Scienceticker Astro Scienceticker Umwelt
Themenarchiv für: Geologie

Loch Ness als Wasserwaage

Panoramafoto zeigt beinahe spiegelglatten See zwischen zwei Hügelketten

Der Loch Ness fungiert wie eine überdimensionale und hochgenaue Wasserwaage. Entsprechende Messungen haben schottische und portugiesische Forscher durchgeführt. Wenn im nahen Meer die Flut aufläuft und die Erdkruste unter der zusätzlichen Wassermasse nachgibt, gehen die Pegelmessungen an den Enden des 37 Kilometer langen Sees um 1,5 Millimeter auseinander.

Planeten aus Diamant

EM-Aufnahme zeigt dunkle Körnchen in hellgrauer Matrix

Manche Sterne werden vielleicht von diamantenen Planeten umkreist. Diese Möglichkeit eröffnen Experimente und Berechnungen amerikanischer Geowissenschaftler. Wenn die Geburtswolke eines Sterns reichlich Kohlenstoff enthält, kann dieser tief im Innern von Planeten zu Diamant zusammengepresst werden.

Chronologie einer Krise

Foto zeigt Abfolge grauer und ockerfarbener Gesteinsschichten, daneben eine graue Tafel, auf der mit roter Farbe die einzelnen Schichten durchnummeriert sind

Vor rund 250 Millionen Jahren kam es zum bislang schwersten Artensterben der Erdgeschichte. Einer internationalen Forschergruppe ist es nun gelungen, die Chronologie dieses Ereignisses mit hoher Genauigkeit zu ermitteln. Ihre Untersuchungen liefern zudem neue Hinweise auf einen möglichen Auslöser: großflächiger und lang anhaltender Vulkanismus im heutigen Sibirien, bei dem enorme Mengen von Treibhausgasen freigesetzt wurden.

Klimawandel: Reaktionsträge Schelfmeere

Foto zeigt metallisch wirkendes Meer mit Eisschollen unter wolkenverhangenem Himmel

Hohe Konzentrationen des Treibhausgases Methan im Nordpolarmeer vor Sibirien sind nicht unbedingt eine Folge des derzeitigen Klimawandels. Zu diesem Schluss kommen deutsche, russische und kanadische Forscher. Ihrer Ansicht nach geht die jüngst beobachtete Übersättigung des Meerwassers mit Methan eher auf die schlagartige Erwärmung des Untergrunds gegen Ende der letzten Eiszeit zurück. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

Forscher finden Mikrokontinente

Schattierte Ansicht mit farbiger Tiefencodierung zeigt steilen Hang, daran zwei große Vorsprünge

Die Entdeckung zweier untergegangener Inseln vermelden australische Geowissenschaftler. Die beiden Erhebungen am Meeresgrund liegen einige Hundert Kilometer vor der Westküste Australiens. Nach Ansicht der Forscher handelt es sich um Bruchstücke des einstigen Superkontinents Gondwana.

Chemnitzer Waldfossil ist 291 Millionen Jahre alt

Foto zeigt liegenden versteinerten Baumstamm in rotbraunem Gestein, ein Hammer als Größenmaßstab

Einen genauen Wert für das Alter des versteinerten Walds von Chemnitz haben Chemnitzer und Dresdner Forscher ermittelt. Das versteinerte Biotop wurde demnach vor 291 Millionen Jahren unter heißer vulkanischer Asche begraben und durch Kieselsäure bis ins kleinste Detail konserviert.

Planetare Unwucht, wankelmütiges Magnetfeld

Foto zeigt Kompass auf einer Landkarte

Das Magnetfeld der Erde hat in der Vergangenheit immer wieder seine Orientierung gewechselt. Einen möglichen Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen und der Lage der Kontinente haben französische Forscher entdeckt. Die Feldumkehr scheint demnach umso häufiger zu erfolgen, je ungleichmäßiger die kontinentale Masse über den Globus verteilt ist.

Heißer Strom nach Einschlag

Dünnschliff zeigt runde Partikel mit einem konzentrischen mehrschichtigen Aufbau in Gesteinsmatrix

Was ihre zerstörerische Wirkung betrifft, können Meteoriteneinschläge bemerkenswerte Ähnlichkeit mit Vulkanausbrüchen aufweisen. Zu diesem Schluss kommen zwei englische Geowissenschaftler nach der Untersuchung der Trümmerdecke, die ein Einschlag vor langer Zeit in Schottland hinterlassen hat. Das Material scheint durch einen glutheißen Strom aus Gas und Gesteinsfragmenten abgelagert worden zu sein, wie er bislang nur von vulkanischen Eruptionen bekannt war.

Erdbeben polieren Felsen

Foto zeigt großen Felsbrocken mit glatt poliertem Äquatorgürtel

Wenn tonnenschwere Felsbrocken wie von Riesenhand poliert erscheinen, müssen nicht unbedingt Wasser oder Wind verantwortlich sein. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Forschergruppe nach einer Expedition in die chilenische Atacama-Wüste. Dort in großer Zahl verstreute Felsbrocken erscheinen demnach sorgfältig poliert, weil sie sich bei den häufigen Erdbeben aneinander reiben.

Narbiger Merkur

Farbverstärkte Aufnahme zeigt helle, bläuliche Vertiefungen an und zwischen Bergen in dunklem, rotbraunen Terrain

Der Merkur ist keine vollkommen ausgedörrte und erstarrte Welt. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Forschergruppe nach der Entdeckung zahlreicher kleinerer Senken auf dem sonnennächsten Planeten. Die planetarischen Aknenarben entstehen möglicherweise, indem flüchtiges Material aus dem Untergrund entweicht. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Astro

Copyright © 2011 by Stefan Jacobasch und Carsten Meinke (Impressum) | Template by Gabfire themes
Real Time Web Analytics