Scienceticker Astro Scienceticker Umwelt
Themenarchiv für: Biologie

Mehr Vortrieb mit Haihaut

Nahaufnahme eines großen Hais mit grauer Rückenseite und beinahe weißer Bauchseite, feine Hautporen als dunkle Punkte, türkisblaues Wasser

Die Haut der Haie ist möglicherweise noch raffinierter als bislang angenommen, haben zwei amerikanische Forscher ermittelt. Bei ihren Labortests fanden sie, dass die mit winzigen Zähnchen bedeckte Haut nicht nur den Reibungswiderstand im Wasser senkt. Offenbar beeinflusst sie die Strömungsverhältnisse auch derart, dass es den Hai förmlich durch das Wasser saugt.

Seegurken düngen Korallen

Foto zeigt ungefähr armlange, dunkelgraue Seegurke auf sandigem Meeresboden zwischen Algen

Seegurken spielen eine wichtige Rolle für den Erhalt der Korallenriffe. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Forschergruppe nach Labortests und Messungen in tropischen Riffen. Die alkalischen und kalziumhaltigen Ausscheidungen der Tiere helfen den Korallen demnach, ihr Kalkskelett zu stabilisieren. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

Flächendeckende Klone

Unterwasseraufnahme zeigt dichte Seegraswiesen im flachen Wasser, stellenweise heller Sand

Die Seegraswiesen des Mittelmeers bestehen aus ebenso ausgedehnten wie alten Organismen. Zu diesem Schluss kommen französische und portugiesische Forscherinnen nach genetischen Untersuchungen. Das langsam wachsende Neptungras hat stellenweise bis zu 15 Kilometer große Klone gebildet, die einige zehntausend Jahre alt sein könnten.

Anatomie eines Schwarms

Grafik zeigt Silhouette der australischen Ostküste, Wassertemperaturen farbig codiert, Ostaustralstrom als warmes Band von Nord nach Süd

Wenn im Meer Licht und Nährstoffe zusammenkommen, kann das Leben schnell reagieren. Einen besonderen Fall einer solchen Massenvermehrung haben australische Forscher im Detail studieren können. Indem ein großer Wirbel nährstoffreiches Wasser dicht unter der Meeresoberfläche einschloss, wurde er zur Brutstätte für einzellige Algen und die zugehörigen „Weidetiere“. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

Pflanze härtet Echsen ab

Foto zeigt schnittigen Skink mit schwarz-brauner Zeichnung im Gras

Eine in Australien berüchtigte Giftpflanze könnte schließlich doch noch ihr Gutes haben. Das Gewächs produziert ein sehr ähnliches Toxin wie die eingeschleppte Agakröte. Wo es vorkommt, scheinen allesfressende Echsen daher vergleichsweise immun gegen das Krötengift zu sein, haben australische Biologen entdeckt. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

Hausmäuse werben mit komplexen Gesängen

Common house mouse (Mus musculus) side view

Männliche Hausmäuse singen, um Partnerinnen anzulocken. Die Umworbenen schätzen die Lieder offenbar um so mehr, je komplexer die Melodien angelegt sind. Österreichische Forscher haben die Gesänge jetzt erstmals umfangreich analysiert.

1 Jahr, 19.000 neue Arten

Wörterwolke zeigt die Namen verschiedener systematischer Gruppen, die Wortgröße entsprechend dem Anteil neu entdeckter Spezies

Die Zahl der bekannten Spezies steigt in raschem Tempo, zeigt eine Erhebung amerikanischer Forscher. Im Jahr 2009 haben hauptberufliche und Hobbyforscher demnach 19.232 neue Arten von Tieren, Pflanzen, Algen, Pilzen und Mikroben beschrieben. Darunter waren 41 neue Säugetiere und 7 neue Vögel als Vertreter der vertrautesten und wohl am besten untersuchten Tiergruppen. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

Wie Pillendreher den Weg finden

Nahaufnahme eines dunklen Käfers auf einer sandfarbenen Kugel

Nicht nur Menschen nutzen erhöhte Punkte, um sich im Gelände einen Überblick zu verschaffen. Zu diesem Schluss kommen schwedische und südafrikanische Forscherinnen nach Versuchen mit Käfern aus der Verwandtschaft des Pillendrehers. Suchen die Tiere einen Weg für sich und ihre Dungkugel, klettern sie auf die Kugel und vollführen darauf eine Pirouette.

Heuschrecken haben riskanten Sex

Foto zeigt ein Paar bräunlicher Heuschrecken, am Hinterleib verbunden, das von einer kleinen schwarzen Waspe in ein Erdloch gezerrt wird

Manche Tiere riskieren bei der Paarung Kopf und Kragen. Wie groß dieses Risiko sein kann, hat ein australischer Forscher am Beispiel einer Feldheuschrecke ermittelt. Gegenüber einzelnen Heuschrecken weisen kopulierende Paare eine zehn Mal höhere Wahrscheinlichkeit auf, von Grabwespen erbeutet zu werden.

Ein mörderisches Gewächs

Nahaufnahme zeigt winziges dunkelgrünes Blatt unter weißen Sandkörnern

Eine vor einigen Jahren in Südamerika entdeckte Pflanze bessert ihre Nährstoffversorgung mit tierischer Kost auf. Brasilianische Forscher haben ermittelt, dass das Gewächs sehr schnell Stickstoff aus Fadenwürmern aufnimmt. Als Falle nutzt es winzige Blätter, die es in den Untergrund streckt und an denen die Bodenbewohner haften bleiben.

Copyright © 2011 by Stefan Jacobasch und Carsten Meinke (Impressum) | Template by Gabfire themes
Real Time Web Analytics