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Themenarchiv für: Archäologie

Kiefer wächst an seinen Aufgaben

Röntgenaufnahme eines Unterkiefers, in dem zwei Schneidezähne fehlen, mit Blick auf die Kauflächen

Ein alter Kieferknochen kann viel über die einstigen Bewohner eines Ortes erzählen. Das demonstriert eine neue Studie zweier amerikanischer Forscher. Die genaue Form des Unterkiefers wird demnach nicht nur die Gene bestimmt, sondern auch durch den Einsatz des Gebisses zum Kauen und als Werkzeug.

Genetisches Erbe einer Hochkultur

Foto zeigt mittelgroße Schildkröte mit dunkelbraunem Panzer auf einer Wiese

Die Maya haben ihre Spuren nicht nur in Form imposanter Pyramiden hinterlassen, sondern auch im Erbgut einer Wasserschildkröte. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Forscher nach genetischen Untersuchungen. Obwohl verschiedene Populationen der Art durch Gebirgszüge und große Entfernungen voneinander getrennt sind, scheint in der Vergangenheit ein reger genetischer Austausch zwischen ihnen bestanden zu haben.

Uralte Felszeichnungen entdeckt

Foto zeigt von einer Art Strahlenkranz umgebenes Gesicht, in dunkelgrünen Fels geritzt

Bei der Suche nach ausgestorbenen Riesenratten haben australische Forscher auf der südostasiatischen Insel Timor uralte Felszeichnungen entdeckt. Die in den Fels geritzten Gesichter sind mindestens 10.000 Jahre alt und finden sich in einer vermeintlich wohlbekannten Höhle, die schon seit Jahrzehnten erkundet wird.

Virtueller Flug offenbart alte Stätten

Foto zeigt bärtigen Mann mit Brille, eine Weste tragend, vor einem Computerbildschirm mit einem Satellitenbild

Mit seiner schieren Größe und spärlichen Vegetation erscheint Saudi-Arabien als Fundgrube für Archäologen. Zwei australische Forscher haben die Probe aufs Exempel gemacht und eine kleine Fläche im Westen des Landes mithilfe frei verfügbarer Satellitenbilder erkundet. Dabei stießen sie auf beinahe 2.000 von den ehemaligen Bewohnern angelegte Strukturen.

Ein früher Schlenker

Foto zeigt zwei Ansichten eines scharfkantigen Faustkeils aus hellbraun-gelblichem Gestein

Der moderne Mensch könnte seine afrikanische Wiege auf mehreren Wegen verlassen haben. Diesen Schluss legen Untersuchungen einer internationalen Forschergruppe in den Vereinigten Arabischen Emiraten nahe. Dort scheinen schon vor 125.000 Jahren moderne Menschen angekommen zu sein, während etwa zeitgleich ein Vorstoß an die östliche Mittelmeerküste erfolgte.

Geier folgt Mensch

Foto zeigt segelnden Geier mit hellem Gefieder, schwarzen Schwungfedern, orangefarbenem Kopf, kurzem Hals

Auch ohne züchterische Absicht kann der Mensch neue Tierrassen hervorbringen. Ein Beispiel für diesen Prozess sind die Schmutzgeier auf den Kanarischen Inseln, haben spanische Biologen entdeckt. Erst nach der Ankunft nordafrikanischer Siedler vor etwa 2.500 Jahren konnten sich die Vögel dauerhaft auf dem atlantischen Archipel niederlassen und dort zu einer eigenen Unterart entwickeln.

Fleckfieber in belagerter Stadt

Foto zeigt nebeneinander liegende Skelette in einem geöffneten Massengrab

In den Kriegen der Vergangenheit starben vermutlich mehr Soldaten an Infektionskrankheiten als durch Waffengewalt. Zu den gefährlichsten dieser Krankheiten gehörte das von Läusen übertragene Fleckfieber, belegt die Untersuchung eines Massengrabs aus dem frühen 18. Jahrhundert durch französische Forscher. In beinahe jedem dritten Skelett konnten sie das Erbgut des verantwortlichen Bakteriums nachweisen.

Ein hölzerner Bruder für Stonehenge

Schwarzweiß-Karte des Untergrunds zeigt ringförmig angeordnete, große wurstförmige und kleine kreisförmige dunkle Flecken

Unweit der Steinringe von Stonehenge haben englische und österreichische Archäologen eine weitere Ringanlage entdeckt. In Sichtweite der berühmten Steine stießen sie auf einen verschütteten ringförmigen Graben mitsamt kleinerer Gruben, in denen einst vermutlich Holzpfosten standen.

Tutanchamun: Zweifel an Todesursache

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Der Fall Tutanchamun ist nach wie vor offen, glauben Hamburger Wissenschaftler. Ihrer Ansicht nach sprechen kürzlich vorgestellte Untersuchungsergebnisse nicht zwingend für die Malaria als Todesursache. Vielmehr ließen sich die Befunde auch durch die Sichelzellkrankheit schlüssig erklären.

Astronomen finden galaktische Sternwiegen

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Zahlreiche Brutstätten neuer Sterne haben amerikanische Astronomen in der Milchstraße entdeckt. Indem sie Archivdaten mit eigenen Beobachtungen kombinierten, fanden sie auf einen Schlag mehrere Hundert Wolken aus Wasserstoff, der durch die energiereiche Strahlung neugeborener Sterne zum Glimmen gebracht wird.

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