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Themenarchiv für: Paläontologie

Scheibchenweise Walwerdung

Foto zeigt aus einem Stapel hellbrauner Scheiben bestehendes Fossil eines Schädels mit langer Schnauze

Spuren eines urzeitlichen Dramas haben zwei italienische und amerikanische Forscher gefunden. Das von ihnen untersuchte Fossil stammt von einem Wal, der vor rund 40 Millionen Jahren gestorben ist. Nach den Bissspuren an seinen Rippen zu urteilen, wurde dieser kurz zuvor von einem großen Hai attackiert.

Eiszeitliche Einzelgänger

Foto zeigt zwei Mittelfußknochen, der eine mit gefrästem Fenster zum Mark ist bräunlicher und etwas größer als der andere

Bis zum Ende der letzten Eiszeit streiften große Löwen auch durch Mitteleuropa. Wie und worauf die Räuber Jagd machten, hat eine internationale Forschergruppe anhand mehrerer Hundert Fossilien untersucht. Höhlenlöwen dürften demnach Einzelgänger gewesen sein und vorwiegend Rentiere gejagt haben – letzteres allerdings nicht ganz freiwillig.

Chemnitzer Waldfossil ist 291 Millionen Jahre alt

Foto zeigt liegenden versteinerten Baumstamm in rotbraunem Gestein, ein Hammer als Größenmaßstab

Einen genauen Wert für das Alter des versteinerten Walds von Chemnitz haben Chemnitzer und Dresdner Forscher ermittelt. Das versteinerte Biotop wurde demnach vor 291 Millionen Jahren unter heißer vulkanischer Asche begraben und durch Kieselsäure bis ins kleinste Detail konserviert.

Original bayerischer Python

Nahaufnahme der dunkel- und hellbraun gezeichneten Schuppenhaut einer großen Schlange

Noch vor 15 Millionen Jahren fühlten sich ausgesprochen wärmeliebende Schlangen in Bayern wohl. Das belegen nördlich von Augsburg gemachte Fossilienfunde, die ein tschechisch-deutsches Forscherduo untersucht hat. Unter den Knochen einer vielfältigen Reptilienfauna finden sich auch die Wirbel eines rund 3,5 Meter langen Pythons – der weltweit nördlichste Fund dieser Schlangengattung.

T. rex legt zu

Computergrafik zeigt graues Skelett eines zweibeinigen Raubsauriers, orangefarbene Ringe deuten die Körperkonturen an

Einer der größten Fleischfresser der Erdgeschichte, Tyrannosaurus rex, war möglicherweise noch etwas größer als ohnehin angenommen. Diesen Schluss legen neue Computermodelle britischer und amerikanischer Forscher nahe. Ein besonders stattliches Exemplar mit dem Spitznamen Sue könnte es demnach auf eine Masse von 9,5 Tonnen gebracht haben – fast ein Drittel mehr als frühere Schätzwerte.

Federevolution in Bernstein

Nahaufnahme einer kleinen Feder mit typischem verzweigtem Aufbau aus feinen Ästen, eingebettet in goldgelben Bernstein

Auf ein Familienalbum der Federevolution sind kanadische Forscher gestoßen. In mehr als 70 Millionen Jahre altem Bernstein fanden sie Federn in den unterschiedlichsten Evolutionsstadien – von haarförmigen Filamenten bis hin zu modern anmutenden, komplizierten Gebilden. Neben der Struktur der kreidezeitlichen Federn ist auch ihre Pigmentierung in allen Einzelheiten erhalten.

Ein Lauerjäger aus dem Devon

Nahaufnahme eines flachen, breiten Schädelfossils mit aufstehenden Maul samt sptzen Zähnen

Die Entdeckung eines uralten Räubers vermelden amerikanische Paläontologen. Auf einer Insel im äußersten Norden Kanadas entdeckten sie Fossilien einer großen Fischspezies mit spitzen Zähnen, die sich vor rund 375 Millionen Jahren als Lauerjäger betätigt haben dürfte.

Kreidezeitlicher Kropf

Grafik zeigt Vogel mit braunem Gefieder, hell-dunklen Flügelbinden, Krallen an den Flügeln, eine runde Frucht im Schnabel, auf einem Stein in einem Ginkgo-Wald hockend

Der Kropf der Vögel ist eine uralte Entwicklung, sind chinesische und amerikanische Paläontologen überzeugt. Bei mehreren, rund 120 Millionen Jahre alten Vogelfossilien fanden sie Hinweise auf eine geräumige Aussackung der Speiseröhre, in der Pflanzensamen vor der eigentlichen Verdauung zwischengelagert und eingeweicht wurden.

Weberknechte: Körperbau im Karbon optimiert

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Weberknechte, die zur Klasse der Spinnentiere gehören, haben sich vor mehr als 300 Millionen Jahren in ihre Hauptgruppen gespalten. Manche von ihnen haben seither ihren Körperbau kaum verändert. Das belegen Vergleiche mit zwei Weberknecht-Fossilien aus Frankreich.

Das älteste Holz

Mikroskopaufnahme zeigt Querschnitt durch Stängel mit konzentrischem Bündel dicht gepackter Zellen mit verdickter Wand

Dass die Bäume heute beinahe bis in den Himmel wachsen können, haben sie dem großen Durst ihrer Urahnen zu verdanken. Für diese Vermutung sprechen bis zu 407 Millionen Jahre alte Pflanzenfossilien, die europäische und amerikanische Forscher im Magazin “Science” vorstellen. Obgleich die frühen Pflanzen nicht eben in die Höhe schossen, liefern sie doch die ältesten Belege für Holz.

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