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Themenarchiv für: Paläontologie

Ein Sauropode aus dem Eis

Luftaufnahme zeigt teils von Eis und Schnee bedeckte Insel mit dunklen Bergen, am Horizont eine langgestreckte Halbinsel

So bizarr die massigen und langhalsigen Dinosaurier aus der Gruppe der Sauropoden heute anmuten, so erfolgreich waren sie einst. Das demonstriert eine Entdeckung argentinischer Forscher. Auf einer Insel der Antarktis fanden sie einen Wirbel, der von einem der kreidezeitlichen Riesen stammt.

Chronologie einer Krise

Foto zeigt Abfolge grauer und ockerfarbener Gesteinsschichten, daneben eine graue Tafel, auf der mit roter Farbe die einzelnen Schichten durchnummeriert sind

Vor rund 250 Millionen Jahren kam es zum bislang schwersten Artensterben der Erdgeschichte. Einer internationalen Forschergruppe ist es nun gelungen, die Chronologie dieses Ereignisses mit hoher Genauigkeit zu ermitteln. Ihre Untersuchungen liefern zudem neue Hinweise auf einen möglichen Auslöser: großflächiger und lang anhaltender Vulkanismus im heutigen Sibirien, bei dem enorme Mengen von Treibhausgasen freigesetzt wurden.

Scheibchenweise Walwerdung

Foto zeigt aus einem Stapel hellbrauner Scheiben bestehendes Fossil eines Schädels mit langer Schnauze

Spuren eines urzeitlichen Dramas haben zwei italienische und amerikanische Forscher gefunden. Das von ihnen untersuchte Fossil stammt von einem Wal, der vor rund 40 Millionen Jahren gestorben ist. Nach den Bissspuren an seinen Rippen zu urteilen, wurde dieser kurz zuvor von einem großen Hai attackiert.

Eiszeitliche Einzelgänger

Foto zeigt zwei Mittelfußknochen, der eine mit gefrästem Fenster zum Mark ist bräunlicher und etwas größer als der andere

Bis zum Ende der letzten Eiszeit streiften große Löwen auch durch Mitteleuropa. Wie und worauf die Räuber Jagd machten, hat eine internationale Forschergruppe anhand mehrerer Hundert Fossilien untersucht. Höhlenlöwen dürften demnach Einzelgänger gewesen sein und vorwiegend Rentiere gejagt haben – letzteres allerdings nicht ganz freiwillig.

Chemnitzer Waldfossil ist 291 Millionen Jahre alt

Foto zeigt liegenden versteinerten Baumstamm in rotbraunem Gestein, ein Hammer als Größenmaßstab

Einen genauen Wert für das Alter des versteinerten Walds von Chemnitz haben Chemnitzer und Dresdner Forscher ermittelt. Das versteinerte Biotop wurde demnach vor 291 Millionen Jahren unter heißer vulkanischer Asche begraben und durch Kieselsäure bis ins kleinste Detail konserviert.

Original bayerischer Python

Nahaufnahme der dunkel- und hellbraun gezeichneten Schuppenhaut einer großen Schlange

Noch vor 15 Millionen Jahren fühlten sich ausgesprochen wärmeliebende Schlangen in Bayern wohl. Das belegen nördlich von Augsburg gemachte Fossilienfunde, die ein tschechisch-deutsches Forscherduo untersucht hat. Unter den Knochen einer vielfältigen Reptilienfauna finden sich auch die Wirbel eines rund 3,5 Meter langen Pythons – der weltweit nördlichste Fund dieser Schlangengattung.

T. rex legt zu

Computergrafik zeigt graues Skelett eines zweibeinigen Raubsauriers, orangefarbene Ringe deuten die Körperkonturen an

Einer der größten Fleischfresser der Erdgeschichte, Tyrannosaurus rex, war möglicherweise noch etwas größer als ohnehin angenommen. Diesen Schluss legen neue Computermodelle britischer und amerikanischer Forscher nahe. Ein besonders stattliches Exemplar mit dem Spitznamen Sue könnte es demnach auf eine Masse von 9,5 Tonnen gebracht haben – fast ein Drittel mehr als frühere Schätzwerte.

Federevolution in Bernstein

Nahaufnahme einer kleinen Feder mit typischem verzweigtem Aufbau aus feinen Ästen, eingebettet in goldgelben Bernstein

Auf ein Familienalbum der Federevolution sind kanadische Forscher gestoßen. In mehr als 70 Millionen Jahre altem Bernstein fanden sie Federn in den unterschiedlichsten Evolutionsstadien – von haarförmigen Filamenten bis hin zu modern anmutenden, komplizierten Gebilden. Neben der Struktur der kreidezeitlichen Federn ist auch ihre Pigmentierung in allen Einzelheiten erhalten.

Ein Lauerjäger aus dem Devon

Nahaufnahme eines flachen, breiten Schädelfossils mit aufstehenden Maul samt sptzen Zähnen

Die Entdeckung eines uralten Räubers vermelden amerikanische Paläontologen. Auf einer Insel im äußersten Norden Kanadas entdeckten sie Fossilien einer großen Fischspezies mit spitzen Zähnen, die sich vor rund 375 Millionen Jahren als Lauerjäger betätigt haben dürfte.

Kreidezeitlicher Kropf

Grafik zeigt Vogel mit braunem Gefieder, hell-dunklen Flügelbinden, Krallen an den Flügeln, eine runde Frucht im Schnabel, auf einem Stein in einem Ginkgo-Wald hockend

Der Kropf der Vögel ist eine uralte Entwicklung, sind chinesische und amerikanische Paläontologen überzeugt. Bei mehreren, rund 120 Millionen Jahre alten Vogelfossilien fanden sie Hinweise auf eine geräumige Aussackung der Speiseröhre, in der Pflanzensamen vor der eigentlichen Verdauung zwischengelagert und eingeweicht wurden.

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