern, scheint demnach auch von den Genen bestimmt zu werden – und könnte unter anderem dazu dienen, sich für das andere Geschlecht in Szene zu setzen.

Strapazierte Grundwasserreserven

Grafik zeigt Nahen und Mittleren Osten, einige rot eingefärbte Regionen in Indien und Pakistan, andere Gebiete gelb bis grün eingefärbt

Grundwasser ist eine kostbare Ressource, die allerdings mit wachsender Geschwindigkeit verbraucht wird. Das belegt eine Analyse niederländischer Geowissenschaftler. Indem mehr Wasser entnommen wird als nachströmt, schrumpfen die Grundwasserreserven der Welt demnach um etwa 283 Kubikkilometer pro Jahr – entsprechend beinahe dem Sechsfachen der Wassermenge im Bodensee.

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