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Themenarchiv für: Nachrichten

Quastenflosser tanzt aus der Reihe

Grafik zeigt schlanke Fische mit gegabelter Schwanzflosse, im Hintergrund kleinere Fische

Anzeichen für ungewöhnliche Experimentierfreude bei Quastenflossern haben kanadische Forscher gefunden. Ein Fossil aus 240 Millionen Jahre altem Gestein weist Merkmale auf, die auf einen höchst mobilen Jäger hindeuten. Bislang hielt man die urtümlichen Knochenfische dagegen für ausgesprochen träge Gesellen – im körperlichen wie auch im evolutionären Sinn.

Forscher finden Ötzis Blut

3D-Grafik zeigt verklumpte bikonkave Partikel

Mehr als zwanzig Jahre nach der Entdeckung von „Ötzi“ ist es deutschen und italienischen Forschern erstmals gelungen, Blutzellen der Gletschermumie nachzuweisen. Die gut 5.300 Jahre alten Gebilde haben die gleiche Form und Größe wie rote Blutkörperchen und enthalten zudem roten Blutfarbstoff. Damit stellen sie die ältesten bekannten Blutzellen dar.

Verzweifelte Fischdamen

Nahaufnahme eines kleinen bräunlichen Fischs mit leuchtend orange gefärbtem Bauch

Angebot und Nachfrage beeinflussen, welche Rolle die Geschlechter bei der Partnerfindung übernehmen. Diesen Zusammenhang haben norwegische Biologen bei Grundeln beobachtet. Wenn im Laufe des Jahres die Männchen knapp werden, sind es die Weibchen, die den aktiven, drängenden Part beim Liebeswerben übernehmen.

Ausgedehntes Bombardement

Illustration zeigt Einschlag mit feuriger Ejektawolke über blauer Erde

Kurz nach der Entstehung des Sonnensystems mussten Erde und Mond zahlreiche Einschläge großer Gesteinsbrocken verkraften. Dieses Bombardement war möglicherweise schwerer und ausdauernder als bislang vermutet, berichten zwei Astronomengruppen im Magazin „Nature“. Erst vor kaum 2 Milliarden Jahren könnte es mit einem letzten Paukenschlag zu Ende gegangen sein. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Astro

Kohlmeisen helfen Bekannten

Foto zeigt Kohlmeise mit schwarzem Kopf und Hals, weißen Wangen und gelbem Leib auf Zweig

Alten Bekannten hilft man eher als Wildfremden. Das gilt auch unter Kohlmeisen, haben englische Forscher im Rahmen einer kleinen Studie ermittelt. Beim lautstarken Vertreiben von Räubern stehen Meisenpaare, die sich schon aus dem Vorjahr kennen, einander sehr viel häufiger bei als Paare, die zum ersten Mal nebeneinander brüten.

Klimawandel verändert Gebirgsflora

Panoramafoto einer kargen trockenen Hochgebirgslandschaft, vier Nahaufnahmen blühender Pflanzen

Als Folge des Klimawandels muss die europäische Gebirgsflora enger zusammenrücken. Das belegt eine groß angelegte Untersuchung unter Federführung österreichischer Forscher. Binnen weniger Jahre haben demnach zahlreiche Pflanzen ihr Verbreitungsgebiet in größere Höhenlagen ausgedehnt. Während dies in Mittel- und Nordeuropa zu einem Anstieg der Artenzahl auf den Gipfeln geführt hat, ist im Mittelmeerraum bereits ein Verlust zu beobachten. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

Computer übersetzt Gehirnsignale

Schema zeigt Körpersilhouette, darin Gehirn, Rückenmark, Nerven

Wenn die Nervenverbindung zwischen Gehirn und Muskeln unterbrochen ist, kann eine elektronische Umgehung zumindest einen Teil der Beweglichkeit wiederherstellen. Das zeigen Versuche an Affen, die amerikanische Mediziner durchgeführt haben. Die Tiere konnten mit einem Ball hantieren, indem die Steuersignale ihres Gehirns per Computer in Reizströme für die Armmuskeln übersetzt wurden.

Proteinlawine bei Morbus Parkinson

Leicht eingefärbter MRI-Schnitt durch den menschlichen Schädel, entlang der Mittellinie, zeigt das Gehirn mit seinen verschiedenen Teilen

Verklumpende Proteine sind ein treibender Faktor bei der Parkinson-Krankheit. Diesen Verdacht bekräftigen Experimente, die amerikanische Mediziner an Mäusen durchgeführt haben. Die Injektion der für die Krankheit typischen Proteinaggregate löst demnach nicht nur die Bildung weiterer Klumpen im Hirngewebe aus, sondern beschleunigt auch das Auftreten entsprechender Symptome.

Gehorsamer Kleber

Foto zeigt schwarzblaue Miesmuschel, mit weißen Byssusfäden am felsigen Untergrund verankert

Muscheln sind berühmt-berüchtigt für ihre Fähigkeit, sich mit einem selbst produzierten Kleber an beinahe jede Oberfläche heften zu können. Mainzer Chemikerinnen ist es gelungen, den beeindruckenden Muschelkleber nochmals zu verbessern. Die von ihnen hergestellte Variante löst auf Kommando, nämlich bei gezielter Belichtung, ihren Griff wieder.

Ältester Reptilien-Embryo entdeckt

Foto und Zeichnung des isolierten Ei-Embryos mit langen Kiefern

Mit Ausnahme der Amphibien lassen alle Landwirbeltiere ihren Nachwuchs im eigenen Fruchtwasser heranreifen. Das älteste Zeugnis dieser besonderen Fähigkeit glauben Forscher aus Uruguay, Brasilien und Frankreich entdeckt zu haben. In fast 280 Millionen Jahre altem Gestein fanden sie das Fossil eines urtümlichen Reptils, das offenbar einen weit entwickelten Embryo im Leib trug.

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