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Themenarchiv für: Psychologie

Tauben haben Zahlengespür

Foto zeigt mehrere Flachbildschirme vor dunklem Hintergrund, auf jedem verschiedene bunte Symbole, auf den Monitoren Tauben hockend

Wenn es um das Gespür für Zahlen geht, können Vögel durchaus mit Primaten mithalten. Dieses Fazit ziehen neuseeländische Psychologen nach Experimenten mit Tauben. Die Tiere konnten Mengen mit unterschiedlich vielen Objekten nicht nur unterscheiden, sondern auch in die richtige Reihenfolge bringen.

Wie London das Gehirn verändert

Foto zeigt älteren Taxifahrer, an einer belebten Straße auf Kundschaft wartend und entspannt an ein schwarzes Taxi gelehnt

Das intensive Kennenlernen einer Stadt wirkt sich auf die Hirnstruktur aus. Diesen Prozess haben zwei englische Neurowissenschaftlerinnen bei angehenden Taxifahrern in London verfolgen können. Indem sich die Anwärter auf eine Taxilizenz Tausende Straßen und Sehenswürdigkeiten einpaukten, vergrößerte sich eine für die Navigation zuständige Struktur im Großhirn.

Hohe Töne sind hell – auch für Schimpansen

Fotolia_ Eric Isselee_Schimpanse_feat

Nicht nur Menschen bringen Klänge automatisch mit unterschiedlich hellen Farben in Verbindung. Das haben deutsche und japanische Forscher erstmals zeigen können. Wenn Schimpansen helle Farben erkennen sollen und dabei tiefe Töne hören, kommen sie demnach ähnlich ins Schleudern wie menschliche Testpersonen.

Forscher finden Gedächtnismolekül

Grafik zeigt Schnitt durch das Gehirn, einige Bereiche farbig markiert, über alles gelegt ein Punktraster

Wenn das Gehirn lernt und sich erinnert, sind daran zahlreiche Gene und zugehörige Proteine beteiligt. Eines dieser „Gedächtnisgene“ haben Schweizer Forscher gemeinsam mit serbischen und deutschen Kollegen identifiziert. Menschen, die eine seltene Variante des Gens besitzen, können sich Wörter sowie Details aus Geschichten etwas besser merken als solche mit der herkömmlichen Variante.

Robben haben Persönlichkeit

Foto zeigt ältere Robbe mit grau geschecktem Fell Schnauze an Schnauze mit einer jüngeren, helleren

Auch bei Robben gibt es unterschiedliche Persönlichkeiten. Das haben britische Meeresbiologen bei Versuchen auf einer Insel vor Schottland herausgefunden. Fuhren sie ein ferngesteuertes Auto an Robbenbabys heran, rief dies bei einigen Muttertieren nur einen müden Blick hervor, während andere sichtlich nervös wurden und immer wieder nach ihrem Jungen schauten.

Guter Blick für nackte Tatsachen

Grafik zeigt zwei farbcodierte, auf Schädel projizierte Potenzialmessungen, eine am Hinterkopf tiefrot, die andere mit dunkelblauen Seiten

Seit mehr als 35.000 Jahren hüllen sich Menschen in Kleidung. Teile des Großhirns arbeiten aber noch immer mit dem Bild eines haarlosen Affen, vermuten zwei finnische Neurowissenschaftler. Bei ihren Versuchen riefen Bilder von Menschen eine umso stärkere Reaktion der Hirnströme hervor, je weniger Kleidung die abgelichteten Personen trugen.

Körperhaltung beeinflusst Denken

Das spitz zulaufende Stahlgerüst des Eiffelturms, schräg aus der Froschperspektive vor tiefblauem Himmel gesehen

Menschen in körperlicher Schieflage sehen die Welt mit etwas anderen Augen. Entsprechende Resultate liefern Experimente niederländischer Psychologen. Wurden die Teilnehmer unbewusst nach links aus der aufrechten Stellung gekippt, schätzten sie den Eiffelturm kleiner ein als bei einer leichten Schieflage nach rechts.

Menschen lesen mit Akzent

Fotolia_buch-auf-den-knien_500

Menschen lesen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Entsprechende Resultate liefert ein elegantes Experiment, das englische Psychologinnen mit Teilnehmern aus verschiedenen Landesteilen durchgeführt haben. Bekamen diese ein Gedicht zum stillen Lesen, dessen Reim in dem jeweiligen Akzent nicht passte, so sprang ihr Blick verwirrt zwischen den entsprechenden Zeilen hin und her.

Umleitung im Gehirn

Grafik zeigt zwei MRI-Schnitte durch das Gehirn, links mit im Querschnitt wurmförmigem Balken, rechts ohne

Das menschliche Gehirn kann den Wegfall eines seiner wichtigsten Datenkabel erstaunlich gut verkraften. Entsprechende Resultate liefert eine kleine Studie amerikanischer Neurowissenschaftler. Bei Personen, die ohne Balken als Hauptverbindung zwischen den beiden Gehirnhälften geboren wurden, scheinen die beiden Hemisphären problemlos miteinander zu kommunizieren – zumindest im Ruhezustand.

Kooperative Kinder

Foto zeigt zwei Kinder, jeweils ein Ende eines Seils in der Hand, das um ein verschiebbares Brett in einem Glaskasten gelegt ist

Menschen scheint das Zusammenarbeiten mit anderen im Blut zu liegen. Entsprechende Resultate hat eine deutsch-niederländische Forschergruppe bei Versuchen mit Kindergartenkindern und Schimpansen erhalten. Obwohl sie dadurch keinen zusätzlichen Nutzen hatten, lösten die Kinder eine Aufgabe am liebsten zu zweit, während die Schimpansen keine Vorliebe zeigten.

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