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Archiv für: September, 2010

Kurzmeldungen am Donnerstag, 30.9.2010

Ein Zebrafink sitzt auf einem Stein.

Zebrafinken erkennen ihr Nest am Geruch. Der Urahn des Jaguars lebte vor 1,8 Mio. Jahren noch in Eurasien. Ein neuer Verbundwerkstoff mit Sensoreigenschaften ermöglicht Kunststoffbauteile, die sich selbst überwachen. Und: Heute vor 130 Jahren.

In der Schweiz lebt der Uhu gefährlich

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In der Schweiz sterben so viele Uhus durch Stromschlag an Freileitungsmasten, dass die Art regional vom Aussterben bedroht ist. Das zeigt eine Studie der Universität Bern im Wallis. Während die Uhu-Bestände in weiten Teilen Europas leicht ansteigen, stagnieren sie in der Schweiz oder sind gar rückläufig. Nur etwa 10 Prozent der Uhus im Wallis überleben das erste Jahr. Jedes vierte Tier stirbt durch Stromschlag an veralteten Freileitungsmasten, welche den heutigen Sicherheitsstandards nicht mehr entsprechen. Lesen Sie die ganze Meldung bei Scienceticker Umwelt

Gut verblüht ist halb gewonnen

Foto zeigt Blütenstand mit verwelkten, geschrumpelten blauen Kronblättern

Blütenblätter erfüllen auch dann noch eine wichtige Funktion, wenn sie längst verwelkt sind. Das hat ein spanischer Ökologe durch Versuche mit Lavendel zeigen können. Wurden nach dem Verblühen die abgestorbenen Kronblätter von den Blüten gezupft, brachten die Pflanzen rund ein Drittel weniger Früchte hervor.

Strapazierte Grundwasserreserven

Grafik zeigt Nahen und Mittleren Osten, einige rot eingefärbte Regionen in Indien und Pakistan, andere Gebiete gelb bis grün eingefärbt

Grundwasser ist eine kostbare Ressource, die allerdings mit wachsender Geschwindigkeit verbraucht wird. Das belegt eine Analyse niederländischer Geowissenschaftler. Indem mehr Wasser entnommen wird als nachströmt, schrumpfen die Grundwasserreserven der Welt demnach um etwa 283 Kubikkilometer pro Jahr – entsprechend beinahe dem Sechsfachen der Wassermenge im Bodensee.

Stadtleben entkoppelt Räuber und Beute

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Für Vögel kann es sich gleich mehrfach auszahlen, sich an den Menschen und an den Lärm der Stadt zu gewöhnen. Das haben amerikanische Ökologinnen im Rahmen einer mehrjährigen Studie ermittelt. Vogelnester in ländlichen Regionen werden demnach umso öfter ausgeräubert, je mehr Fressfeinde es in dem jeweiligen Gebiet gibt. In der Stadt lässt sich ein solcher Zusammenhang allerdings nicht nachweisen.

Ein besonders kühler Nachbar

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In der galaktischen Umgebung der Sonne gibt es nicht nur strahlende Sterne, demonstriert die Entdeckung eines neuen Braunen Zwergs durch eine internationale Astronomengruppe. Der “Beinahe-Stern” zählt mit einer Temperatur von etwa 250 Grad Celsius zu den kühlsten seiner Art und sendet praktisch kein sichtbares Licht aus. Nur 13 Lichtjahre von der Sonne entfernt, gehört er zu deren nächsten Nachbarn.

Fossiler Urahn der Sonnenblume

Foto des Fossils zeigt zwei gelbliche Blütenköpfe an langen Stielen, von einem gemeinsamen Treib ausgehend

Einen Urahn der Sonnenblume haben argentinische und schwedische Forscher entdeckt. In rund 48 Millionen Jahre altem Gestein aus Patagonien fanden sie ungewöhnlich gut erhaltene Fossilien eines frühen Vertreters der Korbblütler – jener artenreichen Pflanzenfamilie, die neben der Sonnenblume beispielsweise auch Gänseblümchen, Kopfsalat und Zichorie umfasst.

Dinosaurier mit protzigem Hornschmuck

Grafik zeigt Lebendrekonstruktionen der Dinosaurier mit langen Hörnern und großen Nackenschilden

Zwei neue Dinosaurier mit besonders reichhaltigem Schmuck haben amerikanische und australische Forscher im US-Bundesstaat Utah entdeckt. Die beiden Pflanzenfresser sind Verwandte des massigen, lange Hörner tragenden Triceratops. Zwar sind sie etwas kleiner als ihr berühmter Cousin, protzen dafür aber mit bis zu fünfzehn Hörnern.

Malaria: Sprung über die Artengrenze

Foto zeigt kräftigen Gorilla mit markantem Kopf bis zur Brust in Wasser voller Wasserpflanzen, ein Blatt prüfend in Händen haltend

Den Ursprung des wichtigsten Malariaerregers glaubt eine internationale Forschergruppe entdeckt zu haben. Der einzellige Parasit Plasmodium falciparum, alljährlich für mehrere Hunderttausend Todesfälle verantwortlich, scheint demnach auf einen einmaligen Sprung vom Gorilla zum Menschen zurückzugehen.

Immunangriff hilft Salmonellen

Eingefärbte rasterelektronenmikroskopische Aufnahme zeigt Dreieck aus wurstförmigen, rosafarbenen Zellen auf lilafarbenem Hintergrund

Krankheitserregern ist normalerweise nicht daran gelegen, die Aufmerksamkeit von Abwehrzellen zu erregen. Nicht so Salmonellen, haben amerikanische und thailändische Mikrobiologen nachweisen können. Die Bakterien profitieren sogar vom Angriff des Immunsystems, weil dabei eine Schwefelverbindung entsteht, die sie exklusiv zur Energiegewinnung nutzen können.



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