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Archiv für: Februar, 2011

Countdown zur Migräne

Eingefärbter saggitaler Kernspin-Schnitt durch Schädel, Hirn

Ein Migräneanfall kommt nicht aus heiterem Himmel. Diese Erfahrung vieler Betroffener bestätigt eine Studie Hamburger Mediziner. Je näher eine Kopfschmerzattacke bevorsteht, umso leichter reizbar ist demnach ein Areal im Gehirnstamm, das an der Verarbeitung von Schmerzsignalen beteiligt ist.

Höhleneingang auf dem Mond

lochimmond

Ein vor drei Jahren entdecktes Loch im Mond könnte der Eingang zu einer geräumigen Höhle sein. Gestützt wird diese Vermutung durch eine neue Aufnahme einer amerikanischen Mondsonde. Sie zeigt, dass das Loch auf der erdzugewandten Seite des Mondes kein einfacher Schacht ist, sondern sich zu einem Hohlraum unter der Lavakruste erweitert.

Nanofasern färben Pinguin

Foto zeigt kleinen Pinguin mit weißer Brust und Kehle, ansonstens tiefblauem Gefieder

Bindegewebsproteine sorgen nicht nur für Festigkeit. Zumindest bei Zwergpinguinen dient das Hornprotein Keratin auch zur Färbung, haben amerikanische Forscher entdeckt. Das Gefieder der Tiere enthält ganze Bündel von Keratinsträngen, in denen durch Lichtbrechung der typische blaue Farbton zustande kommt.

Urzeitliche Biochemie in Stein

Foto zeigt Fossil eines spindelförmigen Seeskorpions mit gegliedertem Hinterleib, flossenartigen Gliedmaßen und großen Augen in sandfarbenem Gestein

In Fossilien wird nicht nur die Körperstruktur eines Organismus über erdgeschichtliche Zeiträume bewahrt, zeigt eine Untersuchung amerikanischer und englischer Forscher. In zwei versteinerten Gliederfüßern, die vor mehreren Hundert Millionen Jahren gestorben waren, konnten sie Biomoleküle aus deren Panzer nachweisen.

Crescendo im Axon

Collage zeigt lichtmikroskopische Aufnahme eines lila gefärbten Axons in hellblauem Nervengewebe, ein konisch zulaufendes Glasröhrchen und eine helle Oszilloskopsspur mit einigen steilen Ausschlägen

Gehirnzellen sind vielleicht leitungsfähigere Rechner als vermutet, zeigen Experimente japanischer Forscher. Der lange Fortsatz einer Nervenzelle ist demnach nicht bloß ein schlichtes Kabel. Vielmehr kann er die Form der von ihm weitergeleiteten Nervensignale beeinflussen – und damit auch deren Übertragung auf andere Nervenzellen.

100 Millionen Jahre Starre

Nahaufnahme zeigt dunkelbraunes Insekt mit christbaumartigen Fortsätzen an den Fußgliedern in sandfarbenem Gestein

Manche Organismen scheinen sich selbst über erdgeschichtliche Zeitspannen kaum zu verändern. Ein Beispiel für eine solche Starre liefern Fossilien eines räuberischen Insekts in gut 100 Millionen Jahre altem Gestein. Ein amerikanisch-schweizerisches Forscherduo hat ermittelt, dass das Tier einer Gruppe robust gebauter Spreizfüße angehört, die noch heute bei Nacht auf die Jagd geht.

Stern mit sechs Planeten entdeckt

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Gleich sechs Planeten haben amerikanische und dänische Astronomen bei einem fernen Stern entdeckt. Das planetarische Sextett erinnert in einigen Aspekten an das heimische Sonnensystem, in anderen erscheint es fremdartig. Die kleinste der neu entdeckten Welten besitzt nur gut doppelt so viel Masse wie die Erde und dürfte überwiegend aus Wasser und Gas bestehen.

Ein Happen für die Milchstraße

aquarius-sternstrom

Die Überreste einer glücklosen Galaxie hat eine internationale Forschergruppe gefunden – mitten in der Milchstraße. Bei ihrer Vermessung von Abertausenden von Sternen stießen die Forscher auf einige Exemplare, die sich als Sternstrom von den übrigen Sternen der Milchstraße abheben. Wahrscheinlich stammen sie aus einer kleinen Galaxie, die von der Milchstraße verschlungen worden ist.

Evolutionäre Ignoranz

Foto zeigt Vogel mit dunklem graubraunen Gefieder und hellem Augenring auf Felsen

Zwischen Kuckucken und ihren Wirten ist häufig ein regelrechtes Wettrüsten von Täuschung und Enttarnung im Gang. Einen seltsamen Fall, bei dem sich keiner der Widersacher durch besondere Fähigkeiten auszeichnet, glaubt ein Bielefelder Biologe nun erklären zu können. Für einen südafrikanischen Singvogel ist es demnach die rationellste Entscheidung, Kuckuckseier in seinem Nest geflissentlich zu ignorieren.

Steinböcke sparen durch Sonnenbaden

Foto zeigt Gruppe von Steinböcken, an einem grasbewachsenen Felshang im Hochgebirge ruhend

Steinböcke legen im Winter ein Verhalten an den Tag, das man eher bei Eidechsen vermuten würde. Wiener Wildtierforscher haben entdeckt, dass die stattlichen Tiere in den kalten Monaten morgens an die nächste sonnenbeschienene Stelle trotten, um sich durch Sonnenbaden allmählich auf Betriebstemperatur zu bringen.



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