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Themenarchiv für: Kultur

Im Sog der Börse

Foto zeigt Bildschirmwand voller Aktiensymbole und -kurse

Wenn jedermann von den Chancen an der Börse schwärmt, wird es Zeit, die eigenen Aktien zu verkaufen. Entsprechende Resultate liefert eine Analyse von mehreren Tausend finanzjournalistischen Artikeln durch zwei irische Forscher. Indem die Börsenkurse auf ihren Höhepunkt im Herbst 2007 zusteuerten, wurden in den Texten insgesamt weniger verschiedene, dafür aber zunehmend positiv besetzte Wörter benutzt.

Muttersprache denkt mit

Im Gehirn zweisprachiger Menschen ist die Muttersprache stets aktiv. Diesen Schluss zieht eine englische Forschergruppe nach Versuchen mit in England lebenden Chinesen. Diese erkannten englische Wörter besonders schnell, wenn sie zuvor unbewusst einen Hinweis erhalten hatten, der nur in ihrer Muttersprache einen Sinn ergab.

Geometrisches Gemeingut

2 Grafiken zeigen 2 Parallelen, eine durch einen Punkt laufend, auf einer ebenen Fläche und auf einer Kugeloberfläche, Schnittpunkt auf letzterer

Auch wenn es Schülern im Mathematikunterricht oft anders vorkommt: Geometrie ist eine der natürlichsten Sachen der Welt. Diesen Schluss ziehen französische und amerikanische Forscher nach Tests im Dschungel des Amazonas. Angehörige eines dort lebenden Stamms haben demnach ein ähnlich gutes Gespür für Geometrie wie Altersgenossen in Frankreich und in den Vereinigten Staaten.

Wal-Pop

Foto zeigt Buckelwal mit langen, pockigen Flippern im hellblauen Wasser, dicht unter der Oberfläche, ein Hohlkreuz machend

Auch Wale kennen eine Art Popmusik, belegt eine Langzeitstudie einer internationalen Forschergruppe. Bei Buckelwalen im Pazifik springen besonders beliebte Gesänge von einer Population auf die nächste über – und werden oft nicht minder rasch von neuen Hits abgelöst.

Luftverschmutzung greift Pompeji an

Wandmalerei zeigt Portrait einer jungen Frau

Die Abgase der Metropole Neapel gehen am nahe gelegenen Pompeji nicht spurlos vorüber. Baskische und finnische Chemikerinnen haben ermittelt, dass das Schwefeldioxid aus Motoren und Öfen den Wandmalereien in den altrömischen Häusern zusetzt. Unter dem Einfluss des Gases verwandelt sich ein rostrotes Pigment in eine tiefschwarze Variante.

Chinesen blicken schneller

Foto zeigt chinesischen Jungen, der seine eingerollte Zunge ausstreckt

Menschen, die in verschiedenen Kulturen aufgewachsen sind, sehen die Welt mit unterschiedlichen Augen. Das gilt nicht nur im übertragenen Sinn, haben chinesische und englische Forscher ermittelt. Ein Typ besonders schneller Augenbewegungen, der bei Briten eher selten ist, tritt bei Chinesen demnach sehr häufig auf.

Moralische Ergonomie

Foto zeigt jungen Mann an einem Tisch mit Dominosteinen, an der rechten Hand einen dicken Handschuh tragend

Von der personifizierten rechten Hand bis zu den zwei linken Füßen – die rechte Seite wird meist als die gute, richtige Seite empfunden. Diese Verbindung ist verblüffend leicht manipulierbar, demonstrieren Experimente eines niederländisch-amerikanischen Forscherduos. Lässt man Rechtshänder Dominosteine aufstellen, während ihre rechte Hand in einem Skihandschuh steckt, sehen sie schon nach einigen Minuten die linke Seite als die gute an.

Erfolg durch Entspannung

Foto zeigt weitgehend unbekleidete dunkelhäutige Menschen, vor der Kulisse eines Regenwaldes unter einem Schutzdach sitzend

Dass sich der Mensch über die Erde ausbreiten konnte, hatte er möglicherweise auch seiner Sozialstruktur zu verdanken. Zu diesem Schluss kommen amerikanische und englische Forscher nach einem systematischen Vergleich von Gruppen heutiger Jäger und Sammler. Darin wird ein vergleichsweise entspannter Umgang miteinander gepflegt, zudem sind die einzelnen Gruppen durch Heiraten zu einem großen Netzwerk verknüpft.

Steinzeit: Gefäße aus Schädeln

Foto einer der Schädelkalotten, eine Grafik zeigt ihre Lage im ursprünglichen Schädel

Vor fast 15.000 Jahren fertigten Menschen Gefäße aus den Schädeln von Verstorbenen. Dieses Fazit ziehen englische Archäologen nach der Untersuchung von Knochen aus einer Höhle im Südwesten des Landes. Die daran erkennbaren Spuren lassen vermuten, dass die Gebeine mit Sorgfalt und Erfahrung bearbeitet wurden.

Uralte Felszeichnungen entdeckt

Foto zeigt von einer Art Strahlenkranz umgebenes Gesicht, in dunkelgrünen Fels geritzt

Bei der Suche nach ausgestorbenen Riesenratten haben australische Forscher auf der südostasiatischen Insel Timor uralte Felszeichnungen entdeckt. Die in den Fels geritzten Gesichter sind mindestens 10.000 Jahre alt und finden sich in einer vermeintlich wohlbekannten Höhle, die schon seit Jahrzehnten erkundet wird.

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