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Themenarchiv für: Chemie

Planeten aus Diamant

EM-Aufnahme zeigt dunkle Körnchen in hellgrauer Matrix

Manche Sterne werden vielleicht von diamantenen Planeten umkreist. Diese Möglichkeit eröffnen Experimente und Berechnungen amerikanischer Geowissenschaftler. Wenn die Geburtswolke eines Sterns reichlich Kohlenstoff enthält, kann dieser tief im Innern von Planeten zu Diamant zusammengepresst werden.

Abstand wahren mit Ruß

Foto zeigt Glasplättchen, das sich in der Flamme einer kleinen Kerze mit schwarzem Ruß überzieht

Kerzenruß ist die Grundlage für eine verblüffende Oberflächenbeschichtung, die Forscher in Mainz und Darmstadt entwickelt haben. Die Beschichtung ist transparent und lässt wasser- und fettliebende Flüssigkeiten gleichermaßen abprallen. Das gilt selbst dann, wenn die Tropfen mit hoher Geschwindigkeit aufschlagen.

Parasiten stehlen Stallgeruch

Foto zeigt beinahe schwarze Ameisen, ein bräunliches Silberfischchen umgebend, mit ihren Kiefern packend

Manche Parasiten machen es sich leicht, demonstrieren Untersuchungen Münchner und Braunschweiger Forscher. Ein asiatisches Silberfischchen nistet sich bei aggressiven Ameisen ein, indem es sich als Mitglied des jeweiligen Ameisenstaats ausgibt. Den dafür nötigen Ausweis in Form flüchtiger Kohlenwasserstoffe produziert es nicht etwa selbst, sondern stiehlt ihn von den unfreiwilligen Gastgebern.

Anatomie eines Schwefelfressers

Foto zeigt intensiv schwefelgelbe Steine, zwischen den heller Dampf aufsteigt, inmitten hellgrauer Steine

Auf verblüffende Weise hat sich ein hitzeliebender Einzeller ein üppiges Nährstoffangebot erschlossen. Das haben niederländische und deutsche Forscher entdeckt. Die in vulkanischem Schlamm lebende Mikrobe besitzt ein Enzym, mit dem andere Organismen Kohlendioxid verarbeiten. In diesem Fall wandelt es jedoch Kohlenstoffdisulfid aus Vulkandämpfen in Schwefelwasserstoff um.

Früher kosmischer Kohlenstoff

Bild zeigt einige Lichtflecken, teils als Galaxien erkennbar, auf schwarzem Hintergrund, ein Fleck mit zwei gelben Strichen markiert

Die ersten Sterne begannen sehr rasch, die Chemie des jungen Universums zu verändern. Zu diesem Schluss kommen japanische und italienische Astrophysiker nach dem Nachweis von Kohlenstoff in einer der ersten Galaxien. Gut eine Milliarde Jahre nach dem Urknall gab es demnach schon beträchtliche Mengen des Elements, obwohl dieses erst nachträglich im Innern von Sternen erzeugt werden musste. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Astro

Explosive Nano-Bläschen

Blasen in Wasser

Wenn es um den Hubraum geht, begnügen sich selbst moderne PKW-Modelle nur selten mit weniger als einem Liter. Verbrennungen können auch in ungleich kleineren Brennkammern ablaufen, haben niederländische Physiker entdeckt. Sogar in Gasbläschen mit einem Durchmesser von weniger als einem Zehntausendstel Millimeter kann es demnach zur explosiven Knallgasreaktion kommen.

Chemie mit Zugkraft

Kalottenmodel von 1,2,3-Triazol mit Ring aus zwei grauen und drei blauen Kugeln

Sanfte Gewalt eröffnet neue Wege, um Moleküle zu größeren Einheiten zu verbinden und diese bei Bedarf wieder zu zerlegen. Entsprechende Resultate präsentieren amerikanische Chemiker im Magazin “Science”. Mithilfe mechanischer Kräfte konnten sie völlig problemlos eine molekulare Kopplung öffnen, die normalerweise auch hartnäckigen Angriffen trotzt.

Schaumschlagen für Fortgeschrittene

Foto zeigt Massen weißen Schaums

Ob in der Badewanne oder im Pilsglas – auch der schönste Schaum fällt binnen kurzer Zeit in sich zusammen. Nicht so eine Variante, die französische Chemiker hergestellt haben. Stabilisiert durch fettsäureartige Moleküle, bewahrt sich das Gemenge aus Wasser und Luft über Monate seine Bläschenstruktur.

Schneller organischer Energiespeicher

Nahaufnahme zeigt den Auflade-Anschluss, hinter aufgeklapptem Tankdeckel, eines schnittigen silbergrauen PKW

Künftige Elektrofahrzeuge könnten vielleicht mit einem organischen Tank fahren. Japanische Chemiker haben ein aromatisches Polymer entwickelt, das ähnliche Energiemengen speichern kann wie derzeitige Akkus. Das Aufladen des Superkondensators nimmt allerdings nur wenige Minuten in Anspruch.

Diamanten in der Kerzenflamme

Nahaufnahme von dünnen blauen, brennenden Kerzen auf einer mit Gummibärchen belegten Torte

Diamanten sind weder besonders selten noch unvergänglich, haben schottische Chemiker entdeckt. In einer vermeintlich schlichten Kerzenflamme entstehen demnach pro Sekunde mehr als eine Million winziger Diamantpartikel. Allerdings verbrennen die winzigen Schmuckstücke beinahe im gleichen Moment auch wieder.

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