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Themenarchiv für: Biologie

Schildkröten mit Taucher-Ohren

Foto zeigt Schildkröte mit roten Wangenflecken, in einem Teich mit grünlichem Wasser an der Oberfläche schwimmend

Schildkröten wird ein eher bescheidenes Hörvermögen zugeschrieben. Zu Unrecht, sind dänische und amerikanische Biologen überzeugt. Zumindest bei einer als Haustier beliebten Schmuckschildkröte können die Ohren ihre wahre Leistungsfähigkeit erst im Wasser ausspielen, dem bevorzugten Element der Tiere.

Raubtiere verlieren ihren süßen Zahn

Foto zeigt Fossa als mit braunem Fell, an eine große schlanke Hauskatze mit ausgeprägter Hundeschnauze erinnernd

Je mehr Raubtieren der Sinn nach Fleisch steht, desto eher verlieren sie ihren süßen Zahn. Zu diesem Schluss kommen amerikanische und Schweizer Forscher nach genetischen Untersuchungen und Verhaltenstests. Nicht wenige Verwandte von Hund und Katze können Süßes demnach nicht mehr schmecken. Und wenn sie Beute am Stück verschlingen, scheint ihr Geschmackssinn sogar insgesamt abzustumpfen.

Nutztiere stehen nicht auf dem Speiseplan der Wölfe

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Seit die Wölfe wieder in Deutschland heimisch werden, flammt die Angst vor den Raubtieren auf: Könnten sie nicht Schafe reißen, Haustiere fressen oder sogar Menschen angreifen? Derartige Sorgen sind unbegründet, geben Biologen Entwarnung. Die Forscher haben Kotproben von Wölfen gesammelt und auf Beutetiere untersucht.

Heuschrecken mit Knautschzone

Nahaufnahme einer großen, gelb-grau-braun gefärbten Heuschrecke mit voluminösen Hinterbein-Schenkeln

Nicht nur Autos, auch Heuschrecken haben eine Knautschzone. Das belegen Filmaufnahmen und Messungen englischer Forscher. Wenn eine Heuschrecke beim Absprung ausgleitet, wird die jäh freigesetzte Muskelenergie von einer gut verformbaren Region des Beinpanzers aufgenommen. Anders als beim Auto, erholt sich diese Knautschzone jedoch wieder.

Die schnellsten Lebewesen

REM-Aufnahme zeigt kugelförmige Zelle mit leicht verschrumpelter Oberfläche und einem wahren Kometenschweif aus dünnen Geißeln

Die mit Abstand schnellsten Lebewesen haben Regensburger Forscher identifiziert. Mikroskopisch kleine Einzeller aus der Gruppe der Archäen schaffen es demnach, schwimmend pro Sekunde bis zum 470-Fachen ihrer Zelllänge zurücklegen – ein Wert, wie ihn nicht einmal Wanderfalken im Sturzflug erreichen.

Korallen klonen mit Wind und Wellen

Makroaufnahme zeigt Korallenembryonen als unterschiedlich intensiv orange gefärbte Kugeln unterschiedlicher Größe

Klonen gehört bei Korallen zum Fortpflanzungsgeschäft, haben zwei australische Meeresbiologen entdeckt. Zwar zerbrechen die filigranen Embryonen der Korallen schon in leicht bewegtem Wasser in mehrere Teile. Aus diesen Teilen wachsen jedoch problemlos genetische identische Geschwister heran, berichten die Forscher im Magazin „Science“.

Zwergflusspferde: Spermien für Überschuss an Töchtern verantwortlich

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Zwergflusspferde bringen zu 58 Prozent weiblichen Nachwuchs zur Welt. Bisher gingen Biologen davon aus, dass der Überschuss allein von den weiblichen Tieren beeinflusst werde. Eine neue Studie belegt jetzt aber, dass auch die Spermien des befruchtenden Männchens das Geschlechterverhältnis der Nachkommen steuern.

Folgenschwerer Machtwechsel

Foto zeigt kleinen, sehr jungen braunen Affen, der sich auf dem Rücken eines Alttiers festklammert

Bei Affen kann die Ablösung eines Haremsherren drastische Konsequenzen haben. Amerikanische Forscherinnen haben nachweisen können, dass schwangere Weibchen auf den Machtwechsel häufig mit dem Abstoßen ihres Fötus reagieren. Der Grund liegt vermutlich in den jäh gesunkenen Überlebenschancen des noch ungeborenen Nachwuchses.

Stammzellen schaffen sich Mitstreiter

Mikroskopaufnahme zeigt zwei Zellen mit blau fluoreszierenden Zellkernen, eine davon mit einem langen Ausläufer und viel rot fluoreszierendem Oct4

Stammzellen können Körperzellen gleichsam umprogrammieren, um gemeinsam große Aufgaben anzugehen. Das haben Göttinger Forscher am Beispiel des Hirschgeweihs erstmals zeigen können. Indem die Stammzellen ein Steuerprotein durch lange Ausläufer direkt auf andere Zellen übertragen, scheinen sie diese in einen Zustand jugendlicher Flexibilität zu versetzen.

Ein Kraut aus der Eiszeit

2 Fotos zeigen kleines Kraut mit weißen, fünfstrahligen Blüten

Die Wiederbelebung von Pflanzen aus der letzten Eiszeit vermelden russische Wissenschaftler. Aus rund 32.000 Jahre alten Früchten eines Leimkrauts, die tief im sibirischen Permafrost gelagert hatten, konnten sie vitale und fruchtbare Pflanzen heranziehen.

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