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Archiv für: Oktober, 2010

Orchidee betrügt Schwebfliegen

Eine Schwebfliege sitzt auf einer Blüte der Orchidee Stendelwurz

Die Germerblättrige Stendelwurz ist eine Orchideenart, die chemische Signale von Blattläusen imitieren kann. Damit lockt sie Schwebfliegen an, deren Larven sich von Läusen ernähren. Zwar winkt den Insekten ein bißchen Nektar als Belohnung für das Bestäuben; legen die Weibchen allerdings ihre Eier auf der Orchidee ab, ist der schlüpfende Nachwuchs dem Hungertod geweiht.

Vermummte Supernova beobachtet

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Wenn ein Stern am Ende seines Lebens kollabiert, muss nicht unbedingt eine gleißend helle Supernova am Nachthimmel erstrahlen. Das zeigen Beobachtungen einer internationalen Astronomengruppe. Der von ihnen entdeckte Sternkollaps verriet sich lediglich in Form eines heißen Flecks in einer fernen Galaxis – vermutlich, weil das eigentliche Inferno durch dichte Staubschleier verhüllt wurde.

Schmetterling nutzt Heilkräuter

Foto zeigt zahlreiche Falter mit gelb-orangefarbenen, schwarz geäderten Flügeln an einem Kiefernzweig

Wenn weibliche Monarchfalter von einem Parasiten befallen sind, zeigen sie eine erstaunliche Vorliebe für bestimmte Pflanzen. Das haben amerikanische Biologen beobachtet. Die infizierten Falter legen ihre Eier bevorzugt auf solchen Pflanzen ab, die gegen den Schmarotzer wirksame Verbindungen produzieren.

Edelmetall stülpt Schneckenhaus um

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Platin kann den Körperbau von Schnecken auf verblüffende Weise beeinflussen. Das haben Tübinger Biologinnen bei Toxizitätstests entdeckt. Während der Embryonalentwicklung hohen Konzentrationen des Edelmetalls ausgesetzt, bildet eine Süßwasserschnecke statt einer äußeren eine innere Schale, wie sie ähnlich auch bei Nacktschnecken und Tintenfischen vorkommt.

Des Keimes neue Kleider

Eingefärbte Raster-EM-Aufnahme zeigt goldene Kügelchen, kleine Gruppen bildend, auf türkisfarbener Unterlage

Amerikanische Chemiker haben einfache und elegante Methode entwickelt, um das Äußere von Bakterien gezielt zu verändern. Die Forscher versehen kleine Moleküle mit einer Art natürlichem Adressaufkleber, wie ihn für die Zellwand bestimmte Proteine aus dem Zellinneren tragen. Daraufhin werden die künstlichen Moleküle ebenfalls wie selbstverständlich in die Zellwand eingebaut.

Wassereis auf Asteroid nachgewiesen

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Asteroiden sind keine trockenen Geröllhaufen, demonstrieren Beobachtungen amerikanischer und spanischer Astronomen. Im Lichtspektrum eines Asteroiden, der zwischen Mars und Jupiter um die Sonne kreist, konnten sie den optischen Fingerabdruck von Wasser und organischen Verbindungen nachweisen.

Pflanze hat größtes Genom

Foto zeigt Gruppe kleiner Pflanzen mit weißen, sternförmigen Blüten in breiten Blattrosetten

Eine in Japan wachsende Einbeere hat das größte Genom aller bislang studierten Organismen. Englische Pflanzengenetiker haben ermittelt, dass jede Keimzelle des Gewächses gut 152 Billionstel Gramm DNA enthält – rund 50 Mal mehr als der Wert beim Menschen und 2.400 Mal mehr als bei der Blütenpflanze mit dem kleinsten Genom.

Bakterien machen Handstand

Grafik zeigt wurstförmige grüne Zelle, auf orangefarbenen Ausläufern stehend, über eine blaue Unterlage laufend

Wenn Bakterien eine Oberfläche erkunden, tun sie das nicht selten in einer Art Handstand. Das haben amerikanische Forscher bei der systematischen Analyse von Videoaufnahmen entdeckt. Pseudomonas-Bakterien können sich demnach mithilfe feiner Zellfortsätze der Länge nach über eine Unterlage schleppen. Manchmal recken sie aber auch den Zellkörper in die Höhe und trippeln förmlich auf den Fortsätzen hin und her.

Lebensmittelkeim überlebt in Wohngemeinschaft

Raster-EM-Aufnahme zeigt kleinere Zellen dicht an dicht mit größeren, von dünnen Fasern umsponnen

Erst in Gesellschaft anderer Bakterien kann ein bedeutender Lebensmittelkeim längere Zeit auf Fleisch überleben. Das haben Wiener Forscherinnen entdeckt. Normalerweise hält es das sauerstoffempfindliche Campylobakterium keine 24 Stunden an der Luft aus. In Gegenwart der Helfer schafft es jedoch mehr als zwei Tage.

Vulkan lässt Plankton blühen

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Die Ursache einer außergewöhnlichen Planktonblüte haben kanadische und amerikanische Forscher ermitteln können. Als im August 2008 der Nordostpazifik förmlich ergrünte, war der Grund die wie Mineraldünger wirkende Asche eines Vulkanausbruchs. Die umfangreichen Messdaten wecken allerdings neue Zweifel an der Idee, den Treibhauseffekt durch die gezielte Düngung der Weltmeere einzudämmen.



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