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Archiv für: September, 2011

Weniger erdnahe Asteroiden

Balkendiagramm, Balken aus Asteroiden zusammengesetzt, illustriert die Zahlen der bekannten Asteroiden in verschiedenen Größenklassen und die alten und neuen Schätzwerte

Im Sonnensystem gibt es deutlich weniger Asteroiden auf erdnahen Bahnen als bislang angenommen. Das gilt insbesondere für Objekte mit einem Durchmesser zwischen 100 und 1.000 Metern, schätzt eine internationale Forschergruppe anhand jüngster Beobachtungen. Die Zahl dieser mittelgroßen erdnahen Asteroiden dürfte demnach bei etwa 20.000 liegen und damit um mehr als ein Drittel unter dem bisherigen Schätzwert von rund 35.000. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Astro

Narbiger Merkur

Farbverstärkte Aufnahme zeigt helle, bläuliche Vertiefungen an und zwischen Bergen in dunklem, rotbraunen Terrain

Der Merkur ist keine vollkommen ausgedörrte und erstarrte Welt. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Forschergruppe nach der Entdeckung zahlreicher kleinerer Senken auf dem sonnennächsten Planeten. Die planetarischen Aknenarben entstehen möglicherweise, indem flüchtiges Material aus dem Untergrund entweicht. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Astro

Gefilmt: Der Amboss-Fisch

Zahnlippfische sind häufig anzutreffende Bewohner von Korallenriffen – und offenkundig nicht auf den Kopf gefallen. Den Beleg liefert ein Video, das Giacomo Bernardi von der University of California, Santa Cruz, in einem Riff im Pazifik aufgenommen hat.

Der gute Ruf der Koalas

Portraitfoto eines Koalas mit grauem Fell, weißem Hals, puscheligen Ohren, dunkler Nase, Knopfaugen

Koalabären neigen zur Übertreibung, sind unter dem Strich aber ehrliche Zeitgenossen. Das hat eine österreichisch-australische Forschergruppe ermittelt. Wenn männliche Koalas vor allem in der Paarungszeit dumpfe Laute ausstoßen, können Rivalen und potenzielle Sexualpartnerinnen anhand des Klangs recht gut auf die Statur des Rufers schließen. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

Sehnen schützen Muskeln

Grafik zeigt stilisierten Truthahn und Beinskelett mit einem Muskel und Achillessehne, mal gestreckt, mal weniger und mal stärker angewinkelt

Ob beim Auftreten, Springen oder bei Kniebeugen – Muskeln setzen den Körper nicht nur in Bewegung, sondern müssen ihn auch bremsen. Dabei werden sie durch die Sehnen vor einer Überlastung geschützt, demonstrieren Versuche amerikanischer Forscher. Beim Abfangen eines Falls werden erst die Sehnen im Bein jäh gestreckt, um dann ihrerseits die Muskeln langsam und schonend in die Länge zu ziehen.

Alter Stern im staubigen Kokon

Bild zeigt kreisrunde, dicht an dicht ineinander geschachtelte Verdichtungen in diffusem Material um ein helles Zentrum

Sterne können verblüffende Kokons produzieren, wenn ihr Brennstoff allmählich zur Neige geht. Das belegen neue Aufnahmen eines Nachbarn der Sonne, die europäische Astronomen gemacht haben. Der alternde Stern hat sich in einen mehr als ein Lichtjahr großen Kokon gehüllt, der aus vielen Kugelschalen aus Staub besteht. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Astro

Explosive Nano-Bläschen

Blasen in Wasser

Wenn es um den Hubraum geht, begnügen sich selbst moderne PKW-Modelle nur selten mit weniger als einem Liter. Verbrennungen können auch in ungleich kleineren Brennkammern ablaufen, haben niederländische Physiker entdeckt. Sogar in Gasbläschen mit einem Durchmesser von weniger als einem Zehntausendstel Millimeter kann es demnach zur explosiven Knallgasreaktion kommen.

Winzlinge mit chemischer Keule

Makroaufnahme von kleinen braunen, kugelrunden Gliederfüßern, dicht an dicht gedrängt auf braun-grünem Untergrund

Hornmilben sind nicht nur gut gepanzert, sie schlagen potenzielle Fressfeinde auch mit einer chemischen Keule in die Flucht. Das haben Forscher in Tübingen und Graz erstmals demonstrieren können. Sobald potenzielle Fressfeinde mit einem öligen Sekret auf dem Rücken der Milben in Kontakt kommen, lassen sie schlagartig von ihrer Beute ab. Lesen Sie mehr bei Scienceticker Umwelt

Eine Hand weiß, was die andere tut

Stich zeigt Ansicht des Gehirns von oben, zwei Gehirnhälften, zahlreiche Furchen und Windungen

Das Körpergefühl ist im Gehirn weniger einseitig angelegt als lange Zeit angenommen. Das belegt der Fall einer Patientin, die Tübinger Neurowissenschaftler untersucht haben. Nach einer Schädigung in der rechten Gehirnhälfte konnte die Frau die Position ihrer rechten Hand nur noch ungenau fühlen. Eigentlich sollte die Lageinformation über diese Hand aber in der linken Gehirnhälfte verarbeitet werden.

Erbgut beeinflusst Kaffeedurst

Nahaufnahme gerösteter, tiefbrauner Kaffeebohnen auf einer Holzunterlage

Wie viel Kaffee ein Mensch trinkt, hängt auch von seinen Genen ab. Diese Vermutung bekräftigt eine Untersuchung niederländischer und australischer Forscherinnen. Zwei winzige Erbgutvarianten gehen demnach mit einem höheren Konsum einher – vermutlich, weil sie den Abbau des Koffeins und anderer Inhaltsstoffe und damit die Wirkung des Gebräus beeinflussen.



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