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Themenarchiv für: Genetik

Flächendeckende Klone

Unterwasseraufnahme zeigt dichte Seegraswiesen im flachen Wasser, stellenweise heller Sand

Die Seegraswiesen des Mittelmeers bestehen aus ebenso ausgedehnten wie alten Organismen. Zu diesem Schluss kommen französische und portugiesische Forscherinnen nach genetischen Untersuchungen. Das langsam wachsende Neptungras hat stellenweise bis zu 15 Kilometer große Klone gebildet, die einige zehntausend Jahre alt sein könnten.

Neue Chance für ausgestorbene Schildkröten

Foto zeigt große Schildkröte mit sattelförmig geschwungenem Panzer in trockener Vegetation

Walfänger und Piraten haben unwissentlich vielleicht die Basis für die Wiederbelebung einer verschwundenen Schildkrötenlinie gelegt. Entsprechende Resultate hat eine groß angelegte Untersuchung im Galapagos-Archipel erbracht. Auf der größten Insel leben demnach mehrere unmittelbare Nachfahren von Galapagos-Riesenschildkröten, die auf der kleinen Insel Floreana heimisch waren, dort jedoch seit 150 Jahren verschwunden sind.

Fauna im Schnapsglas

Makroaufnahme zeigt Libelle mit schwarz-gelbem Hinterleib und dunklen Flecken an den Flügelspitzen im grünen Gras

Wie es um die Fauna in einem Gewässer steht, lässt sich an einer kleinen Wasserprobe ablesen. Entsprechende Versuche haben dänische Forscher durchgeführt. Die in der Probe enthaltenen DNA-Spuren verraten demnach nicht nur, welche Tierarten in einem See oder Bach vorkommen, sondern ermöglichen auch eine Schätzung der Bestandsdichte. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

Musterhafte Schädel-Evolution

Foto zeigt mit Blumenmotiven bemalte Totenschädel auf einer hellen Steinplatte, im Hintergrund aufgestapelte Knochen

Der Schädel des Menschen ist weniger wandlungsfähig als häufig angenommen. Zu diesem Schluss kommt eine spanische Anthropologengruppe nach der Untersuchung von Totenschädeln in einem österreichischen Beinhaus. Verschiedene Aspekte der Schädelform sind demnach eng miteinander verknüpft, sodass sich Änderungen in einem Merkmal automatisch auch auf andere Merkmale auswirken.

Eine genetisch schlanke Linie

Präparat eines Rochens mit leuchtend blau eingefärbtem Skelett mit unzähligen, den Körper aufspannenden Strahlen

Im genetischen Bauplan der Haie und Rochen fehlen mehrere Seiten. Diesen Schluss legen Untersuchungen amerikanischer und englischer Forscher nahe. Zumindest zwei Spezies sparen sich demnach ein Viertel jener Gene, die dafür sorgen, dass aus einer befruchteten Eizelle ein Organismus mit Vorder- und Hinterende und Gliedmaßen an den richtigen Stellen wird.

Forscher finden Gedächtnismolekül

Grafik zeigt Schnitt durch das Gehirn, einige Bereiche farbig markiert, über alles gelegt ein Punktraster

Wenn das Gehirn lernt und sich erinnert, sind daran zahlreiche Gene und zugehörige Proteine beteiligt. Eines dieser „Gedächtnisgene“ haben Schweizer Forscher gemeinsam mit serbischen und deutschen Kollegen identifiziert. Menschen, die eine seltene Variante des Gens besitzen, können sich Wörter sowie Details aus Geschichten etwas besser merken als solche mit der herkömmlichen Variante.

Neue Gene für das Gehirn

Leicht eingefärbter MRI-Schnitt durch den menschlichen Schädel, entlang der Mittellinie, zeigt das Gehirn mit seinen verschiedenen Teilen

Der Mensch verdankt sein leistungsfähiges Gehirn unter anderem einer Vielzahl neuer Gene. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Forscher nach einem Vergleich von Mensch und Maus. Von jenen Genen, die erst nach der Trennung der beiden Linien im jeweiligen Erbgut aufgetaucht sind, ist beim Mensch demnach ein größerer Anteil im Gehirn aktiv als beim Nager.

Ein Virus-Universum im Abwasser

EM-Aufnahme zeigt Bakteriophagen mit ovalem Kopf und langem Schwanz

Ein großer Teil der biologischen Vielfalt ist noch völlig unbekannt. Ganz besonders gilt das für Viren, belegt eine Studie amerikanischer und spanischer Forscher. Im Abwasser dreier Großstädte fanden die Wissenschaftler Erbgut-Schnipsel, von denen sich nur ein Bruchteil bekannten Viren oder zumindest Virusfamilien zuordnen ließ.

Erbgut beeinflusst Kaffeedurst

Nahaufnahme gerösteter, tiefbrauner Kaffeebohnen auf einer Holzunterlage

Wie viel Kaffee ein Mensch trinkt, hängt auch von seinen Genen ab. Diese Vermutung bekräftigt eine Untersuchung niederländischer und australischer Forscherinnen. Zwei winzige Erbgutvarianten gehen demnach mit einem höheren Konsum einher – vermutlich, weil sie den Abbau des Koffeins und anderer Inhaltsstoffe und damit die Wirkung des Gebräus beeinflussen.

Ein Zielsucher für Vampire

Frontalaufnahme einer kleinen Fledermaus mit dichtem Pelz, großen Ohren, gefalteter Nasenhaut, kleinen Vampirzähnen

Ein molekularer Wärmedetektor weist Vampirfledermäusen den Weg zur nächsten Mahlzeit, haben amerikanische und venezolanische Forscher entdeckt. In der Nasenhaut der Tiere wird ein Sensorprotein produziert, das schon auf Temperaturen um 30 Grad Celsius anspricht. Auf diese Weise können die Fledermäuse jene gut durchbluteten Stellen in der Haut von Rindern und anderen Tieren finden, an denen sich ein Biss am ehesten lohnt.

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