Immer am Wasser entlang
8. Mai 2008
Nachdem sie die Neue Welt erreicht hatten, verließen sich die ersten Amerikaner noch lange auf die Ressourcen des Meeres. Neue Belege für diese Ansicht präsentieren Forscher aus den USA und Chile im Magazin “Science”. In der ältesten bekannten Siedlung im Süden Chiles wurde demnach reichlich Gebrauch von Seetang gemacht - und das, obwohl die Küste mindestens 15 Kilometer weit entfernt war. Lesen
Aufrechter Gang nicht für Nachwuchs
28. April 2008
Warum sich der Mensch im Laufe der Evolution auf seine Beine erhob, ist unter Anthropologen umstritten. Zumindest eine Erklärungsmöglichkeit glauben englische Forscherinnen nun ausschließen zu können. Ihren Experimenten zufolge, bedeutet das Tragen eines Kindes einen derart hohen Energieaufwand, dass es die Entwicklung des aufrechten Gangs kaum vorangetrieben haben dürfte. Lesen
Ältester Europäer entdeckt
26. März 2008
Überreste des frühesten bekannten Europäers haben spanische und amerikanische Forscher entdeckt. In einem Karstgebiet nahe der nordspanischen Stadt Burgos stießen sie auf Unterkiefer und Zahn eines frühen Vertreters der Gattung Homo, auf Steinwerkzeuge sowie auf Skelette von damit zerlegten Tieren. Die Fundstücke dürften 1,1 bis 1,2 Millionen Jahre alt sein.
In einigen Punkten ähnelt der Unterkiefer aus Atapuerca alten Homininen aus Afrika und dem Kaukasus - allerdings nicht in allen. Foto: EIA/Jordi Mestre Lesen
Neandertaler und Mensch: Zeitgemäße Drift
18. März 2008
Paläontologen und Genetiker streiten häufig darüber, wessen Ansatz die besseren Resultate liefert. Tatsächlich kann die Form eines Knochens im Laufe der Zeit ähnlich variieren wie “nutzlose” DNA, lässt die Analyse einer internationalen Anthropologengruppe vermuten. Allein anhand der Schädel von modernen Menschen und Neandertalern schätzen die Forscher, dass sich die beiden Linien vor rund 311.000 bis 435.000 Jahren getrennt haben.
Für ihre Analyse werteten die Forscher 37 verschiedene Schädelmaße aus. Bild: Courtesy of the National Academy of Sciences, PNAS (Copyright 2008) Lesen
Faustkeile aus der Nordsee
11. März 2008
Einen steinernen Schatz aus der Nordsee hat ein niederländischer Hobbyarchäologe entdeckt. In Kiesmassen vom Meeresboden vor der englischen Küste fand er nicht weniger als 28 steinzeitliche Faustkeile. Das Alter der Allzweckwerkzeuge wird auf etwa 100.000 Jahre geschätzt. Lesen
Altägyptische Packesel
11. März 2008
Der Weg vom Wild- zum Nutztier kann sehr lang sein, belegen 5.000 Jahre alte Eselskelette aus einer altägyptischen Begräbnisstätte. Eine internationale Forschergruppe hat entdeckt, dass die Knochen krankhafte Veränderungen infolge menschlicher Nutzung aufweisen. In Form und Größe unterschieden sie sich dagegen kaum von den Knochen von Wildeseln - und das, obwohl die Domestikation schon seit mindestens einem Jahrtausend im Gange war.
Die Esel wurden in Abydos unweit der Gräber von Königen und Adligen bestattet. Foto: Courtesy of PNAS/National Academy of Sciences (Copyright 2008) Lesen
Nazca: Bergbau für Farbenpracht
30. Januar 2008
Die Nazca in Südamerika haben sich mit kilometergroßen Bodenbildern ein bleibendes Denkmal gesetzt. Und auch, wenn es um die Verzierung des eigenen Körpers und von Gegenständen ging, legte das Andenvolk rege Betriebsamkeit an den Tag, haben amerikanische und peruanische Forscher entdeckt. Im Süden Perus fanden sie eine alte Grube, in der schon vor 2.000 Jahren im großen Stil Ocker gewonnen wurde.
Der Anthropologe Kevin Vaughn zeigt eine Tonscherbe mit nazcatypischer Verzierung aus dem 5. Jahrhundert. Foto: Purdue News Service/David Umberger Lesen
Gut beschuht vor 40.000 Jahren
23. Januar 2008
Seit gut 40.000 Jahren tragen Menschen Schuhe. Zu diesem Schluss kommt ein amerikanisch-chinesisches Forscherduo nach dem Vergleich alter Skelette. Gemessen an den Unterschenkelknochen, weisen einige davon recht grazile Zehenknochen auf. Das berichtet das Magazin “New Scientist” in seiner neuen Ausgabe. Lesen
Aborigines: Tod durch Speer
11. Dezember 2007
Vor etwa 4.000 Jahren fand dort, wo später die Metropole Sydney entstehen sollte, ein Aborigine den Tod in den Dünen. Australische Archäologinnen glauben nun, den Vorgang aufklären zu können. Ihren Untersuchungen zufolge, wurde der Mann getötet, indem ihm ein mit Widerhaken besetzter Speer in den Leib gerammt wurde.
Aborigine-Kunst. Foto: DHuss /iStockphoto
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Selbstlose Äffchen
5. Dezember 2007
Weissbüscheläffchen verhalten sich prosozial und kümmern sich um das Wohl ihrer Artgenossen. Die Tiere zeigen einen Altruismus, wie er bisher nur den Menschen eigen schien, sagen Forscher der Universität Zürich. Obwohl bei den Äffchen wie bei den Menschen viele Gruppenmitglieder und nicht nur die Mütter die Kinder aufzögen, habe es aber in der evolutionären Entwicklung einen wichtigen Unterschied gegeben.
Foto: Universität Zürich
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