Top

Londoner Löwen aus Nordafrika

25. März 2008

Nicht nur adlige Gefangene, auch exotische Tiere gehörten lange zu den unfreiwilligen Bewohnern des Londoner Tower. Die Herkunft zweier Löwen haben englische Forscher nun bestimmen können. Bei den Tieren, die im 13. und 15. Jahrhundert in der königlichen Menagerie gehalten wurden, handelte es sich um Berberlöwen aus dem nördlichen Afrika. Lesen

Kein Giftanschlag auf Napoléon

12. Februar 2008

Zwei Fotos zeigen kleinen, gläsernen Probenbehälter mit Beschriftung und einen bläulich glimmenden KernreaktorNapoléon Bonaparte ist keiner Arsenvergiftung zum Opfer gefallen - zumindest keiner beabsichtigten. Zu diesem Schluss kommt eine italienische Forschergruppe nach Analysen an Haarproben des Feldherrn und Regenten. Diese wiesen in allen betrachteten Lebensphasen ähnlich hohe Gehalte des giftigen Metalls auf.

Die Haarproben wurden im Kernreaktor mit Neutronen bestrahlt, um in ihnen enthaltene Spurenelemente zum radioaktiven Zerfall anzuregen. Fotos: Copyright INFN Lesen

Viktorianischer Rechts-Sinn

18. September 2007

Linkshändigkeit wurde im Viktorianischen England zu einem seltenen Phänomen. Anhand zeitgenössischer Dokumentarfilme haben zwei britische Psychologen das Phänomen nun genauer untersucht. Der Anteil der Linkshänder in der Bevölkerung fiel demnach von etwa 20 Prozent unter den Mitte des 19. Jahrhunderts Geborenen auf lediglich 3 Prozent zur Jahrhundertwende. Lesen

Planlos in Mesopotamien

30. August 2007

Die ersten Städte der Menschheit wuchsen nicht unbedingt per Dekret, lassen Ausgrabungen amerikanischer und britischer Archäologen vermuten. Zumindest im Falle einer Siedlung im Nordosten Syriens scheinen mehrere “Vororte” zunächst auf Distanz geblieben und erst im Laufe der Zeit miteinander verschmolzen zu sein, berichtet die Gruppe im Magazin “Science”.

Foto: Trockenes Feld, auf dem zwei Menschen stehen; weiter Horizont, über dem sich im Hintergrund rechts ein Hügel erhebt

Auch von den “Vorstädten” aus immer gut sichtbar: das Machtzentrum von Tell Brak. Foto: Courtesy of Jason A. Ur Lesen

Ötzi starb schnell

6. Juni 2007

Der Mann aus dem Eis, besser bekannt als “Ötzi”, ist wahrscheinlich nicht allmählich, sondern sehr schnell verblutet. Zu diesem Schluss kommt eine italienisch-schweizerische Forschergruppe im “Journal of Archaeological Science”. Bei ihren Untersuchungen fanden sie eine Verletzung einer großen Schulterarterie, die binnen Minuten den Tod des jungsteinzeitlichen Eismannes nach sich gezogen haben dürfte. Lesen

Knochen verraten neuzeitlichen Speiseplan

19. April 2007

Auch zu Beginn der Moderne kam in Deutschland regelmäßig Fleisch auf den Tisch. Zu diesem Schluss kommt eine Berliner Anthropologin nach der Analyse menschlicher Knochen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Zumindest im heutigen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern war die Ernährungssituation der Menschen insgesamt nicht so schlecht, wie man angesichts von Kriegen und Seuchen annehmen könnte. Lesen

Uranusring schon im 18. Jahrhundert gesichtet?

17. April 2007

Der deutsch-britische Astronom Wilhelm Herschel entdeckte nicht nur den Uranus, sondern wenig später auch dessen Ringsystem. Diese Ansicht vertritt ein britischer Astronom auf einer Fachtagung. Schon im Jahr 1797 habe Herschel eine erstaunlich treffende Beschreibung eines Uranusrings abgegeben.

Pixelige Schwarzweiß-Aufnahme des Uranus-Ringsystems zeigt viele, unterschiedlich dicke helle Ringe vor schwarzem Hintergrund

Der Sonde Voyager 2 gelangen im Jahr 1986 bemerkenswerte “Nahaufnahmen” des Uranus-Ringsystems. Bild: Courtesy NASA/JPL-Caltech Lesen

Von Milben, Lamas und Inkas

26. März 2007

Kleine Spinnentiere könnten helfen, mehr über Aufstieg und Fall der Inka zu erfahren. Französische und britische Forscher haben ermittelt, dass die Zahl der Hornmilben im Schlamm eines Sees umso höher ist, je mehr Lamas und andere domestizierte Pflanzenfresser ihren Dung in der Nähe abgesetzt haben. Ihre Resultate präsentieren sie im “Journal of Archaeological Sciences”.

Mikroskopaufnahme zeigt den Kopf einer Hornmilbe aus dem Seesediment, braune Cuticula, Mundwerkzeuge, Taster

Reste von Hornmilben, hier ein etwa 0,5 Millimeter breiter Kopf, könnten Auskunft über Ökonomie und Landwirtschaft der Inka geben. Foto: University of Sussex Lesen

Hessisches Hightech für frühe Forschung

22. November 2006

Schon bei den Alchemisten des Mittelalters erfreuten sich Tiegel aus Hessen großer Beliebtheit. Das Geheimnis dieser Produkte glauben britische Archäologen gelüftet zu haben. Besondere Rohstoffe und hohe Temperaturen im Brennofen ließen demnach eine extrem temperatur- und chemikalienbeständige Keramik entstehen.

Foto ineinander gestapelter, bräunlicher Tiegel von dreieckigem Querschnitt; Einschub zeigt Mullit-Kristalle als feine Nadeln

Hessische Tiegel verdankten ihre besondere Stabilität einem “Filz” von Mullit-Nadeln. Größenmaßstab im rasterelektronenmikroskopischen Bild: 30 Mikrometer. Foto: S. Häpe. REM-Aufnahme: M. Martinón-Torres Lesen

Nanotechnologie gegen Kreuzritter

15. November 2006

Im Orient könnten die Kreuzritter unliebsame Bekanntschaft mit einem der ältesten nanotechnologischen Erzeugnisse gemacht haben. Das berichtet eine Dresdner Forschergruppe im Magazin “Nature”. Neben Nanodrähten aus Eisencarbid enthält der klassische Damaszenerstahl demnach auch Nanoröhrchen aus Kohlenstoff.

Foto: Klinge aus hell-dunkel-gebändertem Damaszenerstahl vor blauem Hintergrund

Diese Damaststahl-Klinge aus dem 17. Jahrhundert zeigt das typische Muster aus hellen und dunklen Bändern. Foto: Alexander Dietsch Lesen

Nächste Seite »

Bottom