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Themenarchiv für: Geschichte

Atemlose Ritter

Foto zeigt Mann mit vollständiger silberfarbener Rüstung, eine blaue Atemmaske tragend, etwas angestrengt dreinschauend

Die Ritter des Mittelalters taten gut daran, sich möglichst nur per Pferd zu bewegen. Das demonstrieren Laufbandmessungen englischer und italienischer Forscher. Eine Rüstung aus mehr als 30 Kilogramm Stahl verdoppelt demnach den Energieaufwand für Gehen und Laufen – und machte die Ritter umso anfälliger im Kampf gegen beweglichere Gegner.

Luftverschmutzung greift Pompeji an

Wandmalerei zeigt Portrait einer jungen Frau

Die Abgase der Metropole Neapel gehen am nahe gelegenen Pompeji nicht spurlos vorüber. Baskische und finnische Chemikerinnen haben ermittelt, dass das Schwefeldioxid aus Motoren und Öfen den Wandmalereien in den altrömischen Häusern zusetzt. Unter dem Einfluss des Gases verwandelt sich ein rostrotes Pigment in eine tiefschwarze Variante.

Schwedens genetisches Spektrum

Schwedische Flagge, gebildet aus den DNA-Buchstaben A, C, G und T

Geschichte und Geografie eines Landes spiegeln sich auch in den Genen seiner Einwohner wider. Das demonstriert ein groß angelegter Erbgutvergleich in Schweden. Demnach bestehen deutliche genetische Unterschiede zwischen dem Süden und dem Norden des Landes. Letzterer neigt mit seiner dünnen Besiedlung und seinen großen Flusstälern zudem zur stärkeren lokalen Gruppenbildung.

Neues von der Titanic

Foto zeigt Bart aus Rostzapfen, die im Scheinwerferlicht gelb-grünlich erscheinen

Seit der Entdeckung der Titanic sind Abertausende von Fundstücken aus dem Wrack des Ozeanriesen an die Oberfläche gebracht worden. Darunter ist auch eine neue Bakterienart, die kanadische und spanische Forscherinnen entdeckt haben. Bemerkenswert an der Mikrobe ist vor allem ihr großer Appetit auf Eisen.

Tutanchamun: Zweifel an Todesursache

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Der Fall Tutanchamun ist nach wie vor offen, glauben Hamburger Wissenschaftler. Ihrer Ansicht nach sprechen kürzlich vorgestellte Untersuchungsergebnisse nicht zwingend für die Malaria als Todesursache. Vielmehr ließen sich die Befunde auch durch die Sichelzellkrankheit schlüssig erklären.

Afrikanische Dame im römischen England

Grafik veranschaulicht die Rekonstruktion des Gesichts anhand des Schädels

Die multikulturelle Gesellschaft ist kein typisches Phänomen der Neuzeit, demonstriert eine Studie englischer Archäologinnen. Ein Grab aus dem vierten Jahrhundert nach Christus, das im nordenglischen York entdeckt worden war, barg demnach den Leichnam einer jungen Afrikanerin, die offenbar zur High Society der römischen Legionsstadt gehörte.

Robuste Kostbarkeit aus der Bronzezeit

Foto zeigt Bronzeschwert mit Verzierungen am Griff, waagerecht in eine Messapparatur mit metallenen, fächerförmigen Detektoren eingespannt

Schon vor mehr als 3.000 Jahren verstanden die Schmiede ihr Handwerk, belegt die Untersuchung eines bronzezeitlichen Schwerts durch europäische Forscher. Das vollständig aus Metall gearbeitete und gut zwei Ellen lange Schmuckstück hat demnach auch in technischer Hinsicht einiges zu bieten.

Indianische Salz-Industrie

Foto zeigt zwei Menschen, am Rande eines mit runden, teils wassergefüllten Vertiefungen übersäten Felsplateaus stehend

Auch die nordamerikanischen Indianer wussten Ressourcen systematisch zu nutzen. Zu diesem Schluss kommen zwei US-Geowissenschaftler nach der Untersuchung eines mit metergroßen Vertiefungen übersäten Felsplateaus in Kalifornien. Ihrer Ansicht nach handelt es sich dabei nicht etwa um eine geologische Laune der Natur, sondern um eine indianische Saline.

Vorkoloniale Umweltverschmutzung

anden-peru

Eine der reichsten Silberminen der Neuen Welt wurde schon lange vor der Ankunft der spanischen Eroberer ausgebeutet. Zu diesem Schluss kommen kanadische Geowissenschaftler nach der Analyse von Sediment aus einem kleinen Gebirgssee in Peru. Gemessen an den darin enthaltenen Schwermetallen, wurde in der Region bereits im 6. Jahrhundert im größeren Stil Silbererz verhüttet.

Ein Bilderbuch der Maya

Foto zeigt Kalkwand, darauf farbenprächtige Alltagsszenen

Nicht die große Politik, sondern den Alltag der Maya haben Wandgemälde zum Thema, die mexikanische und US-Forscher in einer Dschungelruine entdeckt haben. Das “Bilderbuch” zeigt das gemeine Volk bei ganz profanen Tätigkeiten – in Farbe und mitsamt kurzer Bildunterschriften.

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