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Themenarchiv für: Anthropologie

Musterhafte Schädel-Evolution

Foto zeigt mit Blumenmotiven bemalte Totenschädel auf einer hellen Steinplatte, im Hintergrund aufgestapelte Knochen

Der Schädel des Menschen ist weniger wandlungsfähig als häufig angenommen. Zu diesem Schluss kommt eine spanische Anthropologengruppe nach der Untersuchung von Totenschädeln in einem österreichischen Beinhaus. Verschiedene Aspekte der Schädelform sind demnach eng miteinander verknüpft, sodass sich Änderungen in einem Merkmal automatisch auch auf andere Merkmale auswirken.

Neue Gene für das Gehirn

Leicht eingefärbter MRI-Schnitt durch den menschlichen Schädel, entlang der Mittellinie, zeigt das Gehirn mit seinen verschiedenen Teilen

Der Mensch verdankt sein leistungsfähiges Gehirn unter anderem einer Vielzahl neuer Gene. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Forscher nach einem Vergleich von Mensch und Maus. Von jenen Genen, die erst nach der Trennung der beiden Linien im jeweiligen Erbgut aufgetaucht sind, ist beim Mensch demnach ein größerer Anteil im Gehirn aktiv als beim Nager.

Kooperative Kinder

Foto zeigt zwei Kinder, jeweils ein Ende eines Seils in der Hand, das um ein verschiebbares Brett in einem Glaskasten gelegt ist

Menschen scheint das Zusammenarbeiten mit anderen im Blut zu liegen. Entsprechende Resultate hat eine deutsch-niederländische Forschergruppe bei Versuchen mit Kindergartenkindern und Schimpansen erhalten. Obwohl sie dadurch keinen zusätzlichen Nutzen hatten, lösten die Kinder eine Aufgabe am liebsten zu zweit, während die Schimpansen keine Vorliebe zeigten.

Kiefer wächst an seinen Aufgaben

Röntgenaufnahme eines Unterkiefers, in dem zwei Schneidezähne fehlen, mit Blick auf die Kauflächen

Ein alter Kieferknochen kann viel über die einstigen Bewohner eines Ortes erzählen. Das demonstriert eine neue Studie zweier amerikanischer Forscher. Die genaue Form des Unterkiefers wird demnach nicht nur die Gene bestimmt, sondern auch durch den Einsatz des Gebisses zum Kauen und als Werkzeug.

Spendable Schimpansen

Portraitfoto eines Schimpansen mit graubraunem Fell, hohen Überaugenwülsten, Mittelscheitel

Schimpansen sind nicht die Egoisten, für die sie lange gehalten wurden. Das haben amerikanische Forscher erstmals mit Verhaltenstests zeigen können. Vor die Wahl gestellt, ob sie einen Leckerbissen nur für sich erhalten möchten oder ob zusätzlich auch eine Artgenossin bedacht werden soll, entscheiden sich Schimpansinnen überwiegend für die generöse Option.

Erfolg durch Entspannung

Foto zeigt weitgehend unbekleidete dunkelhäutige Menschen, vor der Kulisse eines Regenwaldes unter einem Schutzdach sitzend

Dass sich der Mensch über die Erde ausbreiten konnte, hatte er möglicherweise auch seiner Sozialstruktur zu verdanken. Zu diesem Schluss kommen amerikanische und englische Forscher nach einem systematischen Vergleich von Gruppen heutiger Jäger und Sammler. Darin wird ein vergleichsweise entspannter Umgang miteinander gepflegt, zudem sind die einzelnen Gruppen durch Heiraten zu einem großen Netzwerk verknüpft.

Typisch menschliche Lücken

Mensch und Affe unterscheiden sich nicht so sehr in ihren Genen, sondern eher darin, wo und wann diese abgelesen werden. Entsprechende Resultate präsentieren amerikanische Forscher im Magazin “Nature”. Der stammesgeschichtliche Verlust bloßer Kontrollabschnitte im Erbgut kann demnach eine Reihe menschlicher Besonderheiten erklären – unter anderem das Fehlen langer Tasthaare im Gesicht und rauer Hornzipfel auf der Eichel.

Steinzeit: Gefäße aus Schädeln

Foto einer der Schädelkalotten, eine Grafik zeigt ihre Lage im ursprünglichen Schädel

Vor fast 15.000 Jahren fertigten Menschen Gefäße aus den Schädeln von Verstorbenen. Dieses Fazit ziehen englische Archäologen nach der Untersuchung von Knochen aus einer Höhle im Südwesten des Landes. Die daran erkennbaren Spuren lassen vermuten, dass die Gebeine mit Sorgfalt und Erfahrung bearbeitet wurden.

Uralte Felszeichnungen entdeckt

Foto zeigt von einer Art Strahlenkranz umgebenes Gesicht, in dunkelgrünen Fels geritzt

Bei der Suche nach ausgestorbenen Riesenratten haben australische Forscher auf der südostasiatischen Insel Timor uralte Felszeichnungen entdeckt. Die in den Fels geritzten Gesichter sind mindestens 10.000 Jahre alt und finden sich in einer vermeintlich wohlbekannten Höhle, die schon seit Jahrzehnten erkundet wird.

Definitiv Fußgänger

Modell eines hellen Fußskeletts, darin eingefügt der dunklere Mittelfußknochen

Schon zu Zeiten der berühmten “Lucy” setzten die Ahnen des Menschen überwiegend auf die zweibeinige Fortbewegung. Dieses Fazit ziehen amerikanische Forscher nach der Untersuchung eines 3,2 Millionen Jahre alten Mittelfußknochens. Dessen Besitzer verfügte demnach über ein Fußgewölbe, wie es ganz ähnlich auch der moderne Mensch besitzt.

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