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Eiserner Schnee im Merkur?

7. Mai 2008

Blick über den Merkur mit gräulicher, von Kratern übersäter Oberfläche Einem ganz besonderen “Schnee” verdankt der Merkur möglicherweise sein schwaches Magnetfeld. Hochdruck-Experimente amerikanischer Geowissenschaftler haben ergeben, dass ständig Flocken aus Eisen auf den Kern des sonnennächsten Planeten herabschneien könnten. Lesen

Eruptiver “Global Player”

24. April 2008

Vulkanausbruch 300 Der Ausbruch eines Andenvulkans im Jahr 1600 war vermutlich weltweit spürbar. Entsprechende Hinweise haben zwei amerikanische Geowissenschaftler zusammengetragen. Ihre Recherche ergab, dass sich nach dem Ausbruch des Huaynaputina in allen Teilen der Welt ungewöhnliche klimatische und in der Folge auch landwirtschaftliche und soziale Bedingungen einstellten. Lesen

Oligozän: Trocknen Fußes nach Kleinasien?

10. März 2008

Anders als vermutet, war Anatolien war 25 Millionen Jahren vielleicht keine Inselwelt. Französische und türkische Forscher haben im Zentrum des gebirgigen Landes ein Stück vom Unterarmknochen eines riesenhaften Nashorns gefunden. Dessen Ähnlichkeit mit Tieren in Asien bzw. Europa deutet auf die Existenz einer Landverbindung im Oligozän hin. Lesen

Marskrater stand zwei Mal unter Wasser

7. März 2008

Blick von oben auf einen Hang, in dem verschieden helle und unterschiedlich grob strukturierte Schichten zutage tretenEin großer Krater auf dem Mars scheint für längere Zeit einen See beherbergt zu haben. Diese Ansicht bekräftigen Beobachtungen, über die amerikanische Forscher im Fachblatt “Geology” berichten. In dem rund 140 Kilometer großen Krater finden sich große Trümmerstücke eines Einschlags, über die sich später eine Schicht feinkörnigen Sediments gelegt hat.

Der Krater Holden kann auf eine wechselvolle Vergangenheit zurückblicken. Bild: NASA/JPL/University of Arizona

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Wann der Grand Canyon gegraben wurde

6. März 2008

Foto: Blick durch einen Abschnitt des Grand Canyon, vom Fluss aus gesehen; flacher bräunlicher Wasserlauf mit spärlichem grünen Saum, jäh ansteigende Felswände mit unterschiedlich hellen Schichten, am oberen Bildrand ein Stückchen HimmelWenn es Amerikatouristen irgend einrichten können, besuchen sie den Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona. Gut 17 Millionen Jahre benötigte der Colorado, um die gewaltige Schlucht zu schaffen, belegen neue Untersuchungen amerikanischer Geologen. Beginnend im Westen, fräste sich der Fluss allmählich ostwärts und dabei immer tiefer in ein Felsplateau.

Die Höhlen im Fels des Grand Canyon bergen Zeugnisse aus einer Zeit, als die Schlucht noch weit von ihrer heutigen Tiefe entfernt war. Foto: Courtesy of Victor Polyak Lesen

Felsiges Strandgut zeigt Gletscherschwund

29. Februar 2008

Seit einiger Zeit wird eine Ausdünnung der Gletscher in der Westantarktis beobachtet. Die Geschwindigkeit, mit der das geschieht, ist außergewöhnlich hoch, haben britische und deutsche Forscher jetzt erstmals belegen können. In den letzten Jahrzehnten lag sie demnach um ein Vielfaches über dem Durchschnitt der letzten Jahrtausende.

Panoramafoto zeigt zwei Helikopter auf einer schneebedeckten Kuppe. Aus dem Schnee ragen einige Felszacken empor, auf denen einige Menschen arbeiten

Auf den felsigen Inseln, die aus dem dünner werdenden Eisstrom aufgetaucht sind, findet sich höchst interessantes Strandgut. Foto: British Antarctic Survey Lesen

Alter Einschlag vergiftet Grundwasser

23. Januar 2008

Satellitenaufnahme eines ringförmigen Sees in grüner UmgebungEinschläge werden häufig mit immensen Druckwellen und Staubwolken in Verbindung gebracht, die ganzen Kulturen den Untergang bringen. Die Effekte können jedoch sehr viel subtiler sein, demonstriert die Arbeit eines neuseeländischen Geowissenschaftlers. Ein vor Äonen erfolgter Meteoriteneinschlag in Kanada wirkt sich noch heute auf die Chemie des örtlichen Grundwassers aus.

Einschläge können beeindruckende Narben hinterlassen - etwa den Lake Manicouagan in der kanadischen Provinz Québec. Ihre Effekte können aber auch weniger offensichtlich sein. Bild: NASA/GSFC/LaRC/JPL, MISR Team Lesen

Aktiver Vulkan unter Antarktis-Eis

21. Januar 2008

Foto: Dunkelrotes Propellerflugzeug in der Luft vor schneeweißer GebirgskulisseBritische Forscher haben erstmals direkte Belege für einen Vulkanausbruch unter dem Eispanzer der Antarktis gefunden. Bei ihren Radarsondierungen stießen sie auf eine stark reflektierende, bis zu 700 Meter unter der Eisoberfläche gelegene Schicht. Vermutlich handelt es sich um Asche eines Vulkans, der vor rund 2.300 Jahren ausgebrochen ist, schreiben die Forscher im Fachblatt “Nature Geoscience”.

Die Radarmessungen wurden vom Flugzeug aus durchgeführt - hier eine “Twin Otter” in den Farben des British Antarctic Survey. Foto: Carl Robinson/British Antarctic Survey Lesen

Bernstein aus französischem Urzeit-Dschungel

4. Januar 2008

Urzeitliche französische Bernsteine Vor gut 55 Millionen Jahren war der Norden Frankreichs von einem tropischen Regenwald bedeckt. Für diese Ansicht spricht die Entdeckung einer ungewöhnlichen chemischen Verbindung in Bernstein aus der Region. Eine ähnliche Verbindung wird heute von Bäumen im Amazonasbecken produziert.

Foto: André Nel, Muséum National d’Histoire Naturelle, Paris
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Mondvulkanismus schon vor 4,35 Milliarden Jahren

6. Dezember 2007

Mondmeteorit Kalahari 009 Der Vulkanismus, der die Oberfläche des Mondes prägte, war bereits vor 4,35 Milliarden Jahren aktiv. Das schließen Forscher um Kentaro Terada von der Universität Hiroshima aus der Analyse des Mondmeteoriten Kalahari 009. Die Vulkane auf dem Erdtrabanten wären demnach einige hundert Millionen Jahre früher aktiv gewesen, als jene Gesteinsproben vermuten ließen, die Astronauten einst vom Mond mitgebracht hatten.

Kalahari 009. Foto: Nature / Institut für Planetologie, Universität Münster

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