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Themenarchiv für: Medizin

Weggucken mildert Schmerz

Nahaufnahme einer Einweglanzette, kurze spitze Nadel in blauer Plastikeinfassung, gehalten von Fingern

Bei einer Injektion geben sich Ärzte mitunter einige Mühe, ihre kleinen und großen Patienten abzulenken. Eine Bestätigung für dieses Verhalten liefern Experimente Berliner und Hamburger Mediziner. Die Versuchsteilnehmer empfanden einen elektrischen Schlag als besonders schmerzhaft, wenn sie diesen erwarteten oder zeitgleich die Filmaufnahme eines Nadelstichs sahen.

Jogger leben länger

Foto: Blick von der Seite auf eine Reihe von Laufbändern, Beine und Turnschuhe der Trainierenden

Wer regelmäßig die Laufschuhe schnürt, lebt länger. Das haben dänische Mediziner im Rahmen einer Langzeitstudie mit mehreren Tausend Teilnehmern ermittelt. In Maßen praktiziert, geht Joggen demnach mit einer durchschnittlich sechs Jahre höheren Lebenserwartung einher.

Forscher finden Ötzis Blut

3D-Grafik zeigt verklumpte bikonkave Partikel

Mehr als zwanzig Jahre nach der Entdeckung von „Ötzi“ ist es deutschen und italienischen Forschern erstmals gelungen, Blutzellen der Gletschermumie nachzuweisen. Die gut 5.300 Jahre alten Gebilde haben die gleiche Form und Größe wie rote Blutkörperchen und enthalten zudem roten Blutfarbstoff. Damit stellen sie die ältesten bekannten Blutzellen dar.

Computer übersetzt Gehirnsignale

Schema zeigt Körpersilhouette, darin Gehirn, Rückenmark, Nerven

Wenn die Nervenverbindung zwischen Gehirn und Muskeln unterbrochen ist, kann eine elektronische Umgehung zumindest einen Teil der Beweglichkeit wiederherstellen. Das zeigen Versuche an Affen, die amerikanische Mediziner durchgeführt haben. Die Tiere konnten mit einem Ball hantieren, indem die Steuersignale ihres Gehirns per Computer in Reizströme für die Armmuskeln übersetzt wurden.

Proteinlawine bei Morbus Parkinson

Leicht eingefärbter MRI-Schnitt durch den menschlichen Schädel, entlang der Mittellinie, zeigt das Gehirn mit seinen verschiedenen Teilen

Verklumpende Proteine sind ein treibender Faktor bei der Parkinson-Krankheit. Diesen Verdacht bekräftigen Experimente, die amerikanische Mediziner an Mäusen durchgeführt haben. Die Injektion der für die Krankheit typischen Proteinaggregate löst demnach nicht nur die Bildung weiterer Klumpen im Hirngewebe aus, sondern beschleunigt auch das Auftreten entsprechender Symptome.

Ermunterung für Knorpel-Stammzellen

Eingefärbte Kernspinaufnahme eines Knies zeigt blaue Knochen, rote Bänder und Muskeln

Im Gelenkknorpel schlummernde Stammzellen lassen sich mit einem sehr einfachen Molekül aktivieren. Das haben US-amerikanische Forscher entdeckt. Nachdem sie Mäusen den Wirkstoff in das Kniegelenk gespritzt hatten, erwiesen sich die Tiere als geschützt vor Knorpelverschleiß.

Mutation repariert Mutation

Nahaufnahme rosiger menschlicher Haut mit regelmäßigem Fältchenmuster um Haare

Bei Menschen mit Erbkrankheiten können völlig gesunde Zellen neben den anormalen auftauchen. Wie es zu dieser natürlichen Heilung kommt, haben Freiburger Medizinerinnen am Beispiel einer Hauterkrankung aufklären können. Indem die Erbgutstränge bei der Zellteilung regelrecht ausrutschen, kann die für die Krankheit ursächliche Mutation rückgängig gemacht werden.

Stammzellen schaffen sich Mitstreiter

Mikroskopaufnahme zeigt zwei Zellen mit blau fluoreszierenden Zellkernen, eine davon mit einem langen Ausläufer und viel rot fluoreszierendem Oct4

Stammzellen können Körperzellen gleichsam umprogrammieren, um gemeinsam große Aufgaben anzugehen. Das haben Göttinger Forscher am Beispiel des Hirschgeweihs erstmals zeigen können. Indem die Stammzellen ein Steuerprotein durch lange Ausläufer direkt auf andere Zellen übertragen, scheinen sie diese in einen Zustand jugendlicher Flexibilität zu versetzen.

Neuer Ansatz gegen Alzheimer

Mikroskopaufnahme zeigt zahllose kleine, hellblau strahlende Flecken vor tiefschwarzem Hintergrund

Bei Menschen mit der Alzheimerschen Erkrankung schwindet die geistige Leistungsfähigkeit, indem sich Proteinbruchstücke im Gehirn anhäufen. Dieser Prozess kann zumindest bei Mäusen auf relativ einfache Weise gestoppt werden, berichten amerikanische Neurowissenschaftler im Magazin „Science“. Indem sie den Abbau der toxischen Bruchstücke durch Gabe eines Wirkstoffs ankurbelten, lösten sich die typischen Plaques im Gehirn der Nager auf und das Verhalten der Tiere normalisierte sich wieder.

Infarktzeichen nach kurzem Training

Schema zeigt Herz und große Gefäße im Brustkorb

Schon eine kurze Anstrengung kann bei gesunden Menschen biochemische Anzeichen eines Herzinfarkts hervorrufen. Das hat eine schwedische Medizinerin im Rahmen einer kleinen Studie beobachtet. Nach einem einstündigen Radtraining enthielt das Blut einiger Teilnehmer auffällig erhöhte Mengen eines Herzmuskelproteins.

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