Immer am Wasser entlang
8. Mai 2008
Nachdem sie die Neue Welt erreicht hatten, verließen sich die ersten Amerikaner noch lange auf die Ressourcen des Meeres. Neue Belege für diese Ansicht präsentieren Forscher aus den USA und Chile im Magazin “Science”. In der ältesten bekannten Siedlung im Süden Chiles wurde demnach reichlich Gebrauch von Seetang gemacht - und das, obwohl die Küste mindestens 15 Kilometer weit entfernt war. Lesen
Faustkeile aus der Nordsee
11. März 2008
Einen steinernen Schatz aus der Nordsee hat ein niederländischer Hobbyarchäologe entdeckt. In Kiesmassen vom Meeresboden vor der englischen Küste fand er nicht weniger als 28 steinzeitliche Faustkeile. Das Alter der Allzweckwerkzeuge wird auf etwa 100.000 Jahre geschätzt. Lesen
Altägyptische Packesel
11. März 2008
Der Weg vom Wild- zum Nutztier kann sehr lang sein, belegen 5.000 Jahre alte Eselskelette aus einer altägyptischen Begräbnisstätte. Eine internationale Forschergruppe hat entdeckt, dass die Knochen krankhafte Veränderungen infolge menschlicher Nutzung aufweisen. In Form und Größe unterschieden sie sich dagegen kaum von den Knochen von Wildeseln - und das, obwohl die Domestikation schon seit mindestens einem Jahrtausend im Gange war.
Die Esel wurden in Abydos unweit der Gräber von Königen und Adligen bestattet. Foto: Courtesy of PNAS/National Academy of Sciences (Copyright 2008) Lesen
Nazca: Bergbau für Farbenpracht
30. Januar 2008
Die Nazca in Südamerika haben sich mit kilometergroßen Bodenbildern ein bleibendes Denkmal gesetzt. Und auch, wenn es um die Verzierung des eigenen Körpers und von Gegenständen ging, legte das Andenvolk rege Betriebsamkeit an den Tag, haben amerikanische und peruanische Forscher entdeckt. Im Süden Perus fanden sie eine alte Grube, in der schon vor 2.000 Jahren im großen Stil Ocker gewonnen wurde.
Der Anthropologe Kevin Vaughn zeigt eine Tonscherbe mit nazcatypischer Verzierung aus dem 5. Jahrhundert. Foto: Purdue News Service/David Umberger Lesen
Aborigines: Tod durch Speer
11. Dezember 2007
Vor etwa 4.000 Jahren fand dort, wo später die Metropole Sydney entstehen sollte, ein Aborigine den Tod in den Dünen. Australische Archäologinnen glauben nun, den Vorgang aufklären zu können. Ihren Untersuchungen zufolge, wurde der Mann getötet, indem ihm ein mit Widerhaken besetzter Speer in den Leib gerammt wurde.
Aborigine-Kunst. Foto: DHuss /iStockphoto
Lesen
Mit Gicht in die Südsee
23. November 2007
Als Folge einer westlichen Ernährungsweise greift die Gicht unter den pazifischen Inselvölkern um sich. Diese Anfälligkeit könnte sehr alt sein, lassen die Untersuchungen einer neuseeländischen Anthropologin auf einem 3.000 Jahre alten Friedhof vermuten. Viele der ersten Siedler in der Inselwelt wurden demnach von Gelenkschmerzen geplagt.
Vor der Entdeckung der Begräbnisstätte auf Efate kannte man zwar Artefakte der Lapita, über die Siedler selbst war jedoch kaum etwas bekannt. Foto: University of Otago Lesen
Planlos in Mesopotamien
30. August 2007
Die ersten Städte der Menschheit wuchsen nicht unbedingt per Dekret, lassen Ausgrabungen amerikanischer und britischer Archäologen vermuten. Zumindest im Falle einer Siedlung im Nordosten Syriens scheinen mehrere “Vororte” zunächst auf Distanz geblieben und erst im Laufe der Zeit miteinander verschmolzen zu sein, berichtet die Gruppe im Magazin “Science”.

Auch von den “Vorstädten” aus immer gut sichtbar: das Machtzentrum von Tell Brak. Foto: Courtesy of Jason A. Ur Lesen
Altrömischer Sandalenabdruck gefunden
24. August 2007
Archäologen haben in Israel einen altrömischen Schuhabdruck entdeckt. Die Spur stammt von der typischen Ledersandale des römischen Militärs, der Caliga. Nach Ansicht der Forscher lässt dies vermuten, dass die Legionäre auch bei Bauarbeiten helfen mussten.

Stollen sind keine Erfindung heutiger Sportschuhhersteller. Foto: University of Haifa Lesen
Elfenbeinkunst aus der Eiszeit entdeckt
20. Juni 2007
Archäologen aus Tübingen haben in der Vogelherdhöhle im Lonetal 35.000 Jahre alte Schnitzereien entdeckt. Die Kunstwerke aus Mammutelfenbein gehören zu den ältesten und beeindruckendsten Beispielen figürlicher Kunst der Eiszeit.

Foto: Jensen/Lingnau, Abteilung Ältere Urgeschichte, Universität Tübingen
Lesen
Forscher: Etrusker haben anatolische Wurzeln
17. Juni 2007
Die Wurzeln der Etrusker liegen in Kleinasien. Für diese Theorie sprechen Erbgutvergleiche, die eine internationale Genetikergruppe angestellt hat. Männliche Einwohner der Toskana geben demnach DNA-Sequenzen an ihre Söhne weiter, wie sie andernorts nur im Südwesten der heutigen Türkei zu finden sind. Lesen



Antikörper