Käferfraß an Dinosaurierknochen
6. Mai 2008
An vielen fossilen Knochen hat wohl nicht nur der Zahn der Zeit genagt, sind drei amerikanische Paläontologen überzeugt. Bei der Untersuchung eines Dinosaurierskeletts fanden sie Fraßspuren, wie sie sehr ähnlich von heutigen Käfern produziert werden. Lesen
Ur-Elefanten lebten am Wasser
15. April 2008
Einen 37 Millionen Jahre alten Vorfahren des Elefanten haben britische und US-amerikanische Wissenschaftler identifiziert. Das Tier der Gattung Moeritherium soll an Flüssen und in Sümpfen gelebt und sich von Wasserpflanzen ernährt haben. Lesen
Röntgenstrahlung schält Fossilien aus Bernstein
2. April 2008
Bernstein enthält Schnappschüsse längst vergangener Ökosysteme, ist allerdings nicht immer transparent. Mit Hilfe einer ausgefeilten Röntgentechnik ist es französischen Forschern nun gelungen, auch die undurchsichtige Variante des versteinerten Baumharzes zu durchleuchten. Auf diese Weise konnten sie in zwei Kilogramm Material nicht weniger als 356 Gliederfüßer aus der Zeit der Dinosaurier aufspüren. Lesen
Neandertaler und Mensch: Zeitgemäße Drift
18. März 2008
Paläontologen und Genetiker streiten häufig darüber, wessen Ansatz die besseren Resultate liefert. Tatsächlich kann die Form eines Knochens im Laufe der Zeit ähnlich variieren wie “nutzlose” DNA, lässt die Analyse einer internationalen Anthropologengruppe vermuten. Allein anhand der Schädel von modernen Menschen und Neandertalern schätzen die Forscher, dass sich die beiden Linien vor rund 311.000 bis 435.000 Jahren getrennt haben.
Für ihre Analyse werteten die Forscher 37 verschiedene Schädelmaße aus. Bild: Courtesy of the National Academy of Sciences, PNAS (Copyright 2008) Lesen
Oligozän: Trocknen Fußes nach Kleinasien?
10. März 2008
Anders als vermutet, war Anatolien war 25 Millionen Jahren vielleicht keine Inselwelt. Französische und türkische Forscher haben im Zentrum des gebirgigen Landes ein Stück vom Unterarmknochen eines riesenhaften Nashorns gefunden. Dessen Ähnlichkeit mit Tieren in Asien bzw. Europa deutet auf die Existenz einer Landverbindung im Oligozän hin. Lesen
“Missing Link” der Feder-Evolution
20. Februar 2008
Eine Art fehlendes Glied in der Evolution der Feder hat eine französisch-deutsche Forschergruppe entdeckt. Erhalten in 100 Millionen Jahre altem Bernstein aus dem Westen Frankreichs, entsprechen die winzigen Federn in ihrem Aufbau einem bislang nur theoretisch vorhergesagten Zwischenstadium. Unklar ist noch, ob sie von einem frühen Vogel oder von einem Angehörigen einer ausgestorbenen Dinosaurierlinie stammen. Lesen
Fossile “Teufelskröte” entdeckt
19. Februar 2008
Die Überreste eines kreidezeitlichen Riesenfrosches haben englische und amerikanische Forscher auf Madagaskar entdeckt. Ausgestattet mit einem gut 20 Zentimeter breiten Maul und massiv verdickten Schädelknochen, dürften die Tiere gut und gerne 5 Kilogramm auf die Waage gebracht haben.
Der größte heutige Frosch Madagaskars, Mantidactylus guttulatus, dürfte für Beelzebufo ampinga kaum mehr als eine Vorspeise dargestellt haben. Zeichnung: Luci Betti-Nash Lesen
Neuer Entenschnabelsaurier aus Mexiko
12. Februar 2008
Einen neuen Entenschnabelsaurier haben Paläontologen der Öffentlichkeit vorgestellt. Das gut 72 Millionen Jahre alte Skelett war bereits Anfang der 90er-Jahre in Mexiko entdeckt worden. Doch erst ein Jahrzehnt später konnte auch der Kopf geborgen werden und ermöglichte die Beschreibung einer neuen Hadrosaurierart.
Der Knochenkamm von Velafrons coahuilensis könnte als Resonanzkörper gedient haben. Rekonstruktion: Courtesy of Courtesy of Gaston Design, Inc. Lesen
Spatzengroßer Flugsaurier entdeckt
12. Februar 2008
Die Flugsaurier brachten nicht nur Riesen mit der Spannweite eines Flugzeugs hervor, sondern auch kleine, unauffällige Flieger. Das belegt ein 120 Millionen Jahre altes Fossil aus dem Osten Chinas. Mit gut 25 Zentimetern Spannweite kaum größer als ein Spatz, dürfte das Tier auf der Suche nach Insekten behände durch die urzeitlichen Baumkronen geturnt sein.
Nemicolopterus crypticus könnte, ähnlich heutigen Blaumeisen, im Blattwerk Insekten nachgestellt haben. Zeichnung: Courtesy of Michael Skrepnickaption Lesen
Gedeckter Tisch für Dinosaurier
6. Februar 2008
Selbst für einen riesenhaften Sauropoden dürfte die Nahrungssuche keine besondere Herausforderung dargestellt haben. Zu diesem Schluss kommen Bonner und Zürcher Forscher nach Verdauungsexperimenten mit Vertretern alter Pflanzenlinien. Schachtelhalme, Araukarien und andere “lebende Fossilien” geben demnach nahrhafteres Futter ab, als man ihnen bislang zugetraut hatte.
Gut bekömmlich und relativ proteinreich, könnten Schachtelhalme trotz ihres hohen Silikatgehaltes ganz oben auf dem Speisezettel der Sauropoden gestanden haben. Foto: Anna, via wikimedia.org (GnuFDL) Lesen




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