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Archiv für: November, 2010

Lederschildkröten tauchen planvoll

Foto zeigt große Schildkröte mit Längsleisten auf ihrem Rückenpanzer, an der Meeresoberfläche schwimmend

Lederschildkröten können es problemlos mit den meisten Walen aufnehmen und Tiefen von mehr als 1,2 Kilometer erreichen. Wie tief der jeweilige Tauchgang wird, scheint bereits an der Oberfläche festzustehen, haben englische und amerikanische Forscher entdeckt. Je weiter die Meeresreptilien in die Tiefsee vorstoßen, desto tiefer haben sie nämlich vor dem Abtauchen noch einmal Luft geholt.

Unmut macht wachsam

Zornesfalten

Wenn Menschen aus heiterem Himmel ein übellauniges Gesicht erblicken, erstarren sie förmlich. Das haben niederländische Forscherinnen bei einem Experiment mit 50 Freiwilligen ermittelt. Schon der indirekte soziale Hinweis auf eine Bedrohung ruft demnach die gleiche Reaktion hervor wie ein konkreter Hinweis auf eine Gefahr für Leib und Leben.

Maden sehen ohne Augen

Mikroskopaufnahme zeigt grün fluoreszierende Zellen mit stark verzweigten Dendriten, die Konturen und Segmentgrenzen einer Fliegenmade nachzeichnend

Fliegenmaden sehen nicht nur mit den Augen, haben amerikanische Forscher entdeckt. Zumindest die Larven der Taufliege nehmen Licht auch mit Nervenzellen unter ihrer Körperoberfläche wahr – und suchen sich daraufhin möglichst rasch ein dunkleres Plätzchen.

Neue Struktur in der Milchstraße entdeckt

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Die Spur einer immensen Energiefreisetzung haben amerikanische Astrophysiker in der heimischen Milchstraße entdeckt. Über und unter der Scheibe der Galaxis wölben sich demnach zwei große kugelförmige Bereiche, von denen ein Glimmen hochenergetischer Strahlung ausgeht.

Wale bekommen Sonnenbrand

Foto zeigt abtauchenden Blauwal mit grauer, hell gefleckter Haut und winzig wirkender Finne

Wale haben auf ganz ähnliche Weise mit der ultravioletten Sonnenstrahlung zu kämpfen wie Menschen. Diesen Schluss legen Untersuchungen englischer und mexikanischer Forscherinnen im Golf von Kalifornien nahe. Bei dort lebenden Walen fanden sie regelmäßig Hautläsionen, die umso zahlreicher waren, je weniger stark pigmentiert die jeweilige Spezies ist und je mehr Zeit sie an der Wasseroberfläche verbringt.

Das Gedächtnis der Venusfliegenfalle

Nahaufnahme einer geschlossenen Venusfliegenfallen-Falle mit langen Randborsten, zwischen denen der Kopf einer Fliege hervorschaut

Die Fangblätter der Venusfliegenfalle schnappen nicht bei jeder zufälligen Berührung zu, sondern benötigen wiederholte Reize durch ein argloses Insekt. Einen möglichen “Zähler” für solche Berührungen haben japanische Chemiker entdeckt. Im Rahmen einer aufwändigen Analyse fanden sie zwei Verbindungen, die den Fallen das Signal zum Zuschnappen geben.

Elektrische Einschläge bei Vollmond

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Die Erde muss nicht nur Einschläge aus dem All einstecken, sie teilt auch aus. Das belegen Messungen einer japanischen Mondsonde. Ein Mal im Monat, wenn der Mond durch den Magnetschweif der Erde zieht, wird er demnach von energiereichen Elektronen getroffen, die auf weiten Spiralbahnen um die magnetischen Feldlinien kreisen.

Libellen benötigen Partner-Training

Foto zeigt kleine, schlanke Libelle mit dunkelblauem Leib und dunkler Flügelbinde auf einem Blatt vor hellem Hintergrund

Insekten benötigen etwas Übung, um den richtigen Partner auch als solchen zu erkennen. Das haben schwedische Forscher bei Experimenten mit Libellen entdeckt. Dabei zeigten die Weibchen einer Art durchaus Interesse für die Männchen einer anderen Art, wenn sie ohne Kontakt zu dieser Spezies aufgewachsen waren.

Urzeiträuber ohne Biss

Zeichnung zeigt entfernt garnelenartiges Tier mit langen, stachelbewehrten Klauen und großen Facettenaugen

Eines der ersten großen Raubtiere der Erdgeschichte hatte eine erstaunlich weiche Seite. Diesen Schluss legen Modellrechnungen amerikanischer Forscher nahe. Die robust erscheinenden Mundplatten des gut einen Meter langen Anomalocaris waren demnach kaum geeignet, die Panzer von Trilobiten zu knacken.

Überraschende kosmische Erwärmung

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Hinweise auf eine unerwartete kosmische Erwärmung hat eine internationale Astronomengruppe gefunden. Wenige Milliarden Jahre nach dem Urknall kam es demnach zu einem starken Temperaturanstieg im Gas zwischen den Galaxien. Der Grund dürfte die intensive Strahlung der jungen Galaxien selbst gewesen sein.



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